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epa08524440 Students wearing face masks and one-meter social distancing wing-hats take part in a class at Ban Pa Muad School in San Sai district, Chiang Mai province, Thailand, 03 July 2020. Ban Pa Muad School, in northern Thailand, has created wing-hats, inspired by an ancient Chinese hat worn by the emperor and officials of the Song dynasty. The wing-hat was employed to ensure one meter in distance for children at the school.  EPA/PONGMANAT TASIRI

Was, wenn Social Distancing nicht so geregelt ist wie in dieser thailändischen Schule? Bild: keystone

Money Matter

«Kann ich als Person der Risikogruppe von anderen verlangen, Abstand zu halten?»

Sandro (46): «Ich gehöre zur Risikogruppe. Kann ich angesichts der Gefahr einer Corona-Ansteckung von meinen Mitmenschen verlangen, dass sie von mir Abstand halten?»

Elisabeth Rizzi / Comparis



Lieber Sandro

Die schlechte Nachricht vorweg: Genauso wenig wie bei Verletzen der Maskentragepflicht im öffentlichen Verkehr Bussen vorgesehen sind, hast du auf der Strasse eine gesetzliche Möglichkeit, Social Distancing einzufordern. Hier bist du auf das Verständnis deiner Mitmenschen angewiesen.

Schutzkonzepte für Gastrobetriebe und Detailhandel

Anders sieht es aus an öffentlichen Orten wie Geschäften, Restaurants, Bildungseinrichtungen oder Veranstaltungen: Hier hast du eine Handhabe. Denn hier hat der Bund Schutzkonzepte gefordert. Sollte der Mindestabstand hier nicht eingehalten werden, kannst du erst freundlich deine Mitmenschen auf die Vorschriften hinweisen und falls nötig vom Personal auch deren Durchsetzung verlangen.

Contentpartnerschaft mit Comparis.ch

Dieser Blog ist eine Contentpartnerschaft mit Comparis.ch. Die Fragen in dieser Rubrik wurden dem Kundencenter von Comparis gestellt und von Experten beantwortet. Die Antworten werden als Ratgeber in dieser Rubrik veröffentlicht. Es handelt sich nicht um bezahlten Inhalt. (red)

Gastrobetriebe müssen beispielsweise folgende Auflagen erfüllen: «Mitarbeitende und andere Personen halten 1,5 Meter Distanz zueinander. Für Arbeiten mit unvermeidbarer Distanz unter 1,5 Meter sollen die Mitarbeitenden durch Verkürzung der Kontaktdauer und/oder Durchführung angemessener Schutzmassnahmen möglichst minimal exponiert sein. Zwischen den Gästegruppen muss nach vorne und seitlich «Schulter-zu-Schulter» ein Abstand von 1,5 Metern und nach hinten «Rücken-zu-Rücken» ein 1,5-Meter-Abstand von Tischkante zu Tischkante eingehalten werden. Befindet sich eine Trennwand zwischen den Gästegruppen, entfällt der Mindestabstand.

Der Detailhandelsverband Swiss Retail Federation stellt seinen Mitgliedern Schutzkonzepte zur Verfügung, die ebenfalls einen Abstand von 1,5 Metern zwischen Personal und Kunden und Abstandsmarkierungen vorsehen. Das gilt vor allem für Schlangen an den Kassen.

Auch am Arbeitsplatz kannst du auf Abstand bestehen

Auch am Arbeitsplatz kannst du auf Social Distancing bestehen. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Mitarbeitenden sicherzustellen. Ist das nicht möglich, müssen entsprechende Schutzmassnahmen umgesetzt werden, wie etwa das Tragen einer Hygienemaske oder Trennwände. Für dich wichtig: Im Schutzkonzept muss eine Person bezeichnet werden, die für die Umsetzung des Konzepts verantwortlich ist und den Kontakt zu den kantonalen Behörden pflegt. An diese Person kannst du dich wenden, falls es am Arbeitsplatz Probleme gibt.

Wichtig: Seit dem 22. Juni ist es den Betrieben selbst überlassen, ob sie besonders gefährdete Personen von zuhause aus arbeiten lassen wollen. Ebenso sind die Arbeitgeber nicht mehr verpflichtet, besondere Schutzmassnahmen speziell für Personen einer Risikogruppe zu ergreifen.

Viele Grüsse von Comparis.ch

Fragen? Fragen!

Hast du noch Fragen zu diesem Thema? Oder hast du eine Frage, die die Comparis-Experten einmal beantworten sollten? Dann schreib eine E-Mail an money-matter@comparis.ch!

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