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epa06629918 A handout photo made available by the Egyptian Presidency shows Egyptian President Abdel Fattah al-Sisi casting his ballot paper during day one of the presidential elections at a polling station in Cairo, Egypt, 26 March 2018. Voting in the presidential election will take place over a three-day period, from 26 March to 28 March.  EPA/EGYPTIAN PRESIDENCY HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Amtsinhaber Abdel Fattah al-Sisi gibt seine Stimme in Kairo ab – er stand im Vorhinein als Sieger fest. Bild: EPA/EGYPTIAN PRESIDENCY

Ägypter bestätigen wie erwartet al-Sisi als Präsidenten – niedrige Stimmbeteiligung



Wiederwahl mit Makel: Bei der Präsidentenwahl in Ägypten ist Staatschef Abdel Fattah al-Sisi erwartungsgemäss mit grosser Mehrheit im Amt bestätigt worden. Nach ersten Prognosen habe er 92 Prozent der Stimmen auf sich vereint, meldeten staatliche Medien am Donnerstag. Die Wahlbeteiligung lag demnach allerdings nur bei etwa 41,5 Prozent.

Der Sieg von Amtsinhaber al-Sisi stand bei der international kritisierten Wahl von vornherein fest. Alle potenziellen Oppositionskandidaten waren verhaftet worden oder hatten ihre Bewerbung zurückgezogen.

Der einzige weitere Kandidat, der weitgehend unbekannte Politiker Mussa Mostafa Mussa, hatte sich als Anhänger des Präsidenten zu erkennen gegeben. Er bekam bei der Wahl nach Angaben der amtlichen Zeitung «Al-Ahram» drei Prozent der Stimmen.

Zwei Millionen ungültige Wahlzettel

Das Augenmerk richtete sich vor allem auf die Wahlbeteiligung, die als Indiz für den Rückhalt des seit 2014 amtierenden Ex-Generals in der Bevölkerung gilt. Trotz ständiger Wahlaufrufe von Behördenseite und kostenlosem Essen in einigen Wahllokalen gaben laut staatlichen Medien nur etwa 25 Millionen der 60 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab.

epa06634971 Egyptian electoral workers count ballots at the end of the final day of the Egyptian presidential election in Cairo, Egypt, 28 March 2018. Egyptians continued to head to polls on 28 March on the third and final day of the presidential elections in which the incumbent President Abdel Fattah al-Sisi is widely expected to ease to victory.  EPA/KHALED ELFIQI

In einem Wahlbüro in der Hauptstadt Kairo werden die Wahlzettel ausgezählt Bild: EPA/EPA

Davon hätten etwa zwei Millionen ihre Wahlzettel ungültig gemacht, indem sie Namen von Kandidaten notierten, die nicht zugelassen waren, berichtete «Al-Ahram». Das offizielle Endergebnis der Wahl soll am Montag verkündet werden.

Die Präsidentenwahl 2014 hatte al-Sisi mit knapp 97 Prozent der Stimmen gewonnen. Da die Beteiligung damals zunächst nur bei 37 Prozent lag, fügten die Behörden kurzerhand einen dritten Wahltag an, so dass die Quote letztlich auf 47.5 Prozent stieg.

Geldstrafen für Nicht-Wähler

Die nationale Wahlbehörde hatte am Mittwoch, dem letzten Tag der Abstimmung, Nichtwählern mit Geldstrafen von 23 Euro gedroht. Die dreitägige Wahl verlief ohne grössere Zwischenfälle und unter hohem Sicherheitsschutz, nachdem bei einem Attentat in Alexandria am Samstag zwei Polizisten getötet worden waren.

Wegen drohendem Verkehrskollaps in Kairo: Ägypten plant neue Stadt

Al-Sisi hatte nach dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Juli 2013 die Macht in Ägypten übernommen und wurde 2014 erstmals zum Präsidenten gewählt. Viele Ägypter sehen in ihm den «starken Mann», der dem Chaos nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Husni Mubarak im Jahr 2011 ein Ende setzte.

Menschenrechtsgruppen werfen al-Sisi vor, dass seine Herrschaft mittlerweile repressiver sei als die von Mubarak. Dies und die anhaltende Wirtschaftskrise samt erheblichen Preissteigerungen schaden dem Ansehen des Staatschefs, der wirtschaftliche Stabilität versprochen hatte. (sda/afp)

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