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Zahl der Morde in Brasilien nimmt in Corona-Krise zu



A woman carries a candle during a vigil to protest against the murder by security guards of Joao Albert Silveira Freitas after breaking into the store at the Carrefour supermarket, in Brasilia, Brazil, Thursday, Nov 26, 2020. Joao Alberto Silveira Freitas, of Brazilian African descent, died after being beaten by supermarket security guards in the southern Brazilian city of Porto Alegre on the eve of Friday's Black Consciousness Day observations, sparking outrage as videos of the incident circulated on social media. (AP Photo/Eraldo Peres)

Die Gewalt in Brasilien nimmt in der Pandemie zu. Bild: keystone

Während der Corona-Krise hat die Gewalt in Brasilien wieder zugenommen. Im grössten Land Lateinamerikas wurden im vergangenen Jahr 43'892 Tötungsdelikte registriert, wie das Nachrichtenportal G1 am Freitag berichtete.

Das war ein Anstieg um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr und entspricht einer Mordrate von 20,89 Fällen je 100'000 Einwohnern. Zum Vergleich: In der Schweiz liegt die Mordrate bei etwa 0,7.

Damit wurde der positive Trend gestoppt. In den vergangenen Jahren waren die Tötungsdelikte in Brasilien deutlich zurückgegangen. 2019 fiel die Zahl der Morde um 19 Prozent auf 41'635 – das war der niedrigste Stand seit Beginn der systematischen Erhebung im Jahr 2007. Dennoch ist Brasilien weiterhin eines der gewalttätigsten Länder der Welt.

Die Zunahme der Gewalt dürfte nach Einschätzung von Experten vor allem mit Konflikten in der Unterwelt zu tun haben. Auf Phasen der Waffenruhe zwischen kriminellen Organisationen folgen immer wieder Machtkämpfe um Einflussgebiete, während derer die Zahl der Tötungsdelikte wieder steigt. Auch die Lockerung des Waffenrechts unter dem rechten Präsidenten Jair Bolsonaro könnte die Entwicklung begünstigt haben. (aeg/sda/dpa)

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