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Die kalte Rache des John Bolton – doch auch seine eigene Rolle ist problematisch

Ex-Sicherheitsberater John Bolton malt ein verheerendes Sittengemälde des Weissen Hauses. Donald Trump gehe es nur um sich selbst. Doch auch Boltons eigene Rolle ist problematisch.

Fabian Reinbold, Washington / t-online



Ein Artikel von

T-Online

Wer über Donald Trump den Kopf kräftig schütteln will, findet in John Boltons Enthüllungsbuch reichlich Gelegenheit: Laut seinem früheren Nationalen Sicherheitsberater agierte Trump oft komplett ahnungslos: Wusste nicht, dass Grossbritannien eine Atommacht ist. Fragte, ob Finnland ein Teil Russlands sei.

Bolton malt ein Sittengemälde des Weissen Hauses, in dem Chaos, Streit und Lügen regieren und an dessen Spitze ein Präsident steht, der Politik nach Bauchgefühl und persönlichen Interessen macht, sich dabei aber von autoritären Herrschern, denen er auf der Weltbühne begegnet, austricksen lässt.

Hinter seinem Rücken soll selbst Aussenminister Mike Pompeo, öffentlich der treueste Unterstützer Trumps, gesagt haben, der Präsident rede nur Unsinn – wörtlich:

«He is full of shit.»

Pompeo über Trump

John Bolton, bis September 2019 der Nationale Sicherheitsberater und damit einer der engsten Mitarbeiter Trumps, gibt in seinem Buch Innenansichten aus einem dysfunktionalen Weissen Haus. Er ist der bisher ranghöchste Berater, der solch ein Werk vorlegt. Bolton ist erzkonservativer Republikaner und damit kein natürlicher Gegner Trumps. Doch die bislang bekannten Auszüge aus seinem Buch verdeutlichen, dass er auch die Person Donald Trump und dessen Regierung beschädigen will.

FILE - In this June 11, 2020, file photo, Secretary of State Mike Pompeo speaks at the State Department in Washington. The Trump administration is ramping up pressure on Syrian President Bashar Assad and his inner circle with a raft of new economic and travel sanctions for human rights abuses. (Yuri Gripas/Pool via AP)

Auch Aussenminister Mike Pompeo soll gemäss Bolton über Trump lästern. Bild: keystone

Heftige Vorwürfe zum Umgang mit China

Der Insider-Bericht mit dem Titel «The Room Where It Happened» («Der Raum, in dem es geschah») soll am kommenden Dienstag erscheinen. Das Justizministerium will die Veröffentlichung per einstweiliger Verfügung verhindern, weil das Buch Passagen enthalte, die die nationale Sicherheit gefährdeten. Seit Monaten zerren Weisses Haus und Bolton um die Freigabe des Inhalts.

Die Entwicklung in der Nacht

Nach schweren Anschuldigungen von John Bolton gegen ihn hat US-Präsident Donald Trump seinen ehemaligen Nationalen Sicherheitsberater kritisiert. «Er hat das Gesetz gebrochen», sagte Trump am Mittwochabend (Ortszeit) in einem Interview des TV-Senders Fox. Die bekannt gewordenen Informationen aus Boltons Buch, das nächste Woche veröffentlicht werden soll, seien als geheim eingestuft. Trump bekräftigte damit seine Position vom Montag, ging aber nicht direkt darauf ein, ob Boltons Vorwürfe stimmen oder nicht. Dem «Wall Street Journal» gegenüber bezeichnete Trump Bolton derweil als «Lügner», den jeder im Weissen Haus gehasst habe.

Der Handelsbeauftragte der US-Regierung, Robert Lighthizer, wies Boltons Behauptungen über Trump und Xi als «völlig verrückt» zurück. «Ich kann mich nicht erinnern, dass dies jemals passiert ist. Ich glaube nicht, dass es wahr ist», sagte er in einer Senatsanhörung.

Trump hatte seinen engen Vertrauten Bolton im September als Sicherheitsberater geschasst - wegen Meinungsverschiedenheiten. Bolton kündigte bereits damals an, er werde zu gegebener Zeit seine Sicht auf die Dinge darlegen. (sda/dpa)

Doch allein die Auszüge, die seit Mittwoch in den US-Leitmedien kursieren, könnten Trump im Wahljahr weiter beschädigen. Bolton, der schon unter George W. Bush wichtige Posten inne hatte, ist in stramm konservativen Kreisen eine geachtete Figur und wirft Trump permanenten Amtsmissbrauch vor.

