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In this Jan. 21, 2014 photo, shows the uninhabited, mangrove-fringed Goat Islands in southern Jamaica.  A skirmish has been brewing between the Jamiacan government and the conservation lobby over a transshipment port to be developed by state-run China Harbor Engineering Co. that is planned for the uninhabited Goat Islands in a swath of the island’s biggest protected area. (AP Photo/Jamaica Environment Trust, Jeremy Francis)

So soll die Bodensee-Insel dereinst aussehen. Bild: AP/Jamaica Environment Trust

Der Enthüller

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Ab auf die Insel: Schweizer Senioren werden umgesiedelt

pavel kulicka



Kreuzlingen (den). Die Schweizer Rentnerproblematik ist gelöst. Senioren, die zu Stosszeiten den ÖV blockieren oder Rentnerhorden, die um 12 Uhr im Migros-Restaurant seelenruhig einen Kaffee trinken, gehören bald der Vergangenheit an. «Wir haben beschlossen, auf dem Bodensee eine künstliche Insel zu errichten und alle Senioren über 70 Jahre auf diese Insel umzusiedeln», sagt Corinne Riedener vom Bundesamt für Senioren (BfS). 

Zwei Senioren unterhalten sich in einem Tram in Zuerich, aufgenommen im Jahre 1994. (KEYSTONE/Ayse Yavas) === ,  ===  : DIA]

Dieses Bild wird es bald nicht mehr geben: Rentner, die zu Stosszeiten das Tram vollstopfen. Bild: KEYSTONE

Das Material für die Insel stammt aus den Bohrungen für den Neat-Basistunnel, die Bauarbeiten begannen vergangenen Montag. Die Insel kann voraussichtlich diesen Sommer bezogen werden.

Für die Senioren soll der Umzug dereinst möglichst unspektakulär vonstatten gehen. «Die meisten werden eh nicht kapieren, was mit ihnen geschieht. Trotzdem werden wir eine Kaffee-Fahrt inklusive Rheumadeckenverkauf vortäuschen. Am Schluss laden wir sie einfach auf der Insel aus und gut is’», so Riedener. In ihrem neuen Heim werden die Senioren von deutschem und osteuropäischem Pflegepersonal betreut. «Da bleibt also alles beim Alten», gibt sich Riedener erleichtert. 

Bootstouren für Angehörige

Auch in ihrer neuen Heimat sollen sich die Rentner möglichst wohl fühlen. Darum wird jede Woche zusätzlich eine Gruppe Schwarzafrikaner auf der Insel wohnen. «Wir wissen doch, wie gerne sich Pensionäre über die vielen Neger aufregen. Das möchten wir ihnen nicht nehmen» so Projektleiterin Riedener. 

Doch auch ihren anderen Hobbies sollen die Senioren nachgehen können. «Rund um die Insel wird eine vollautomatisierte Tramlinie in Betrieb genommen», sagt Verkehrsplaner Lukas Wellauer. «Da können die Alten zu jeder Tages- und Nachtzeit einsteigen und so lange hockenbleiben, wie sie wollen. Wir werden auch ein paar Schauspieler engagieren, die gestresste Pendler auf der Suche nach einem freien Platz mimen. Das gibt den Alten noch einen zusätzlich Kick.»  

Betagte Damen sitzen auf einer Bank, aufgenommen 1996. Immer mehr Betagte klopfen bei der Sozialberatung der Pro Senectute an. Erstmals wurde im letzten Jahr die Grenze von 30000 Beratungsfaellen ueberschritten. Zwei Drittel der Ratsuchenden sind alleinstehende Frauen. (KEYSTONE/Michael Kupferschmidt)

Diese Zürcher Pensionäre freuen sich schon auf die geplante Kaffeefahrt. Bild: KEYSTONE

Schweizer Firmen profitieren ebenfalls von der Trauminsel im Bodensee. Die Zeitschriften «Gala» und «Schweizer Familie» müssen nur noch an einen zentralen Ort ausgeliefert werden, anstatt wie bis anhin in alle Schweizer Altersheime. Zusätzlich wird das Hilfswerk «Brot für alle» jede Woche eine Ladung altes Brot über der Insel abwerfen, damit die Bewohner die vorbeiziehenden Schwäne füttern können.

Für Familien, die ihre Grosseltern und sonstigen Verwandten auf der Insel besuchen wollen, werden Bootstouren organisiert. «Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder eine Fahrt zur Insel mit einem Aufenthalt von einer Stunde, oder eine Rundfahrt um die Insel, bei der man seinen Angehörigen vom Schiff aus zuwinken kann» so Verkehrsplaner Wellauer. «Abklärungen im Markt haben gezeigt, dass die meisten wahrscheinlich die Rundfahrt bevorzugen werden.»

Der Enthüller 

Hart recherchierte Fakten, fundierte Kritik und realistische Analysen? Die gibt es anderswo. Chefredaktor Buzz Orgler und sein Praktikant Pavel Kulicka decken auf, was keiner wissen will. Ob Berichte über einen Schwangerschaftstest fürs iPhone oder mit Zwiebeln verunreinigte Kebabs, die beiden gescheiterten Journalisten sind sich für keine Schlagzeile zu schade. Und schneller als die Wahrheit sind sie noch dazu.

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