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Bundesrat Alain Berset spricht waehrend einer Medienkonferenz des Bundesrates ueber die Situation des Coronavirus, am Freitag, 8. Mai 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bundesrat Alain Berset zeichnet als Gesundheitsminister verantwortlich für die geplante Proximity-Tracing-App. Das letzte Wort soll aber das Parlament haben. Bild: KEYSTONE

Kann man die Corona-Warn-App testen? Das sind die wichtigsten Fakten



Kann ich die Corona-Warn-App testen?

Nein. Das ist nur für einzelne Personen möglich, die von den Verantwortlichen eingeladen werden.

Wie gross ist die Gruppe der App-Tester?

Das hat der Bundesrat an der Medienkonferenz nicht verraten. Auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat dazu bislang keine Zahlen genannt. Es hiess lediglich, es handle sich um einen «begrenzten Nutzerkreis».

Gibt es negative Folgen durch die «Verzögerung»?

«Es hätte sowieso eine Testphase gegeben im Mai», sagte Gesundheitsminister Alain Berset. Vielleicht dauere es wegen des Parlamentsbeschlusses bis zur offiziellen App-Lancierung «ein paar Tage oder Wochen länger». Oder dann entscheide das Parlament, dass die App gar nicht lanciert werde, was er allerdings für sehr unwahrscheinlich halte, sagte Berset.

Kann man sich krank schreiben lassen, wenn die App einen Warnhinweis (zu einer möglichen Infektion) anzeigt?

Dies ist laut Bundesrat noch nicht geklärt.

Wann beginnt die Testphase?

Am 13. Mai 2020.

Der Bundesrat spricht übrigens von «Pilotphase».

Wie wird die Testphase gesetzlich geregelt?

Durch eine befristete Verordnung, die der Bundesrat am Mittwoch, 13. Mai, erlassen will.

Was ist für die App-Lancierung noch nötig?

In der Medienmitteilung steht:

[Der Bundesrat will] bis am 20. Mai eine dringende Botschaft vorlegen. Diese soll vom Parlament in der Sommersession im Juni beraten und verabschiedet werden. Bis die Gesetzesänderung beschlossen ist, soll die von der ETH, der EPFL und dem Bund entwickelte App in einer Pilotphase ausgiebig getestet werden.

Wann ist die Schweizer App offiziell verfügbar?

Das steht noch nicht fest. Das Parlament muss an der Sommersession (vom 2. bis 19. Juni) über die gesetzlichen Rahmenbedingungen diskutieren und entscheiden, ob und wie die Schweizer Corona-Warn-App lanciert wird.

Kann die App eine Selbstquarantäne verfügen?

Nein. Wenn App-User einen Warnhinweis erhalten, dass sie möglicherweise infiziert sind, werden sie lediglich aufgefordert, die Corona-Hotline anzurufen. Dort wird dann das weitere Vorgehen (Covid-19-Test etc.) besprochen.

Eine rechtsverbindliche Quarantäne kann nur der kantonsärztliche Dienst, über einen Arzt, verfügen.

Wann werden die User-Daten gelöscht?

In der Medienmitteilung vom 8. Mai heisst es, «alle Daten der App werden nach 21 Tagen laufend gelöscht».

Das von DP-3T konzipierte dezentralisierte Tracing-System sieht vor, dass die auf dem Server gespeicherten «Kontakt»-Daten automatisch gelöscht werden.

Erklärung: Dabei handelt es sich um die auf einem staatlichen Server gespeicherten, verschlüsselten Codes, die von infizierten Personen freiwillig hochgeladen wurden. Die Daten auf dem Smartphone werden sofort gelöscht, wenn die entsprechende App auf dem Gerät gelöscht wird. Zudem werden dann natürlich keine neuen Daten mehr hochgeladen, so dass sich das Tracing-System quasi von selbst deaktiviert.

Wie lange soll die App eingesetzt werden?

Die App soll laut Mitteilung des Bundesrates «nur in der Phase der Eindämmung zum Einsatz kommen».

Wie zuverlässig ist die App?

Das weiss die Öffentlichkeit noch nicht. Dafür werden in den kommenden Wochen Praxistests durchgeführt.

