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From left Lugano's player Rangelo Janga,  St.Galler's player Cedric Itten and Lugano's player Numa Lavanchy, during the Super League soccer match FC Lugano against FC St. Gallen, at the Cornaredo stadium in Lugano, Thursday, July  09, 2020. (KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Das Bild täuscht nicht: Das Duell zwischen Lugano und St.Gallen ist hart umkämpft. Bild: keystone

Sechs-Tore-Spektakel im Tessin – St.Gallen lässt im Meisterkampf zwei Punkte liegen



St. Gallen und die Young Boys sind in der Super League wieder punktgleich. Der FCSG musste sich in Lugano mit einem 3:3 begnügen. In beiden Halbzeiten verschliefen die Gäste den Start, zudem schwanden wiederum die Kräfte.

Vor dem Gastspiel im Tessin stand die Frage im Raum, wie weit St. Gallens Kräfte im Titelrennen noch reichen. Während den ersten 20 Minuten tauchten in der Wärme Luganos noch ganz andere Fragen auf. Die St. Galler verschliefen den Start böse, hätten nach 90 Sekunden in Rückstand geraten können und taten es nach zehn Minuten auch. Doch sie kriegten die Kurve, führten 2:1 und 3:2 - und mussten in der 84. Minute durch eine Co-Produktion von Numa Lavanchy und Jonathan Sabbatini, Luganos Auffälligsten, den Ausgleich und in der Nachspielzeit fast noch einen vierten Gegentreffer hinnehmen.

Peter Zeider (Trainer St.Gallen):

«Wir haben zwei Punkte verloren und ein Punkt gewonnen. Am Ende hätten wir durch einen Freistoss auch noch verlieren können. Wir waren aber über weite Strecken überlegen. Es wäre blöd gewesen, wenn wir verloren hätten. Am Ende hilft uns dieser Punkt sicher.»

Bild

Peter Zeidler beim Interview. bild: screenshot Teleclub

Betim Fazliji (Spieler St.Gallen):

«Ich denke, wir waren die bessere Mannschaft. Auf den frühen Rückstand haben wir grossartig reagiert. Wir gehen zweimal in Führung und kriegen dann zwei dumme Gegentore. Aber wir dürfen uns nicht zu lange damit beschäftigen. Wir reisen jetzt nach Genf und versuchen dort, die drei Punkte zu holen.»

Durch das 3:3 liegen St. Gallen und die Young Boys nun wieder punktgleich vorne, wobei YB das bessere Torverhältnis vorweist. Erschwert wird St. Gallens Aufgabe im spannenden Titelrennen dadurch, dass die Mannschaft am Sonntag in Genf mit Silvan Hefti und Lukas Görtler zwei gelb-gesperrte Stammkräfte ersetzen muss. Beide handelten sich ihre Verwarnung in der turbulenten Schlussphase ein. Görtler hatte zuvor das 2:1 durch Victor Ruiz und das 3:2 durch Ermedin Demirovic mit herrlichen Flanken aufgelegt.

Das herrliche 2:1 für St.Gallen durch Ruiz. Video: SRF

Lavanchy zerstört die St.Galler Leader-Träume. Video: SRF

Nach komplett verschlafener Startphase, in welcher sich die St. Galler von den Luganesi reihenweise überlaufen liessen und Yannis Letard beim 0:1 durch Sabbatini im eigenen Strafraum ein haarsträubender Fehlpass unterlief, schien Trainer Peter Zeidler mit einem frühen Wechsel und einem System-Eingriff die richtigen Korrekturen vorgenommen zu haben. Zeidler nahm Letard bereits in der 23. Minute vom Platz, brachte André Ribeiro für die vorderste Position im Mittelfeld und zog Betim Fazliji in die Innenverteidigung zurück.

Von da an hatte die Partie einen anderen Charakter. Mit seiner ersten Aktion, einem Vorstoss über links und dem Pass in den Strafraum, kreierte Ribeiro sogleich die Szene, die zum Foulpenalty und Ausgleich führte. Noch vor der Pause stellte Ruiz auf 2:1, und es liess sich bilanzieren, dass die Führung nicht gestohlen war. Auch den Start zur zweiten Halbzeit verschliefen die St. Galler allerdings. Nach nur 14 Sekunden glich Alexander Gerndt per Lupfer-Kopfball aus, und nach zuvor drei Siegen mit einem Tor Differenz stand diesmal am Ende ein 3:3, das Peter Zeidler als «gut und schlecht in einem» taxierte.

Das Telegramm:

Lugano - St. Gallen 3:3 (1:2)
1000 Zuschauer. - SR Dudic.
Tore: 10. Sabbatini (Lavanchy) 1:0. 26. Quintilla (Foulpenalty) 1:1. 39. Ruiz (Görtler) 1:2. 46. Gerndt (Lavanchy) 2:2. 54. Demirovic (Görtler) 2:3. 83. Lavanchy (Sabbatini) 3:3.
Lugano: Baumann; Kecskes, Maric, Pavlovic (79. Jefferson); Yao, Sabbatini, Covilo, Guidotti (46. Lovric), Lavanchy; Janga (46. Holender), Gerndt (76. Lungoyi).
St. Gallen: Zigi; Hefti, Stergiou, Letard (23. Ribeiro), Muheim; Quintilla; Görtler, Ruiz (68. Rüfli); Fazliji; Itten (84. Bakayoko), Demirovic (84. Nuhu).
Bemerkungen: Lugano ohne Bottani, Custodio, Daprelà, Obexer (alle verletzt), Rodriguez und Untersee (nicht im Aufgebot). St. Gallen ohne Guillemenot (gesperrt), Ajeti, Babic, Costanzo, Gonzalez und Lüchinger (alle verletzt). 35. Kopfball von Lavanchy streift den Pfosten. Verwarnung: 41. Covilo (Foul). 74. Yao (Foul). 77. Maric (Foul). 81. Hefti (Foul/im nächsten Spiel gesperrt). 90. Ribeiro (Unsportlichkeit). 92. Görtler (Foul/im nächsten Spiel gesperrt). (pre/sda)

Die Tabelle:

Der Liveticker:

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bieler95 09.07.2020 22:54
    Highlight Highlight Ich hoffe noch immer darauf das St.Gallen Meischter wird, verdient hätten Sie es aber sowas von 👍🏼
  • Sen 09.07.2020 20:54
    Highlight Highlight Tätlichkeit gegen St. Gallen? Interessiert den VAR nicht.
    • maxi #sovielfürdieregiongetan 09.07.2020 21:53
      Highlight Highlight Das der Var abgeschafft gehört ist nichts neues.
    • Sen 09.07.2020 22:37
      Highlight Highlight Das stimmt. Die Hand hat nichts verloren im Gesicht von Hefti.
      Aber im Zweifel gegen St. Gallen.
    • Max Müsterlein 09.07.2020 22:53
      Highlight Highlight Zigi in Toni-Schumacher-Manier? Interessiert auch keinen.
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