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In this Wednesday, March 24, 2021 image from video provided by Duke Health, Alejandra Gerardo, 9, looks up to her mom, Dr. Susanna Naggie, as she gets the first of two Pfizer COVID-19 vaccinations during a clinical trial for children at Duke Health in Durham, N.C. In the U.S. and abroad, researchers are beginning to test younger and younger kids, to make sure the shots are safe and work for each age. (Shawn Rocco/Duke Health via AP)

Auch in der Schweiz könnten bald Kinder geimpft werden: Die 9-jährige Alejandra Gerardo erhält eine Impfung von Pfizer im Rahmen eines Testlaufs in den USA. Bild: keystone

Hast du die PK des Bundes verpasst? Hier die 5 wichtigsten Punkte

Am Point de Presse in Bern informierten heute die Expertinnen und Experten des Bundes über die Corona-Lage. Die fünf wichtigsten Punkte.



Öffnungsschritte vom April bislang ohne negative Auswirkungen

Die Zahl der laborbestätigten Coronavirus-Fälle nimmt weiter leicht ab, die Reproduktionszahl ist aktuell bei 0.93 und auch die Zahl der Hospitalisationen sinkt. Deshalb dürfe man betreffend der Covid-Situation in der Schweiz verhalten optimistisch bleiben, sagte Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit BAG, am Mittwoch vor den Medien.

Die Öffnungsschritte vom April hätten bisher keine negativen Auswirkungen gehabt. Mathys äusserte sich zuversichtlich, dass sich in den nächsten zwei Wochen eine weitere Entspannung einstellen wird.

Impftourismus ist nicht sinnvoll

Im Kanton Bern können seit heute Menschen ab 18 Jahren einen Impftermin buchen. Dies ist etwa im Kanton Zürich noch nicht möglich. Grundsätzlich kann man sich auch in einem anderen Kanton impfen lassen. «Man kann sich auch im Arbeitskanton impfen lassen», sagte Linda Nartey, Kantonsärztin Bern und Vizepräsidentin der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte.

Die Zuteilung der Impfstoffe zu den Kantonen richte sich aber nach der Bevölkerung. «Wenn alle Zürcher nach Bern kommen, wird es schwierig», erklärte Nartey mit einem Lächeln. Impftourismus sei deshalb nicht sinnvoll.

Linda Nartey, Kantonsaerztin Bern, spricht waehrend einer Medienkonferenz zur aktuellen Situation des Coronavirus, am Mittwoch, 7. April 2021 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Hält den Impftourismus nicht für sinnvoll: Linda Nartey. Bild: keystone

Impfung für Kinder rückt näher

Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 16 Jahren könnten möglicherweise noch dieses Jahr geimpft werden, wie Urs Karrer, Vizepräsident der wissenschaftlichen Covid-19-Taskforce, sagte.

Grundsätzlich müsse der Entscheid zu den Impfungen für Kinder von Swissmedic getroffen werden, meinte Andreas Stettbacher, Delegierter des Bundesrates für den Koordinierten Sanitätsdienst KSD. Aus klinischer Sicht sei es so, dass Kinder relativ selten erkranken.

Allerdings müsse man davon ausgehen, dass wenn man sie nicht impfe, etwa 60 Prozent aller Kinder und Jugendliche Covid-19 durchmachen würden. Es könnte das zwar seltene, aber schwere Entzündungssyndrom PIMS auftreten, sodass dennoch Hunderte Kinder auf der Intensivstation landen könnten.

Auch aus epidemiologischer Sicht sei die Impfung von Kindern wichtig, ergänzte Mathys. Aber die Voraussetzung sei eine entsprechende Zulassung. Auf die Zulassung würde dann die Empfehlung folgen. «Ich bin zuversichtlich, aber entscheidend ist, dass die Sicherheit gewährleistet werden kann, weshalb es noch die Zulassung braucht.»

Karrer möchte bei den Impfungen für Kinder aufs Tempo drücken. Covid-19 sei für Kinder gefährlicher als eine bakterielle Hirnhautentzündung. Und gegen die Hirnhautentzündung würden sie geimpft.

Mit einer Impfung für Kinder unter 6 Jahren rechnet Karrer nicht mehr in diesem Jahr. Da brauche es bei der Dosierung noch Abklärungen.

Britische Variante führt zu mehr Patienten auf Intensivstationen

Die britische Virusvariante führe etwa 50 Prozent häufiger zum Tod als die früher dominierende Virusvariante. Immer mehr Hospitalisierte müssten auf der Intensivstation behandelt werden, sagte Karrer.

Seien es in der ersten Welle 15 Prozent gewesen, müssten nun 30 Prozent der Hospitalisierten auf die Intensivstation verlegt werden, so Karrer.

Die Belastung des Personals auf den Intensivstationen sei hoch, erklärte der Experte. Wichtige Operationen wie Tumor-Entfernungen müssten verschoben werden. Und kaum beruhige sich die Lage an der Covid-19-Front, müsse der Rückstand bei den Operationen aufgeholt werden, sagte Karrer. Das halte das Gesundheitspersonal unter Dauerstress.

>>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

50- bis 60-Jährige neu in der Risikogruppe

Mit dem neuen Virus seien auch 50- bis 60-Jährige zur Risikogruppe geworden, erklärte Karrer weiter. Viele schwer Erkrankte seien zudem erst zwischen 40 und 50 Jahre alt.

Die grosse Chance sei die Impfung: «Wir gehen davon aus, dass eine Immunität von 80 Prozent der Bevölkerung notwendig ist, damit wir diese Virusvariante bekämpfen können», sagte Karrer. (cma)

Coronavirus in Indien: Ein Inder erzählt von seiner täglichen Jagd nach Luft

Video: watson/een

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