Quellen

Die Pressekonferenz mit Bundesrat Alain Berset am 8. Mai 2020:

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Joe Kilchmann (1) 09.05.2020 12:00
    Highlight Highlight Auf meinem Handy hat es gegen 100 apps. Für diese eine braucht es nun ein Gesetz. Noch Fragen?
    • Ueli der Knecht 09.05.2020 17:31
      Highlight Highlight Für die Staatstrojaner auf deinem Handy brauchte es auch ein Gesetz.
  • Ueli der Knecht 08.05.2020 23:08
    Highlight Highlight "Wann beginnt die Testphase?
    Am 13. Mai 2020.

    Der Bundesrat spricht übrigens von «Pilotphase».

    Wie wird die Testphase gesetzlich geregelt?
    Durch eine befristete Verordnung, die der Bundesrat am Mittwoch, 13. Mai, erlassen will."

    Gut. Dann warten wir mal den 13. Mai ab. Sicher ist bisher nur, dass auch das Testprozedere selbst auf dem Prüfstand steht.

    Ich bin gespannt, ob und wie gestestet wird, ob die App im medizinischen, bzw. epidemiologischen Sinn tatsächlich auch wirksam ist, oder nur ein nettes Gadget, welches nichts bringt oder gar kontraproduktiv ist (weil trügerische Sicherheit).
    • Ass 09.05.2020 16:18
      Highlight Highlight Ich frage micht eher wann es ein erstes Gejammer gibt, weil über die dauernd offene Bluethoot-Verbindung Bankdaten gestohlen werden.
  • deepsprings 08.05.2020 20:53
    Highlight Highlight Entweder man bringt die App jetzt,wo vieles wieder öffnet, oder man lässt es ganz sein. Diese Verzögerungen machen die App nicht wirklich glaubwürdiger für die, die sie eigentlich installieren wollten...
    • lilie 09.05.2020 10:58
      Highlight Highlight @2sel: Das Contact Tracing ist viel wichtiger, und das beginnt gleichzeitig mit den Öffnungen am Montag wieder.
  • Fairness 08.05.2020 19:28
    Highlight Highlight Ich denke, dass es sinnvoll wäre zu wissen, wo (Grossraum) es aktuell mehrere Infizierte hat. Das wäre ohne viel Aufwand möglich und anonym absolut kein Problem. Wäre sicher sehr hilfreich bei der Bekämpfung des Virus.
  • Randen 08.05.2020 19:20
    Highlight Highlight Am besten warten wir mit Restaurant und Ladenöffnung und weiterhin Homeoffice bis die App verfügbar ist.
    • lilie 09.05.2020 11:00
      Highlight Highlight @Randen: Das wird viel zu teuer und wird zu vielen Geschäften den Kragen kosten.

      Aber parallel zu den Eröffnungen wird ja das lückenlose Contact Tracing wieder aufgenommen. Das ist eh wichtiger als die App, weil ohne die Strukturen des kantonsärztlichen Dienstes auch die App nicht funktioniert.
    • Randen 09.05.2020 11:57
      Highlight Highlight @lilie Wie soll das denn funktionieren? Im Zug von Zürich nach Bern? In den Restaurants? Wie soll man da ein lückenloses Contact Tracing schaffen ohne, dass man die Kontaktdaten hinterlassen muss? Da würde die App wunderbar helfen. Die App ist kein Ersatz für andere Massnahmen aber sie erleichtert vieles.
    • lilie 09.05.2020 13:23
      Highlight Highlight @Randen: Das ist natürlich so. Aber das Problem ist, dass es bei der App viel zu viele Unsicherheumiten gibt: Wann kommt sie? Wird sie funktionieren? Wieviele Leute werden sie herunterladen? Und werden die Leute dann auch tatsächlich sich beim Kanton melden, wenn sie einen Alarm bekommen?

      Und ein riesiges Problem bleibt: Die App schützt nicht vor Ansteckung. Sie kann dich nur HINTERHER warnen, dass du womöglich angesteckt worden bist.

      Deshalb ist es wichtig, dass wir den Alltag im Griff haben. Und das heisst evt. Maskenpflicht im ÖV und Trennwände im Resti.

      Tracing ist nur das zweitbeste.

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