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epa04040772 A participant walks inside the congress center on the last day of the 44th Annual Meeting of the World Economic Forum (WEF), in Davos, Switzerland, 25 January 2014. The overarching theme of the Meeting, which takes place from 22 to 25 January, is 'The Reshaping of the World: Consequences for Society, Politics and Business'.  EPA/LAURENT GILLIERON

Sie kommen wieder: Politiker und Wirtschaftsführer konnten sich einzig darauf einigen, dass das WEF auch nächstes Jahr wieder in Davos stattfinden wird. Bild: EPA/KEYSTONE

Der Enthüller

Der Enthüller

Ziele nicht erfüllt: WEF findet auch nächstes Jahr statt

Buzz Orgler und pavel kulicka



Davos (den). Am Wochenende ging in Davos eine weitere Runde des World Economic Forums (WEF) zu Ende. Die Tagung, zu der prominente Vertreter aus Wirtschaft und Politik angereist waren, fing vielversprechend an. Um so ernüchternder fiel gestern das Fazit des Gründers Klaus Schwab aus. «Wir waren fest entschlossen, dieses Jahr die weltweiten Probleme wie Armut, Hunger, schlechte Arbeitsbedingungen, Umweltverschmutzung, den Konflikt im nahen Osten, den Bürgerkrieg in Syrien, die Ernennung des neuen Dschungelkönigs und noch vieles mehr zu lösen», so der 68- Jährige. «Doch leider ist uns das alles auch dieses Jahr nicht gelungen», gibt sich Schwab konsterniert.

Neben den Menschen, denen er auch dieses Jahr nicht helfen konnte, tut es Schwab auch für die vielen WEF-Unterstützer leid. «Wenn ich sehe, wie viele Pro-WEF-Demonstrationen dieser Tage abgehalten wurden, stimmt mich der erfolglose Ausgang unserer Tagung doppelt traurig. All die tapferen Demonstranten haben in der Kälte ausgeharrt um uns ihren Support mitzuteilen, weil sie noch an das Gute glauben. Dabei wurden sie von antikapitalistischen Polizeitruppen aufgehalten und drangsaliert», sagt Schwab. Er fürchtet nun, das WEF verliere seinen guten Ruf. «Ich hoffe, die Menschen sehen das WEF nicht als einen Anlass der Supermächtigen, bei dem viel gelabert, noch mehr gefeiert und wenig gehandelt wird. Das wäre falsch. Wir labern mindestens so viel, wie wir feiern.»

Die Polizei nimmt einige Teilnehmer der Anti-WEF Demo fest, am Samstag, 25. Januar 2014, in der Berner Innenstadt. Die Kundgebungsteilnehmer riefen unter anderem die Parole

Die Freunde der kommunistischen Berner Stadtregierung halten die WEF-Fans von einer Demo ab. Bild: KEYSTONE

Auch Promis ziehen Bilanz

Der irische Sänger Bono hat sich ebenfalls mehr vom WEF erhofft. «Wir haben erstaunlicherweise nichts, aber auch gar nichts auf die Reihe gekriegt. Das war zwar die letzten Jahre ebenfalls so, aber für dieses Jahr haben wir den Tagungsverlauf angepasst. So durfte eine bedeutungslose NGO ein Camp einrichten, bei dem sich unsere Teilnehmer eine Stunde lang als Flüchtling fühlen konnten. Natürlich waren die Vergewaltigungen nur gespielt und der Raum war anständig geheizt, auch zu trinken gab es im Camp genug. Jedoch mussten alle Teilnehmer ihre Handys abgeben, wie in der Realität ja auch. Ich denke, für die CEOs aus aller Welt war dies eine einschneidende Erfahrung», so Bono.

Doch nicht alle Besucher sind enttäuscht. Das Tessiner Model Xenia Tchoumitcheva behält ihren Besuch am Weltwirtschaftsforum in guter Erinnerung. «Ich finde das WWF schon seit meiner Kindheit eine gute Sache. Wir mussten jeweils von Tür zu Tür gehen und Kleber mit dem lustigen Pandabären-Logo verkaufen. Ich hoffe, dass ich auch nächstes Jahr wieder dabei sein kann. Die rauschenden Partys interessanten Gespräche möchte ich mir nicht entgehen lassen.»

Der Enthüller

Der Enthüller, das ist Chefredaktor Buzz Orgler und sein Praktikant Pavel Kulicka (Name von der Redaktion geändert). Auch wenn es für diesen Blog nicht nötig gewesen wäre: Der Chef hat Journalismus studiert und bereits Erfahrungen bei Zeitung, TV und Radio gesammelt. Er sieht in der Dämmerung umwerfend aus, ist charmant und Nichtraucher. Gleiches gilt auch für den Ressortleiter Kulicka, nur ist dieser weniger charmant, kann dafür aber Coke Zero von normaler Cola unterscheiden und das will was heissen. Ob das alles stimmt, was die zwei enthüllen? Natürlich nicht. Aber es könnte genauso gut wahr sein.

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