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Verhaftungen nach Razzia im «Darknet»



Deutsche Sicherheitsbehörden haben zusammen mit Ermittlern in sechs weiteren europäischen Ländern - darunter der Schweiz - ein Netzwerk krimineller Internet-Handelsplattformen zerschlagen. Bei einer grossen Razzia wurden sechs Personen festgenommen.

Die Aktion habe sich gegen mutmassliche Betreiber und Nutzer sogenannter Darknet-Foren gerichtet, über die unter anderem Waffen, Drogen, gefälschte Ausweise, ausgespähte Daten und illegale Dienstleistungen wie das Hacken von Computern angeboten worden seien, erklärten die federführenden Ermittler der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft und des Bundeskriminalamts (BKA) am Montag.

Die grossangelegte Aktion fand demnach bereits am Dienstag und Mittwoch vergangener Woche statt. Durchsucht wurden 69 Wohnungen und Firmen in Deutschland, der Schweiz, Litauen, Russland, den Niederlanden, Frankreich sowie Bosnien-Herzegowina.

Die Fahnder stellten zahlreiche Computer, Speichermedien, Waffen und Bargeld sicher. Die Beamten beschlagnahmten zudem Computer-Server in Frankreich, Litauen, Russland und den Niederlanden. Über diese Geräte wurden die kriminellen Internet-Marktplätze betrieben.

Im Darknet («Dunkles Netz») können sich Internetnutzer unerkannt bewegen. Der nur über Anonymisierungsdienste erreichbare Bereich des Internets wird vor allem von Kriminellen genutzt. Diese setzen dabei Werkzeuge zur Verschleierung ihrer Datenspuren an, die auch von Menschen verwendet werden, die viel Wert auf ihre Privatsphäre legen oder in einem repressiven politischen System leben. (sda/dpa/afp)

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