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Wie Elon Musk mit Tesla durchstartete
quelle: getty images north america / joe raedle
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Das nächste Apple? Am 30. April enthüllt Tesla die Super-Batterie für zuhause

Was Apple mit dem iPhone erreicht hat, will Elon Musk mit Energiespeichern schaffen. Kann das gelingen?



Bekannt ist Tesla für seine schnittigen und teuren Elektroflitzer und für seinen charismatischen Chef Elon Musk. Der 43-jährige Multimilliardär baut neben Autos auch noch Recycling-Raketen. 

Als Nächstes startet er nicht im Weltraum in ein neues Geschäftsabenteuer, sondern auf dem Heimatplaneten. Der Elektroauto-Pionier nutzt seine Erfahrungen, um eine «Konsumenten-Batterie» zu bauen. Die Details zum geheimnisvollen Akku-Projekt folgen am 30. April, wie ein Sprecher des Unternehmens nun bestätigt hat.

Wir wissen bereits, dass Tesla an einer Super-Batterie für den Heimgebrauch arbeitet. «Sie ist fertig entwickelt und sollte in den nächsten sechs Monaten in Produktion gehen», verriet Musk im Februar. Ende März folgte via Twitter die Ankündigung der Ankündigung.

Die Börse reagierte mit einem beachtlichen Kurssprung. Der Wert des Unternehmens stieg innert zehn Minuten um 900 Millionen Dollar – obwohl noch nicht klar war, was genau Tesla herausbringt.

Gelingt dem Unternehmen mit der Heim-Batterie, was Apple mit dem iPod und dem iPhone schaffte, also mit benutzerfreundlichen und massentauglichen Produkten die Weltmärkte zu erobern?

Bereits in Haushalten getestet

Zwar sind Energiespeicher für den Heimgebrauch nichts Neues und es existieren bereits Anbieter. Doch trauen offenbar einige Analysten Tesla zu, sich dank der starken Marke durchzusetzen. 

Grosse Lithium-Ionen-Batterien können den mit Solarzellen erzeugten elektrische Strom direkt vor Ort speichern und bei Bedarf wieder abgeben. In Kombination mit einer leistungsfähigen Solaranlage würde dies Hausbesitzern ermöglichen, energieautark zu leben, also gänzlich ohne «fremden» Strom aus dem Netz auszukommen.

Neben der «Tesla Home Battery» soll angeblich auch eine leistungsfähigeres Exemplar für grössere Läden und Einkaufszentren herauskommen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass die neuen Batterien bereits in 300 kalifornischen Haushalten sowie in rund einem Dutzend Wal-Mart-Läden getestet würden. Dies sein Teil eines Pilotprogrammes mit der Schwesterfirma SolarCity, die Solaranlagen herstellt. Musk ist daran massgeblich beteiligt.

Und der Wirkungsgrad?

Es gibt natürlich auch kritische Stimmen. Umweltschützer wenden ein, dass Lithium-Ionen-Akkus bei der Herstellung sehr viel Energie verschlängen und die Bilanz alles andere als positiv sei. 

Auch bezüglich Sicherheit werden Bedenken geäussert. In der Vergangenheit kam es wegen überhitzter Akkumulatoren verschiedentlich zu explosionsartigen Bränden.

Und schliesslich stellt sich die Frage nach dem Wirkungsgrad. Wie gross ist die Differenz zwischen dem, was in die Batterie fliesst und dem, was später für den täglichen Gebrauch wieder herauskommt?

Wie der Apple-Gründer

Sicher ist: Musk ist nicht einfach ein ökologisch denkender Wohltäter, der die Versorgungssicherheit erhöht und die Menschheit vor gefährlichen Blackouts bewahrt. Er will wirtschaftlich von dem Projekt profitieren. Zurzeit lässt er in Nevada eine «Gigafactory» bauen. Dort sollen Lithium-Ionen-Batterien massenhaft produziert werden.

Construction of the Tesla Gigafactory outside Reno, Nevada is shown February 18, 2015. Once known primarily for its casinos and quickie divorces, the Reno area has made impressive strides in its attempt to transform itself into a technology hub in the high-desert of Nevada. In the last few years, it has attracted big Silicon Valley names, including Tesla, Apple and Amazon. But now a new challenge has arisen for Reno: managing its success. Even as the region celebrates its economic wins, it is struggling to cope with the additional demands that the new businesses -- and the new residents they draw -- will place on Reno’s infrastructure, schools, and city services. To match Insight USA-RENO/TECH  Picture taken February 18, 2015.    REUTERS/James Glover II  (UNITED STATES - Tags: TRANSPORT BUSINESS SOCIETY)

Tesla-Grossbaustelle in der Wüste Nevadas. Bild: JAMES GLOVER/REUTERS

Musk wurde schon öfters mit Steve Jobs verglichen. Wie der 2011 gestorbene Apple-Gründer versteht es der Tesla-Chef geschickt, den Hype um die Firma und ihre innovativen Produkte zu beflügeln.

Dabei hätte es auch anders kommen können. Dass Tesla wie einst Apple nahe am Konkurs vorbeiging, ist einer neuen Musk-Biografie zu entnehmen. Im März 2013 habe er mit dem Projekt vor der Pleite gestanden und mit Google-Gründer Larry Page einen Übernahmeplan ausgehandelt, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf verlässliche Quellen. Doch dann stieg die Nachfrage nach den Elektroautos rasant – mittlerweile hat Tesla einen Börsenwert von rund 26 Milliarden Dollar.

Ob sich der Aufstieg fortsetzt, erfahren wir schon nächste Woche. Noch gibt es keine Bilder von den neuen Super-Batterien und auch die Preise sind bislang nicht «geleakt». Auch darin unterscheidet sich Tesla von Apple, das zurzeit noch ein Vielfaches wert ist.

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