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Warum Belgien die höchste Todesrate weltweit hat



Belgium's King Philippe, second left, and Queen Mathilde, second right, speak to medical staff while visiting the Regional Hospital Center in Liege, Belgium, during the outbreak of the COVID-19 virus, Friday, April 17, 2020. While supermarkets and pharmacies remain open Belgium continues to be on partial lockdown to prevent the spread of the coronavirus. (Daina Le Hardic, Pool Photo via AP)

Das belgische Königspaar informiert sich vor Ort. Bild: AP

In Belgien sorgen die aktuellen Corona-Zahlen für Beunruhigung. Denn sieht man sich die Zahlen der Johns-Hopkins-Universität an, sterben in Belgien trotz strikter Ausgangsbeschränkungen pro Kopf so viele Menschen am Coronavirus wie in keinem anderen Land.

Zum Vergleich: In der Schweiz beträgt die Mortalität derzeit 5.3 Prozent. Doch wie kommen diese Zahlen zustande? Warum sterben in Belgien anscheinend so viel mehr Menschen als in allen anderen Ländern?

Regierung verspricht «grösstmögliche Transparenz»

epa08364907 Belgian Prime minister Sophie Wilmes during a press conference following the National security council on Covid-19 (Coronavirus), in Brussels , Belgium 15 April 2020.  In order to contain the spread of coronavirus, Belgium is implementing confinement guidelines for the public which is scheduled to be in place until 03 May 2020. Only supermarkets and essential trade will remain open.  EPA/DIDIER LEBRUN / POOL

Sophie Wilmès Bild: EPA

Premierministerin Sophie Wilmès nannte im «Spiegel» die unterschiedliche Zählweise als einen Grund. So würden nicht nur die positiv auf Corona getesteten Todesfälle in die Statistik in Belgien einfliessen, sondern auch die Verdachtsfälle. Menschen, die beispielsweise in Pflegeheimen oder Krankenhäusern sterben und vorher mit Corona-Patienten Kontakt hatten, werden somit automatisch als Corona-Opfer mitgezählt. Die Regierung wolle dadurch sicherstellen, gegenüber den Bürgern mit «grösstmöglicher Transparenz» zu arbeiten, so Wilmès.

In Frankreich und Grossbritannien wurden Todesfälle in Pflegeheimen lange Zeit gar nicht berücksichtigt. Der belgische Virologe Steven Van Gucht sagte gegenüber «Politico», Vergleiche mit anderen Ländern seien daher nicht möglich.

Der Virologe betont:

«Wer unsere Zahl mit anderen Ländern vergleichen will, muss sie durch zwei teilen.»

Steven Van Gucht quelle: Politico

Pfleger arbeiteten wochenlang ohne Schutzkleidung

Ein weiterer Grund für die erschreckenden Todeszahlen in Belgien könnten aber auch die mangelnden Schutzvorkehrungen in Krankenhäusern und Pflegeheimen sein. Laut einem Bericht der belgischen Tageszeitung «Le Soir» arbeitete das Pflegepersonal auch Wochen nach dem Ausbruch noch ohne wirkliche Schutzausrüstung.

Vielerorts mangele es an geeigneter Kleidung und Masken – mit verheerenden Folgen. Denn vor allem die Pflege- und Altenheime sind vom Coronavirus betroffen. Mehr als die Hälfte der Corona-Toten in Belgien sind in Alten- und Pflegeheimen aufgetreten.

Sechs Millionen Masken vernichtet

Wie belgische Medien kürzlich berichteten, wurden im Jahr 2019 zudem sechs Millionen FFP2-Atemschutzmasken vernichtet, weil das Verfallsdatum überschritten war. Allerdings wurden aus Kostengründen keine Masken nachbestellt. Diese fehlen nun im Kampf gegen das Coronavirus.

Der «Spiegel» nennt ausserdem die hohe Luftverschmutzung als einen weiteren möglichen Grund. Ähnlich wie New York und Madrid seien Orte mit hoher Luftverschmutzung oftmals auch Corona-Hotspots. Belege für einen Zusammenhang gibt es jedoch nicht.

Auch die hohe Bevölkerungsdichte Belgiens sowie die zentrale Lage inmitten von Europa, die für hohen Durchgangsverkehr sorgt, gelten als mögliche Erklärungen für ein besonders starkes Corona-Auftreten.