Besonders vernichtend und relevant ist Boltons Darstellung von Trumps Umgang mit China. Er soll Chinas Präsidenten Xi Jinping ausdrücklich gebeten haben, ihm bei seiner Wiederwahl zu helfen, schreibt Bolton in einem Kapitel, das das «Wall Street Journal» vorab veröffentlichte.

epaselect epa08392224 A view of a rainbow over a mural of US President Donald Trump (R) and Chinese President Xi Jinping kissing while surgical face masks at Mauerpark (Wall Park) in Berlin, Germany, 29 April 2020. The German government and local authorities are beginning to consider to gradually lift restrictions implemented to stem the spread of the coronavirus SARS-CoV-2 that causes the COVID-19 disease.  EPA/OMER MESSINGER

Trump soll gemäss Bolton Xi um Hilfe bei der Wiederwahl gebeten haben. Bild: EPA

Grünes Licht für Internierungslager? 

Bei einem Zweiergespräch am Rande des G20-Gipfels in Osaka habe Trump Xi förmlich «angefleht, sicherzustellen, dass er die Wahl gewinnt». Trump habe die Bedeutung der Stimmen der Bauern aus dem Mittleren Westen sowie chinesische Ankäufe der von ihnen produzierten Sojabohnen und Getreide betont. Tatsächlich erklärten sich die Chinesen im Zuge des Handelsstreits wiederholt bereit, grössere Mengen an Soja und Weizen von Amerika zu beziehen.

In Osaka soll Xi, der sich anders als Trump auf das Gespräch genauestens vorbereitet habe, auch dargelegt haben , warum China in der Provinz Xinjiang Internierungslager für die Minderheit der Uiguren bauen lasse. Trump habe ihm dafür grünes Licht erteilt, weil das genau das richtige sei, schreibt Bolton. 

Kurz nachdem ein Buchausschnitt Boltons mit dieser Episode am Mittwoch veröffentlicht worden war, unterzeichnete Trump ein Gesetz aus dem Kongress, das Sanktionen gegen Chinesen wegen des Vorgehens gegen die Uiguren vorsieht.

Zum Thema: Derweil, in der Donald-Trump-Fasnachtsmasken-Fabrik in China ...

Das Kalkül bei allem: die Wiederwahl

Bolton war 17 Monate lang bei allen aussenpolitischen Fragen an Trumps Seite und zieht ein düsteres Fazit: Es falle ihm schwer, «eine einzige bedeutsame Entscheidung Trumps zu meiner Zeit im Weissen Haus zu nennen, die nicht durch Kalkül bezüglich seiner Wiederwahl geprägt war».

Er berichtet von Trumps Bereitschaft, strafrechtliche Ermittlungen gegen chinesische und türkische Firmen zu beeinflussen, wenn es Xi oder Präsident Recep Tayyip Erdogan nutzen würde. Sich selbst versucht Bolton aus der Schusslinie zu nehmen, indem er schreibt, dass er Trumps «persönliche Gefallen für Diktatoren, die er mochte» dem Justizminister Bill Barr gemeldet habe. 

FILE - In this Wednesday, Nov. 13, 2019 file photo, President Donald Trump shakes hands with Turkish President Recep Tayyip Erdogan after a news conference in the East Room of the White House, in Washington. Recep Tayyip Erdogan and Donald Trump have spoken on the phone, discussing the coronavirus pandemic, bilateral relations and regional developments. According to an account of the phone call shared by the Turkish presidency’s office on Sunday April 19, 2020, the two leaders agreed to continue their “close cooperation” against the threats posed by the coronavirus on public health and the economy. (AP Photo/ Evan Vucci, File)
Donald Trump.Recep Tayyip Erdogan,Donald Trump Recep Tayyip Erdogan

Bolton kritisiert Trumps Nähe zu Autokraten. Bild: AP

Was Bolton im Hinblick auf China beschreibt, erinnert stark an die Ukraine-Affäre. Dort versuchte der Präsident, Kiew dafür zu gewinnen, seinen Gegenkandidaten Joe Biden und die Demokraten zu beschädigen. Dies brachte Trump ein Verfahren zur Amtsenthebung ein, an dessen Ende ihm seine Republikaner das Amt sicherten. Als Trump Hilfen an die Ukraine zurückhielt, war Bolton noch im Amt. Er schied erst kurz darauf aus. Bolton spricht von einer Kündigung, Trump von einer Entlassung.

