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Die Kunst der Hässlichkeit 

Nimm das, Selfie-Kultur: Die belgische Antwort auf den Voyeurismus  



Mothmeister, so nennt sich das Künstlerpaar, das dieses albtraumhafte Universum geschaffen hat, das bewohnt wird von maskierten Ungeheuern, von Zombie-Krankenschwestern, von bösen Clowns und Teufeln. 

Chipito ist 43 Jahre alt und steht meist selbst Modell für seine bizarren Szenarien, die seine Freundin dann fotografiert. Die Bilder seien seine Antwort auf die Selfie-Kultur der heutigen Zeit, auf den ständig und überall betriebenen Voyeurismus und das von den Massenmedien transportierte Schönheitsideal. 

Chipito mag nämlich das Fehlerhafte, das Unangebrachte und Revolutionäre, ja das Hässliche viel lieber als Perfektion, Angepasstheit und Schönheit. 

Er sei eben mehr der Surrealist. Weil den Belgiern stecke der Surrealismus einfach im Blut. 

«Wir sind Beliger. Der Surrealismus steckt in unseren Genen.»

In seinem Albtraumland posiert die maskierte Kreatur oft mit einem Tier. Einem ausgestopften Tier, das durch seine Steifheit noch ein bisschen unheimlicher wirkt. 

Die präparierten Tiere stammen alle aus der hauseigenen Kollektion des Künstlerpaares. Und sie kämen ganz einfach daran, weil es sich meist um unbeliebte Erbschaftsstücke handle, vor denen sich die Menschen derart fürchten, «dass sie sich fast in die Hosen machen.» Also lägen sie herum, irgendwo in Kellern und staubten da vor sich hin, bis Chipito kommt und sie ihnen abnimmt. 

Und diese eigenwilligen Belgier mögen nicht einfach nur präparierte Tiere, sie mögen vor allem die deformierten unter ihnen; das krummbeinige Rehkitz zum Beispiel. 

Chipito und seine Freundin reisen viel und überall hin, um urchige, verlassene und abgelegene Orte zu finden für ihre Fotografien. Und ihre Kuriositäten schleppen sie alle mit – dafür befinden sich ein paar Unterhosen weniger im Gepäck. 

Wenn euch die Bilder gefallen, könnt ihr sei bei Etsy auch kaufen.

(via Vocativ)

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