In Expertenkreisen ist die belgische Zählweise der Todesopfer übrigens durchaus umstritten. Zwar reduziert diese die Dunkelziffer, doch ob die Realität dadurch besser abgebildet wird, bleibt unklar. (watson.de)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Nume no eis, bitteee! 23.04.2020 11:54
    Highlight Highlight „Der «Spiegel» nennt ausserdem die hohe Luftverschmutzung als einen weiteren möglichen Grund. Ähnlich wie New York und Madrid seien Orte mit hoher Luftverschmutzung oftmals auch Corona-Hotspots. Belege für einen Zusammenhang gibt es jedoch nicht.“

    Kausalität oder Korrelation? 🤔
    • Rabbi Jussuf 23.04.2020 13:12
      Highlight Highlight Weder noch!
      Da wurde nur etwas herausgepickt, was schön in die enstrpechende Ideologie passte.
      Es gibt wesentlich verschmutztere Orte, die nur durchschnittliche Probleme mit dem Virus haben und umgekehrt.
      Dass es bei Norditalien grade passte, ist auch nicht weiter verwunderlich.

      Was redet der da von Madrid? Zürich oder Basel haben eine höhere Luftverschmutzung.

      Es handelt sich also nicht einmal um Korrelation, sondern einfach darum ein Gerücht in die Welt zu setzen, vermutlich um die Klimaerwärmung nicht vergessen zu machen. :-)
  • Marat 22.04.2020 21:59
    Highlight Highlight “Von etwa 40'000 bestätigten Fällen starben rund 6000 Menschen.
    Konkret liegt die Mortalität (Sterberate) in Belgien so bei mehr als 14 Prozent.“ Sie sprechen von Letalität. Die Mortalität ist das Verhältnis der Toten zur Gesamtbevölkerung.
  • Tschowanni 22.04.2020 20:36
    Highlight Highlight Man nimmt einen Zähler, von dem man weiss, dass er nicht stimmt. Man nimmt einen Nenner von dem man weiss, dass er nicht stimmt. Und vom resultierenden Quotienten sagt man dann, dass er gefühlt richtig sei."
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 22.04.2020 17:58
    Highlight Highlight Das ganze Zahlen vergleichen bringt halt nichts, weil alle Länder sie anders erheben. Da kann sich dann halt jeder das Aussuchen was ihm passt.
    Ein interessanter Vorschlag, den ich heute in der NZZ aufgeschnapp habe ist, die Zahl der unerwarteten Toten zu vergleichen. Sprich man schaut in jedem Land wie viele Menschen würde man erwarten, dass sie sterben, aus der Erfahrung der letzten Jahre und vergleicht sie mit den atktuellen Todeszahlen.
    • Varanasi 22.04.2020 23:11
      Highlight Highlight Das kann man in der Übersterblichkeit sehen.
      Dazu gibt es jetzt schon einige Daten.
    • Rabbi Jussuf 23.04.2020 01:57
      Highlight Highlight Auch diese Zahlen sagen nicht viel aus. Dafür sind wir noch zu nahe dran. Das kann man erst analysieren, wenn man ein paar Monate bis ein Jahr im Blick hat und viele äussere Faktoren mit einbeziehen kann. Selbst dann dürfte es schwierig werden, zum Beispiel dank der total veränderten Wirtschaftslage, die eben auch einen Einfluss hat.
  • Hypatia 22.04.2020 16:37
    Highlight Highlight Man sollte vielleicht darüber nachdenken, was wir mit "eigentlicher Todesursache" denn meinen. Vieles deutet darauf hin, dass das Virus in einem schon geschwächten Milieu seine verheerende Wirkung entfaltet, sodass der Infizierte verstirbt. Das ist vermutlich auch bei den meisten verstorbenen Bewohnern Belgischer "Wohnsorgzentren" der Fall, die nun zu den Opfern der Coronapandemie gezählt werden.

    Das Virus wirkt also eher als eine Art Katalysator, der den Sterbeprozess beschleunigt. Und das gilt meines Erachtens mehr oder minder auch für alle anderen Risikogruppen.