Doppeltes Spiel in Sachen Impeachment 

Den Ablauf des Impeachment-Verfahrens kritisiert Bolton nun scharf. Wären die Demokraten 2019 nicht so versteift darauf gewesen, Trump rasch den Prozess zur Ukraine zu machen (er schreibt vom «Ukraine-Blitzkrieg»), sondern «Trumps Verhalten in der ganzen Aussenpolitik systematisch analysiert hätten, wäre das «Ergebnis des Impeachment möglicherweise anders ausgefallen».

Dazu hätte Bolton allerdings selbst am meisten beitragen können – wäre er wie mehrere seiner früheren Mitarbeiter im Weissen Haus den wiederholten Aufforderungen gefolgt, vor den Impeachment-Gremien im Kongress auszusagen.

Doch Bolton widersetzte sich lange einer Aussage vor dem Repräsentantenhaus. Er zeigte erst dann eine grundsätzliche Bereitschaft, als das Verfahren in den Senat gewechselt war und er wusste, dass ein Votum der republikanischen Mehrheit zu seiner Vorladung unwahrscheinlich war.

Stattdessen verhandelte Bolton seinen Buchvertrag, der ihm laut Berichten zwei Millionen Dollar eingebracht hat.

Verwendete Quellen:

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39Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Basti Spiesser 19.06.2020 14:47
    Highlight Highlight „In Osaka soll Xi, der sich anders als Trump auf das Gespräch genauestens vorbereitet habe, auch dargelegt haben , warum China in der Provinz Xinjiang Internierungslager für die Minderheit der Uiguren bauen lasse. Trump habe ihm dafür grünes Licht erteilt, weil das genau das richtige sei, schreibt Bolton. “

    Die neusten Berichte widersprechen dem klar, Trump versucht China deswegen gerade zu sanktionieren.
  • Sapientia et Virtus 18.06.2020 19:29
    Highlight Highlight John Bolton weiss, dass er von Joe Biden seinen sehnlichsten Wunsch, Krieg mit dem Iran, genauso wenig erfüllt kriegt wie von Donald Trump. Er spekuliert wohl auf die Wahlen 2024 und hofft, dasd ein republikanischer Kriegshetzer es einfacher hat, Biden zu schlagen als Trump zu bewerben!
  • that's my mustard 18.06.2020 18:43
    Highlight Highlight "Wer über Donald Trump den Kopf kräftig schütteln will, findet in John Boltons Enthüllungsbuch reichlich Gelegenheit"

    Ist eher wie headbanging ohne Musik?
  • TanookiStormtrooper 18.06.2020 12:47
    Highlight Highlight Genau so sehe ich die Republikaner. Lieber mit Donald an der Macht sein als zuzugeben, dass es ein verflucht grosser Fehler war diesen Typen überhaupt in die Partei aufzunehmen. Wenn Trump die Wahl verliert werden seine Parteikollegen einen grossen Bogen um ihn machen, dann ist er einfach nicht mehr nützlich. Trump hat keine Freunde, was bei seinem Charakter ja auch logisch ist. Die Zeit nach dem Weissen Haus dürfte für ihn hart werden.
  • Cpt. Jeppesen 18.06.2020 12:15
    Highlight Highlight Bolton ist keinen Deut besser als Trump. Auch er lässt das Land über die Klinge springen wenn es zu seinem eigenen Vorteil ist. Ansonsten hätte er im Impeachment-Prozess einfach ausgesagt, anstelle sich betteln zu lassen.
    Ich jedenfalls werde dieses Buch nicht kaufen und es sollte auch sonst keiner tun, weil es nur das Ego dieses A*loches befeuert. Wirklich Neues steht da eh nicht drin.
  • Atavar 18.06.2020 11:01
    Highlight Highlight Schön, dass auch Boltons Position kritisch beleuchtet wird. Sich nur zu freuen, dass wieder einer gegen Trump feuert, wäre einfach nur billig.

    Bolton kann noch so sehr die Wahrheit sagen: Ex-Mitarbeiter, die über den Ex-Arbeitgeber ablästern haftet immer ein "Geschmäckle" an.

