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Migrants are waiting to board on a cruise ship as they leave the Island of Lampedusa, Southern Italy, to be transferred in Porto Empedocle, Sicily, Friday, April 17, 2015.  An unprecedented wave of migrants has headed for the European Union's promised shores over the past week, with 10,000 people making the trip. Hundreds — nobody knows how many — have disappeared into the warming waters of the Mediterranean, including 41 migrants reported dead Thursday after a shipwreck. (AP Photo/Francesco Malavolta)

In Italien kommen laufend neue Flüchtlinge an. Bild: Francesco Malavolta /AP/KEYSTONE

Flüchtlinge: Rom warnt vor Kollaps bei Aufnahme von Bootsflüchtlingen



Die italienische Regierung warnt vor einem Zusammenbruch des Systems der Flüchtlingsaufnahme in Italien, sollte der Zustrom aus Nordafrika nicht gestoppt werden. Die Last, die Italien wegen der massiven Einwanderung trage, sei enorm, meinte Aussenminister Paolo Gentiloni in einem Interview mit RAI 3 am Dienstagabend.

«Es ist keine Drohung, sondern eine Feststellung: Italien könnte es bald allein nicht mehr schaffen, sollte die EU weiterhin die Flüchtlingswelle als italienisches und nicht als gesamteuropäisches Problem betrachten», meinte Gentiloni.

Drei Viertel der Migranten, die 2014 illegal nach Europa eingereist sind, seien in Italien eingetroffen. «Die Last, die Migranten zu identifizieren und festzustellen, wer Recht auf Asyl hat, lastet ganz auf unseren Schultern. Zum Glück sehe ich erstmals eine positive Reaktion auf unseren Forderungen seitens der EU», so Gentiloni.

GRAFIK --- Zahl der Fluechtlinge und der Toten seit 2010, Ankunftslaender 2014. (137 X 61mm quer) vom Dienstag, 21. April 2015 (KEYSTONE/Gerhard Riezler)

Italien trägt die grösste Last der EU-Länder. Bild: KEYSTONE

Laut dem Aussenminister werde sich die EU «für die nächsten 10 bis 20 Jahre» mit Einwanderungsströmen befassen müssen. «Es ist sinnlos, dass man Mauern aufbaut, um die Einwanderung zu blockieren», so Gentiloni.

Die EU-Aussen- und Innenminister hatten bei ihrem Treffen am Montag in Luxemburg einen Zehn-Punkte-Plan der Kommission unterstützt, der unter anderem eine Ausweitung der Seenotrettung und die Zerstörung von Schlepperbooten vorsieht. 

Der Plan soll auf dem EU-Gipfel am Donnerstag von den Staats- und Regierungschefs beraten werden. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker rief die Mitgliedstaaten am Dienstag zu mehr Solidarität auf. Länder wie Italien und Malta seien auf die Hilfe der anderen Mitgliedstaaten angewiesen. (sda/apa/cma)

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