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Mac'n'Cheese: Veganes comfort food ohne «fancy» Zutaten. Bild: Jennifer Zimmermann

Die Nachhalterin

Käsenudeln geht auch vegan – und es wird genauso cremig!

Zuletzt zeigte Florina Diemer ihre liebsten veganen Lebensmittel, diese Woche schnürt die Veganerin die Kochschürze und beweist, dass veganes Mac’n’Cheese mindestens so herzhaft ist wie die klassische Variante.



Contentpartnerschaft mit WWF

Dieser Blog ist eine Contentpartnerschaft mit WWF. Die Beiträge werden von der freischaffenden Journalistin Jennifer Zimmermann verfasst.

Jennifer lebt (meist) vegetarisch, duscht (zu) oft (zu) lange und wühlt zum Unbehagen mancher Familienmitglieder (fast) immer in den «Gratis zum Mitnehmen»-Kisten am Strassenrand. Als «Die Nachhalterin» schreibt sie in Zukunft für den WWF über Themen, die uns alle etwas angehen (sollten). Wer herausfinden möchte, wo er/sie in Sachen Nachhaltigkeit steht, dem sei der Footprintrechner ans Herz gelegt.

Es handelt sich nicht um bezahlten Inhalt.

«Da hab ich fast eine Lebenskrise bekommen», erzählt Flo, während sie in ihrer kleinen Küche in Zürich steht und in rasendem Tempo schält, schnippelt, mixt und gleichzeitig im Kochtopf rührt. Die Rede ist von ihrem ersten selbstgemachten Kimchi, das viel zu scharf geworden war. «Das Zeug war des Teufels. Ich hatte das falsche Chilipulver erwischt.» Mittlerweile hat sie die Schärfe des koreanischen Nationalgerichts aus fermentiertem Chinakohl im Griff – und noch vieles mehr.

Seit die 30-Jährige vor mehr als drei Jahren auf vegane Ernährung umgestellt hat, steht sie öfter und mit noch mehr Freude in der Küche als zuvor.

Ein kleines bisschen grösser dürfte ihre Küche allerdings schon sein, wenn es nach Flo ginge. «Ich liebe thailändisches und indisches Essen, aber die vielen Gewürze haben hier einfach keinen Platz.» Was in der Gewürzabteilung dennoch nicht fehlen darf ist unter anderem Kala Namak, auch Schwefelsalz, schwarzes oder indisches Salz, genannt. Der Geschmack nach Ei ist überwältigend und wird beispielsweise für Rühreiersatz mit Tofu verwendet.

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Flo in ihrer Küche, die bei so viel Elan fürs Kochen in der Tat grösser sein könnte. Bild: Jennifer Zimmermann

«Keine fancy Zutaten»

Heute auf dem Speiseplan: veganes Mac’n’Cheese, also Makkaroni mit Käsesauce, ein amerikanischer Klassiker. «Es ist einfach, schnell gemacht und hat nicht so viele fancy Zutaten, wie etwa das pflanzliche Geliermittel Agar-Agar oder eben Kala Namak. Das schreckt die Leute hoffentlich weniger ab», so Flo.

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So wenige Zutaten braucht's, um in den veganen Käsehimmel zu kommen. Bild: Jennifer Zimmermann

Die erste Überraschung: In die Sauce kommen eine Karotte und festkochende Kartoffeln. Ebenso überraschend: Zitrone. Natürlich bio, damit die Schale frei von Pestiziden ist. «Das Originalrezept ist mit Hafermilch, ich verwende aber lieber Sojamilch», erläutert Flo. Ausserdem verzichtet sie auf die Tapiokastärke. «Die ist nur dazu da, dass die Sauce Fäden zieht – wie Käse.»

Und so geht’s:

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Innenansicht Mixer. Zur Feier ihres Zusammenzugs haben sich Flo und ihre Partnerin einen Mixer der Edelklasse geleistet. Bild: Jennifer Zimmermann

Nach nur zwanzig Minuten kann das Essen angerichtet werden. Nach Käse schmeckt die Sauce nicht wirklich, aber so herzhaft und lecker wie «echtes» Mac’n’Cheese ist es allemal. Ich freue mich schon darauf, es nachzukochen!

Bonus-Rezept: Ghackets mit Hörnli

Veganes Gehacktes mit Hörnli
(aus «Greentopf» dem Pendent zum «Tiptopf»)

Für 4 Personen:
Für die Bolognesesauce 100 g Knollensellerie und 1 Karotte in kleine Würfel schneiden, 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe und je zwei Zweige Basilikum, Rosmarin, Oregano und Majoran fein hacken.

2 EL Olivenöl in einer Bratpfanne erhitzen, 200 g Sojagehacktes dazugeben und unter regelmässigem Rühren anbraten. Gemüse dazugeben und kurz mitbraten.

45 g Tomatenpüree unterrühren und weitere zwei Minuten anbraten.

Mit 1 dl Most ablöschen, 400 g gehackte Tomaten beigeben, Kräuter, 1 TL Rohzucker und 1 Prise Muskatnuss unterrühren.

4 dl Gemüsebouillon zugeben. Sauce aufkochen, 25 Minuten auf mittlerer Stufe köcheln lassen.

300 g Hörnli in kochendem Salzwasser al dente kochen.

Sauce bei Bedarf mit Salz und Pfeffer würzen, auf den Hörnli anrichten und mit Apfelmus servieren.

Lebensmittel, die Flo immer zu Hause hat:

Cashews als Käsealternative, zum Beispiel für Käsesauce, Ricotta oder Parmesan

Bananen für Smoothies, Pancakes, Nicecream (veganes Glace), Bananenbrot, Shakes mit Erdnussbutter

Pflanzenmilch für Smoothies, Müesli und Heissgetränke

Datteln als Süssungsmittel und im Shake mit Erdnussbutter

Fladenbrot für Burritos und Quesadillas

Tofu für Sandwiches, Rührtofu (Rührei-Alternative), Curry oder Bolognese

Kokosmilch für Curry, Gratins, Smoothies und Rahmspinat

Hefeflocken als Parmesanalternative, für Käsesauce und als Beilage über den Salat

Tahini (Sesammus) fürs Dressing zum Kumpir (gefüllte Ofenkartoffel), für Salatsaucen oder mit Burittos

Sojasauce für Currys und Salatsaucen

Sojagranulat für die Bolognesesauce

Süsskartoffeln für Currys, Kumpir und als Ofengemüse

Was sind deine veganen Lieblingsgerichte? Ab in die Kommentarspalte damit!

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Milch liegt nicht mehr im Trend

Video: srf/Roberto Krone

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