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US-Astronauten nach historischer Mission zur ISS wieder auf Erde



Zwei Monate nach dem ersten bemannten Start des von der Privatfirma SpaceX entwickelten Raumschiffs «Crew Dragon» zur ISS sind zwei US-Astronauten wieder zurück auf der Erde. Robert Behnken und Douglas Hurley landeten am Sonntagnachmittag (Ortszeit) mit der Kapsel «Endeavour» im Golf von Mexiko vor der Küste des US-Bundesstaates Florida, wie Live-Aufnahmen der US-Raumfahrtbehörde Nasa zeigten.

epa08580085 (FILE) - A handout picture made available by SpaceX shows NASA astronauts Bob Behnken (L) and Doug Hurley participating in a fully integrated test of SpaceX Crew Dragon flight hardware at the SpaceX processing facility on Cape Canaveral Air Force Station in Florida, USA, 30 March 2020 (issued 02 August 2020). Carrying NASA astronauts Robert Behnken and Douglas Hurley, Endeavour is scheduled to splash down in the Gulf of Mexico on 02 August. The pair launched to the International Space Station (ISS) on 30 May 2020, in the first commercially built spacecraft to carry people into orbit.  EPA/SPACEX HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Bob Behnken (links) und Douglas Hurley. Bild: keystone

Behnken und Hurley waren Ende Mai vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida aus gestartet. Es war nach fast neunjähriger Pause das erste Mal, dass Astronauten von den USA aus zur ISS flogen, und das erste Mal, dass sie von einem privaten Raumfahrtunternehmen befördert wurden. SpaceX hatte zuvor nur Fracht zur ISS transportiert.

Zuletzt waren im Sommer 2011 Astronauten mit der Raumfähre «Atlantis» zur ISS geflogen. Danach mottete die Nasa ihre Space-Shuttle-Flotte aus Kostengründen ein und war seither für Flüge zur ISS auf Russland angewiesen. Das war mit rund 80 Millionen Euro pro Flug in einer russischen Sojus-Kapsel nicht nur teuer, sondern kratzte auch mächtig am amerikanischen Ego.

This July 1, 2020 photo made available by NASA shows the SpaceX Crew Dragon, right, docked to the International Space station, during a spacewalk conducted by astronauts Bob Behnken and Chris Cassidy. On Wednesday, July 29, 2020, SpaceX and NASA cleared the Dragon crew capsule to depart the International Space Station and head home after a two-month flight. (NASA via AP)

Angedockt an der ISS: Die Crew Dragon am 1. Juli 2020. Bild: keystone

Umso erfreuter äusserte sich Präsident Donald Trump nun nach der geglückten Mission: «Es ist grossartig, dass Nasa-Astronauten nach einer sehr erfolgreichen zweimonatigen Mission zur Erde zurückkehren. Danke an alle!» Die Landung im Wasser sei sehr aufregend gewesen.

Eigentlich waren eigene Flüge aus den USA zur ISS von der Nasa schon für 2017 angekündigt gewesen - im Zuge technischer Probleme, Finanzierungsschwierigkeiten und Umstrukturierungen nach der Wahl von Trump zum US-Präsidenten wurde das Projekt aber immer weiter aufgeschoben.

Vor der Rückkehr der Astronauten am Sonntag hatte der Wirbelsturm «Isaias» nahe Florida einige Sorgen bereitet: Allerdings sollte das Tiefdruckgebiet an der östlichen Küste Floridas entlang ziehen - Hunderte Kilometer entfernt von der Küste vor Pensacola, dem anvisierten Landeort. Dort herrschten zur Landezeit dann tatsächlich ideale Bedingungen.

Unterdessen teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mit, dass Ende kommenden Jahres wieder zwei Touristen zur ISS fliegen sollen. Sie sollen demnach vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abheben. Ihre Namen wurden zunächst nicht genannt. Die Raumfahrtbehörde hatte für den Tourismus ins All einen Vertrag mit dem spezialisierten US-Unternehmen Space Adventures unterschrieben. Derartige Reisen zur ISS gibt es seit 2001. Der erste von bisher sieben Weltraum-Touristen war der US-Multimillionär Dennis Tito. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hans Jürg 02.08.2020 22:42
    Highlight Highlight Sorry, aber was war denn jetzt da historisch? Weil die Rakete nicht von der Nasa gebaut worden ist, oder wieso?
    Bloss, weil jetzt keine russische Rakete verwendet wurde, ist der Flug nicht historisch. Dazu bräuchte es schon etwas Spezielles, Neues. Zur ISS zu fliegen und zurück zu kehren ist praktisch Routine geworden.
    • leverage 02.08.2020 23:23
      Highlight Highlight Histrorisch ist vielleicht, dass ein Privatunternehmen in der Lage ist, Leute ins All zu schicken. Space X ist meines Wissen das erste Unternehmen dem das gelang.
      Das kann durchaus von historischer Bedeutung sein.
      Sollte es jemals in Richtung SiFi gehen, wo viele Raumschiffe von Planet zu Planet fliegen, dann müssen Private die Raumschiffe bauen ;)
    • Unicron 02.08.2020 23:47
      Highlight Highlight Es ist immerhin ein neues Raumschiff. Davon hatten wir noch nicht viele. Die Russen fliegen noch mit Technik aus den 60ern,und das Space Shuttle war gegen Ende auch ein überteuerte Flickwerk. Es ist durchaus eine Errungenschaft ein neues Fahrzeug gebaut zu haben, welches Menschen sicher zu einer Raumstation und wieder zurück bringt.
    • Hans Jürg 03.08.2020 08:39
      Highlight Highlight OK. Ich sehe es ein. Heutzutage braucht es nicht mehr viel, das etwas als "historisch" gilt.
      Da hat Trump wohl doch mehr Einfluss auf das Denken genommen, als ich befürchtet habe.
  • Exilglarner 02.08.2020 21:55
    Highlight Highlight Welcome back 👨‍🚀🙋‍♂️

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