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Insgesamt 56 Tote auf dem Balkan

Serbien hebt nach Rekordflut Ausnahmezustand auf



Nach der Jahrhundertflut in Serbien hat die Regierung am Freitag den Ausnahmezustand aufgehoben. Die Rettungsteams hätten in den überschwemmten Gebieten Serbiens 33 Tote geborgen, sagte Innenminister Nebojsa Stefanovic in Belgrad. Davon seien 13 Menschen ertrunken. Unklar blieb, wie die anderen ums Leben kamen. Schon am Vortag hatte die Regierung den Schaden des Unwetters auf rund eine Milliarde Euro geschätzt.

Insgesamt kamen auf dem Balkan infolge der Überschwemmungen 56 Personen ums Leben. Fast 150'000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Zehntausende von ihnen sitzen immer noch in Notunterkünften fest. Nach dem verheerenden Hochwasser auf dem Balkan stehen den Flutopfern nun kräftezehrende Aufräumarbeiten bevor. In den Überschwemmungsgebieten in Serbien, Bosnien-Herzegowina und Kroatien wurden tausende Häuser beschädigt.

Viele von ihnen werden wohl nie mehr bewohnbar sein, wie Kroatiens Wohnungsbauministerin Anka Mrak-Taritas am Freitag sagte. "Häuser, die vor 20 oder 30 Jahre gebaut wurden, können getrocknet und renoviert werden", sagte die Ministerin. «Aber bei älteren Häusern dürfte es einfacher sein, sie abzureissen und neue zu bauen.»

Vielerorts steckten Häuser und Strassen noch metertief im Schlamm. Tausende Rettungskräfte, Soldaten und Freiwillige waren damit beschäftigt, vom Hochwasser weggespülte Autowracks, tote Kühe und anderen Unrat wegzuräumen.

Im völlig überschwemmten nordbosnischen Ort Doboj wurden bereits 80 Lastwagen-Ladungen Müll eingesammelt - die städtische Müllkippe ist nach Angaben der Rettungskräfte bereits überfüllt. Auch tausende stinkende Tierkadaver müssen ins Nachbarland Serbien gebracht werden, weil die örtlichen Müllverbrennungsanlagen völlig überlastet sind. (sda/dpa/afp)

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