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Guterres bleibt für zweite Amtszeit UN-Generalsekretär – die Herausforderungen sind gross



Der Portugiese António Guterres wird die Vereinten Nationen für fünf weitere Jahre führen. Die UN-Vollversammlung berief den 72-Jährigen am Freitag wie erwartet für eine zweite Amtszeit.

Eine entsprechende Resolution wurde einstimmig angenommen. Guterres war ohne Gegenkandidat und mit der Unterstützung des mächtigen Sicherheitsrates angetreten.

epa09167406 U.N. Secretary-General Antonio Guterres, speaks to the media, during a press conference about the end of a 5+1 Meeting on Cyprus, at the European headquarters of the United Nations in Geneva, Switzerland, 29 April 2021.  EPA/MARTIAL TREZZINI

Wird die Vereinten Nationen weitere fünf Jahre führen: António Guterres Bild: keystone

Als eine der grössten künftigen Herausforderungen für Guterres gilt neben zahlreichen regionalen Konflikten – unter anderem in Syrien, Libyen, dem Jemen oder Myanmar – der Kampf gegen die Klimakrise. Der UN-Chef hatte zuletzt immer wieder das Bild einer Welt am Abgrund gezeichnet und die grossen CO2-Produzenten zu grösseren Anstrengungen aufgefordert.

Auch die wirtschaftlichen und sozialen Turbulenzen sowie Armut und Hunger durch die Corona-Pandemie dürften noch länger eine Rolle spielen. Ausserdem droht die Handlungsfähigkeit der UN durch steigende Spannungen zwischen den USA und China weiter beeinträchtigt zu werden.

Die neue Amtsperiode des UN-Chefs beginnt am 1. Januar 2022 und dauert bis Ende 2026. Guterres ist der neunte Generalsekretär und führt die Welt-Organisation seit 2017. Seine erneute Aufstellung galt schon lange als sicher: Guterres hatte in den vergangenen Jahren einen guten Umgang mit den einflussreichen Vetomächten USA, China, Russland, Grossbritannien und Frankreich gepflegt.

Der frühere portugiesische Ministerpräsident gilt als scharfsinniger Politiker, aber als vorsichtiger – Kritiker sagen zu zaghafter – Vermittler in internationalen Konflikten, in denen ihm selten grössere Erfolge gelangen. Das liegt Experten zufolge auch daran, dass Guterres sich in den vergangenen fünf Jahren angesichts der Angriffe von US-Präsident Donald Trump gegen die UN «im Überlebenskampf» befunden habe.

Dem UN-Chef wurde auch immer wieder vorgeworfen, dass er China wegen Menschenrechtsverletzungen wie bei der Minderheit der Uiguren nicht ausreichend kritisiert hat. Auf sich aufmerksam machen konnte Guterres allerdings mit seinem Fokus auf eher universelle Themen, wie die Bekämpfung der Klimakrise und seiner Arbeit in der Covid-19-Pandemie.

Vieles spricht dafür, dass der UN-Chef auch künftig nicht wesentlich forscher auftreten wird: Zuletzt hat er betont, dass komplexe Herausforderungen nur mit einem «bescheidenden Ansatz» angegangen werden könnten. Auch könnten die UN wenig tun, wenn «die Beziehungen zwischen den grössten Mächten weiterhin dysfunktional sind». (saw/sda/dpa)

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