DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Warum entsteht Juckreiz beim Anblick von Bettwanzen, Mücken und Co.? Bild: Shutterstock

Warum juckt es uns, wenn sich jemand kratzt?

Wenn sich jemand kratzt oder wir Bilder von Bettwanzen, Mücken und Co sehen, fängt es plötzlich am ganzen Körper an zu jucken und zu kribbeln. Aber warum ist das so?

Jennifer Buchholz / t-online



Ein Artikel von

T-Online

US-Forscher vom Wake Forest Baptist Medical Center aus North Carolina gingen der Frage auf den Grund, warum der Kratzreflex ansteckend ist. Dabei stellten sie fest: Unser Gehirn will, dass wir uns schubbern und scheuern, obwohl es keinen ersichtlichen Grund gibt. Insbesondere Menschen mit einer Hauterkrankung kratzen sich bei entsprechenden Reizen aussergewöhnlich schnell und intensiv.

Jucken ist ansteckend

Die Probanden berichten, dass das Beobachten einer sich kratzenden Person, einen besonderen Reiz auf ihren Körper auslöst. Dabei spiele es keine Rolle, an welcher Stelle sich die andere Person gerade berührt. Die Probanden empfanden den Juckreiz auch an anderen Stellen. Sogar das zusätzliche Träufeln von Salzwasser – zur Verstärkung des Reizes – auf den Arm der Studienteilnehmer beeinflusste den Kratzreflex nicht.

Was löst den Reflex aus?

Bestimmte Nervenzellenenden in der Haut lösen bereits bei einer kleinen Irritation das juckende Gefühl aus. Dieser Kratzreflex ist eine Schutzfunktion des Körpers und soll Gefahren rechtzeitig abwenden. Schon Temperaturunterschiede, vom Körper ausgeschüttete Botenstoffe oder Berührungen können diesen Juckreiz auslösen. Zusätzlich ertasten und untersuchen Tiere und Menschen durch das Berühren die juckende Körperstelle. Das Kratzen ist demnach ein Ersatz für das Schauen, also das visuelle Untersuchen der betroffenen Region.

Durch ihre Studie stellten die Wissenschaftler ausserdem fest, dass der Kratzbefehl auch dann vom Gehirn erteilt wird, obwohl keine der bekannten Auslöser vorhanden waren. Es ist davon auszugehen, dass dieser Reflex evolutionsbedingt ist. Milben, Bettwanzen und andere Parasiten lösen demnach nur den Kratzreflex aus, damit der Körper rechtzeitig von möglichen Ungeziefern befreit wird. Den gleichen Effekt hat auch das Beobachten von sich kratzenden Personen.

Warum hilft kratzen?

Durch das starke Reiben oder Kratzen werden Berührungs- und Schmerzrezeptoren an der betroffenen Körperstelle ausgelöst. Diese überspielen den Juckreiz, sodass das unangenehme Kribbeln nachlässt und sich nach dem Jucken ein angenehmes Gefühl einstellt.

Allerdings kann ständiges Kratzen auch zu Verletzungen der Hautschicht und somit zu einer Hautentzündung führen. Mediziner erachten es daher als umso wichtiger, den entsprechenden Reiz rechtzeitig zu unterdrücken oder gar zu vermeiden.

Jucken und Schmerzen hängen zusammen

Vorherige Untersuchungen fanden heraus, dass Schmerzen und Jucken zusammenhängen, da beides über das Rückenmark direkt ans Gehirn weitergeleitet wird. Schmerzen hemmen demnach den Juckreiz und andersherum. Unterdrücken Medikamente allerdings die Schmerzen, so führe dies zu einem Juckreiz und umgekehrt.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Heuschreckenplage in Ostafrika

Wenn Menschen so nervig wie Insekten wären ...

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Herpes und rote Ohren: Geimpfte melden skurrile Nebenwirkungen der Astrazeneca-Impfung

Die Britische Gesundheitsbehörde analysiert den Impfstoff von Astrazeneca und sammelt die gemeldeten Nebenwirkungen. Die Meldungen umfassen mittlerweile 63 Seiten – doch die Liste ist eher unterhaltend als beängstigend.

Über den Corona-Impfstoff des Pharmakonzerns Astrazeneca wird zurzeit rege diskutiert. Immer mehr Länder setzen den Impfstoff aus, weil Thrombose-Fälle im Zusammenhang zur Impfung gemeldet wurden. In Grossbritannien impft man derweil weiter.

Da sich der Impfstoff noch in der Notfallzulassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) befindet, registriert die britische Gesundheitsbehörde alle gemeldeten Nebenwirkungen. Mittlerweile füllen diese 63 Seiten.

In England sind bis jetzt über 11 Millionen …

Artikel lesen
Link zum Artikel