  • Clank 22.04.2020 16:06
    Highlight Highlight Zählweise hin oder her. Der Wachstumskurve in Belgien verlief trotzdem komplett anderst als z.b. in der Schweiz. Obwohl man früher mit den gleichen Massnahmen reagierte.
    Diese unterschiedliche Entwicklungen zeigen doch nur Widersprüche auf in der Behauptung, die Massnahmen wären tatsächlich wirksam und entscheidend.
  • Skip Bo 22.04.2020 13:41
    Highlight Highlight Masken mit Verfalldatum. Worin besteht eigentlich der Nachteil bei abgelaufenem Datum? Bei licht- und kälte/hitzegeschützter Lagerung nehmen die Teile doch keinen Schaden. Das Ablaufdatum dient hier wahrscheinlich der Umsatzförderung.
    • Rabbi Jussuf 22.04.2020 14:52
      Highlight Highlight Doch, der Gummi wird mit der Zeit spröde.

      Wäre schon dumm, wenn man sich auf der sicheren Seite glaubt und dann erst merkt, dass alle Gummis reissen.
    • Liselote Meier 22.04.2020 16:42
      Highlight Highlight Nein, die Membrane im Filter ist das Problem. Ist das selbe wie bei einem Kombi-Filter einer Gasmaske. Der hält nicht ewig auch eingelagert nicht.

      Bei alten Masken kommt noch dazu, bis in die 90er wurde da Teilweise auch Asbest verwendet, ergo Finger weg von alten Filtern.

  • Locutus70 22.04.2020 13:36
    Highlight Highlight Das Hygieneregime in Spitälern, Alten- und Pflegeheimen ist unter aller Kanone. Vorrangig in Italien, Spanien und Belgien - aber auch in der Schweiz oder Deutschland gibt es Mängel. Das war auch schon vor Covid19 so, nur hat es da kaum einen interessiert bzw. es wurde in der Öffentlichkeit nicht kommuniziert.

    Und das sie jeden Verdachtsfall als Covid19-Todesfall deklarieren, naja Italien macht es bei allen Lungenerkrankungen ebenso.

    Das Schlimme an dieser unterschiedlichen Zählerei und auch Schlamperei ist, das man so eben keine Rückschlüsse in Bezug auf weitere Maßnahmen ziehen kann.
  • lilie 22.04.2020 13:16
    Highlight Highlight Finde es ziemlich fragwürdig, dass Belgien Todesfälle im Altersheim einfach als Coronatote zählt, nur weil sie Kontakt mit einem Infizierten hatten. Leute im Altersheim sterben (oh, Überraschung!) auch mal einfach so.

    Auch falsch finde ich, Leute im Altersheim einfach nicht zu zählen. So nach dem Motto, die haben wir eh schin abgeschrieben. ☹

    Bei uns wurden ja viele Infizierte in Altersheimen gezählt, die aber gar keine Symptome hatten. Also können sie ja auch nicht an Covid-19 sterben.

    Am besten wäre es deshalb, die WHO gäbe verbindliche Kriterien raus: Test positiv plus Symptome.
    • Varanasi 22.04.2020 13:37
      Highlight Highlight In Gross Britannien werden Leute die ausserhalb von Krankenhäusern an Corona sterben, gar nicht gezählt.
      Das führt dazu, dass man inzwischen von der doppelten Zahl von Toten ausgeht. Laut neusten Schätzungen um die 41.000.
    • lilie 22.04.2020 14:48
      Highlight Highlight @Varanasi: Ich glaube, China sagte auch, sie hätten die Leute, die zuhause starben, zuerst nicht gezählt und hätten deshalb die Zahl korrigieren müssen.

      Dass es Länder gibt, welche nicht genug testen können und deshalb gar nicht in die Nähe von halbwegs verlässlichen Zahlen kommen können (etwa in Indien oder in Afrika), ist zwar unglücklich, aber leider ja anscheinend sogar in Europa nicht selbstverständlich.

      Aber ungetestete Leute zu zählen, finde ich fast noch falscher. Da verliert man doch den Überblick.
    • Rabbi Jussuf 22.04.2020 14:59
      Highlight Highlight Varanasi
      Nö.
      Es werden eher wenige ausserhalb eines Spitals/Pflegeheimes sterben, weil zuvor ja starke Symptome auftreten, die eine Einweisung nötig machen.
      Wenn dann noch die Toten abgezählt würden, die nur mit Covid gestorben sind, dann kommen wir bei etwa einer schwereren Grippe an, was das Todesfallrisiko anbelangt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • maxx6000 22.04.2020 12:57
    Highlight Highlight Inwiefern hat fehlende Schutzkleidung mit einer erhöhten Mortalitätsrate zu tun? Diese ist ja prozentuell, gemessen an der Anzahl Infektionen...fehlende Schutzkleidung führt einfach zu mehr Ansteckung und in absoluten Zahlen zu mehr Toten
    • Rabbi Jussuf 22.04.2020 15:03
      Highlight Highlight Stimmt.
      Das Problem dabei ist aber die Überlastung. So können viele nicht mehr akkurat behandelt werden. Dadurch erhöht sich eben die Sterblichkeit auch, wie in Italien.
  • swisskiss 22.04.2020 12:25
    Highlight Highlight Abgerechnet wird NACH der Pandemie und es wird die Jahresstatistik der Todesfälle des Landes betrachtet und die Differenz zu durchschnittlichen Jahren als verlässliche Zahl genommen.

    Alles Andere ist nicht seriös, da weder Testmenge, Testfrequenz, Meldestandards oder Todesursache, einem Ländervergleich standhält.

    Hier mal die Zahlen der einzelnen Länder vergleichen und die Anzahl der Infizierten und Toten.
    Oder glaubt Irgendjemand, dass Russland doppelt soviele Infizierte wie die Schweiz hat und dreimal weniger Tote?

    https://coronavirus.jhu.edu/map.html

    Auf das Land links klicken
    • Rabbi Jussuf 22.04.2020 15:04
      Highlight Highlight Warum nicht?
      Vodka hilft gegen alles.
  • Fairness 22.04.2020 10:42
    Highlight Highlight Solange es national und auch international keine ordentlichen Kriterien zum Testen und Zählen gibt, gibt es auch keine verlässlichen und vergleichbaren Zahlen.
  • LifeIsAPitch 22.04.2020 10:21
    Highlight Highlight Es stellt sich überhaupt die Frage, inwiefern die ganzen Statistiken seriösen Aussagewert haben, da offenbar unterschiedliche Kriterien angewendet werden. Und so wird man wird das Gefühl nicht los, dass einige Länder (oder deren Politiker) in erster Linie alles daran setzen, durch ein geschöntes Ranking in möglichst gutem (Wähler-)Licht dazustehen.
    • Pipikaka Man 22.04.2020 12:18
      Highlight Highlight Belgien macht offenbar das Gegenteil, das gleiche machen Frankreich und Grossbritanien, Italien macht das selbe. Man zählt Verdachtsfälle mit, ohne sie genau getestet zu haben. Ich denke das in Wirklich die Todesrate eigentlich tiefer ist. Vor allem die von Belgien, deren Regierungschefin offenbar nicht weiss was das Wort Transparenz bedeutet.
  • civil_discourse 22.04.2020 10:18
    Highlight Highlight Luftverschmutzung scheint schon eine (Mit-)Ursache für die Schwere der Fälle zu sein, bzw. deren ungleiche Verteilung: Wuhan, Lombardei u Madrid weisen einerseits langfristig hohe NO2-Werte auf und haben zudem geographisch bedingt recht wenig Abluftzirkulation.
    https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0048969720321215
    s.zB NO2-Tabelle unten hier, Belgien, UK etc haben NO2-Mittelwerte über 20ug/m³.:
    https://www.eea.europa.eu/themes/air/health-impacts-of-air-pollution
    www.theguardian.com/environment/2020/apr/20/air-pollution-may-be-key-contributor-to-covid-19-deaths-study
    • Rabbi Jussuf 22.04.2020 15:15
      Highlight Highlight Klar, wenn man sich gerade das herauspickt, was einem in den Kram passt.
      Die Verschmutzung in China ist nicht vergleichbar mit der Verschmutzung in Europa.
      Zudem liegen belgische Städte im europäischen Mittelfeld. Einzig Norditalien hat einige Spitzenreiter. Das wars dann aber auch.
      Hört doch auf mit diesen Verdächtigungen. Das grenzt schon beinahe an Verschwörungstheorien - nur weil es grad in die eigene Ideologie passt.

      Selbst Wuhan ist im chinesischen Mittel. Es gibt wesentlich schlimmere Gebiete.
  • insert_brain_here 22.04.2020 10:11
    Highlight Highlight "wurden im Jahr 2019 zudem sechs Millionen FFP2-Atemschutzmasken vernichtet, weil das Verfallsdatum überschritten war. Allerdings wurden aus Kostengründen keine Masken nachbestellt."

    Das ist gelebte Bürokratie, Dienst nach Vorschrift. Die Masken werden selbstverständlich entsorgt denn dafür ist jemand persönlich verantwortlich und der wird geköpft falls auch nur einziger Vorfall eventuell darauf zurückgeführt werden kann. Bei den Neuanschaffungen ist vermutlich nicht 100% klar wer zuständig ist also don't care.
    • Saraina 22.04.2020 11:02
      Highlight Highlight Nein, Vorschrift wäre wahrscheinlich gewesen, neue Masken nachzubestellen, vor dem Ablaufdatum der alten. Aber weil uns Europäern ja nicht wirklich etwas passieren kann, oder so, kann man sich diesen Posten ja sparen... genau wie bei uns, wo weder Bund noch Spitäler und Heime das Pflichtlager hielten, und vorsorglich den Vorrat an Desinfektionsalkohol auflösten.
    • P. Meier 22.04.2020 11:18
      Highlight Highlight Mich interessiert, warum solche Masken ein Ablaufdatum haben. Gibt es da chemische oder mechanische Reaktionen bei sachgerechter Lagerung?
    • ZimmiZug 22.04.2020 11:42
      Highlight Highlight Solche Ausrüstung sollte erst vernichtet werden, wenn Ersatz da ist. Lieber reduzierter Schutz als kein Schutz
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hugo23 22.04.2020 10:01
    Highlight Highlight Die unterschiedlichen Zählmethoden sind wirklich ein Problem!
    China hat aufgehört zu zählen. Belgien zählen auch unbestätigte Verdachtsfälle.
    Bei uns zählt man nur die Laborbestätigten Fälle....
    Die azahlen sind leider überhaupt nicht vergleichbar...
    Ich finde die Zählmetjode in der Schweiz korrekt, btw. ;-)
  • Tobias K. 22.04.2020 09:58
    Highlight Highlight Mutmassungen über Mutmassungen. Solange die Dunkelziffer der infizierten nicht bekannt ist, lässt sich über die Sterberate gar nichts sagen. Und das ist in jedem Land so.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 22.04.2020 10:05
      Highlight Highlight Egal wue hoch die Dunkelziffer bei den infizierten ist, der Anteil an Toten im vergleich zur Einwohnerzahl verändert das nicht und darum geht es im Artikel.
    • Gubbe 22.04.2020 10:10
      Highlight Highlight Vielleicht wird das Virus über deren bekannte Erzeugnisse wie Pommes Frites, Bier und Schokolade von den Brüsseler EU-Parlamentierenden weiter verteilt, eventuell.
    • Maya Eldorado 22.04.2020 10:16
      Highlight Highlight Was steckt alles hinter diesen "getürkten" Zahlen.
      Bleibt das immer immer im Dunkeln oder werden wir mal erfahren, was alles dahinter steckt?
      Die Wirtschaft steckt weltweit am Serbeln. Hat es dahinter unbekannte Ziele?
      Dem Coronavirus wird alles geopfert.
      Mir ist mulmig dabei.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Now 22.04.2020 09:58
    Highlight Highlight "Menschen, die beispielsweise in Pflegeheimen oder Krankenhäusern sterben und vorher mit Corona-Patienten Kontakt hatten, werden somit automatisch als Corona-Opfer mitgezählt. Die Regierung wolle dadurch sicherstellen, gegenüber den Bürgern mit «grösstmöglicher Transparenz» zu arbeiten, so Wilmès."

    Offensichtliche Irreführung der Bevölkerung als Transparenz zu verkaufen ist schon nochmals ein sehr kreativer Ansatz. Gerade in Zeiten, wo es sowieso schon den meisten schwerfällt, die Ereignisse einzuordnen und in Relation zu setzen, sicher sehr hilfreich...
  • Dr. Unwichtig 22.04.2020 09:57
    Highlight Highlight "Wer unsere Zahl mit anderen Ländern vergleicht, muss sie durch zwei teilen" - oder auch durch drei. Oder mal drei?

    Diese Vergleiche von Massnahmen und Fallzahlen sind absolute Zeitverschwendung. Das Kriterium, ob ein Land die Epidemie im Griff hat oder nicht, ist einzig, ob das Gesundheitssystem Überlastungsanzeichen zeigt oder nicht. So waren die Massnahmen zu Anfang auch gedacht - mittlerweile ist daraus ein Rennen um möglichst wenig Fälle geworden...
    • Kritisch Hinterfragen 22.04.2020 11:11
      Highlight Highlight Gratuliere, genau das passiert. Und das nützt niemandem.

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