    Verkauft sich grade halt auch sehr gut...
  • Talken 18.06.2020 09:58
    Highlight Highlight USA, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten!
    Würden sich Russland, China, Iran, Syrien und andere grössere asiatische Länder zu einem gemeinsamen Wirtschaftsraum zusammentun, könnten die USA mit ihren Sanktionen einpacken weil es niemanden interessiert. Im Gegenteil, die Amis würden ihre Produktionsstätten entweder teuer bezahlen oder verlieren. Die Europäer wären halt auch hier am kürzeren Hebel wenn sie sich nicht entscheiden können.
    War nur so eine Idee...
  • mbr72 18.06.2020 09:34
    Highlight Highlight Diese Ultrakonservativen habe allesamt weniger Eier als ein 7-jähriges Schulmädchen. Es ist einfach nur peinlich. Hintenrum wäffeln, warten, bis ein lukrativer Buchvertrag da ist. Ein Comedian hat es gut zusammengefasst. Statt das Feuer im Nachbarhaus sofort zu melden, wartet man ein Jahr, schreibt ein Buch und der Titel sagt: Hey Nachbar, dein Haus brennt!
    Feiges Pack - der gesamte administrative Apparat.
    • Baruch de Spinoza 18.06.2020 13:33
      Highlight Highlight Deine Analogie müsste man m.M.n. etwas anpassen:

      Das Feuer im Haus des Nachbarn, der immer behauptet, Feuer sei eine Erfindung der extremen Linken, um ihn zu diskreditieren und den Sozialismus einzuführen. Selbst eine Mehrheit der Feuerwehrleute hält Feuer für einen Hoax.
      Wann das elende Haus jede Woche brennt und der Nachbar trotzdem jedesmal sagt „Fake News!“, dann lasst den Schuppen mal brennen, vielleicht glauben es dann wenigstens irgendwann die anderen Nachbarn.

      Hätten Boltons Aussagen irgend einen Unterschied gemacht? Haben Fakten überhaupt eine Rolle gespielt? Ich glaube leider kaum.
  • Vanessa_2107 18.06.2020 09:25
    Highlight Highlight Viel zu spät Schnee von gestern. Wie warteten alle darauf, Bolton würde während des Impeachments aussagen. Er hat den Moment verpasst, ein Held zu sein. Wieder einer (wie Trump) dem es nur um sich selber und ums Geld und nicht ums Heimatland geht. Nun wird er sich nette Übernamen von Trump anhören müssen, am Schluss war er nur ein Coffeeboy, den Trump fast nicht gekannt hat. Ich glaube auch dieses Mal nicht, dass sich die GOP oder sonst etwas ändern wird. Man weiss wie Trump ist, inzwischen kann er sich alles erlauben. So weit ist man mit dem Menschen.
  • Democracy Now 18.06.2020 09:01
    Highlight Highlight ..
    Benutzer Bild
  • Kong 18.06.2020 08:50
    Highlight Highlight Das und noch viel mehr "wissen" wir bereits. Trump überbietet sich seit Amtsbeginn mit Aktionen die keiner im Vorfeld geglaubt hätte. Es wäre ein Klamauk, wenns nicht do tragisch wäre. Bolton wiederum ist sicherlich souveräner im Fachwissen. Aber seine Absichten führen uns kaum auf bessere Pfade.
  • DunkelMunkel 18.06.2020 08:24
    Highlight Highlight “ Doch die bislang bekannten Auszüge aus seinem Buch verdeutlichen, dass er auch die Person Donald Trump und dessen Regierung beschädigen will.”

    Wenn die Angaben stimmen, dann war’s ja schon beschädigt. Er legt einfach die Wahrheit offen.
  • herrkern (1) 18.06.2020 08:23
    Highlight Highlight Bolton ist selber einer der übelsten Kriegstreiber, ein Falke, ein Nationalist. Trotzdem gut, dass er aufmuckt - vielleicht öffnet es den eigenen Leuten die Augen.
  • Dr. Unwichtig 18.06.2020 07:53
    Highlight Highlight Das Problem vieler Medien (v. a. in den USA) ist, dass sie eine Reizfigur beinahe zum Antichristen überhöhen, wenn er für Trump arbeitet (z. B. Bolton, Scaramucci). Wenden sie sich dann gegen Trump, sind sie gern gesehene Gäste in Talk Shows usw.. Letztlich ist dieses Verhalten Wasser auf Trumps Fake-News-Mühlen...
  • Francesco54 18.06.2020 07:49
    Highlight Highlight Dass so ein einfältiger Typ zum Präsidenten eines der mächtigsten Länder der Erde gewählt wurde, lässt einen erschaudern. Dass er sich trotz all den Enthüllungen und Taten halten kann und gar intakte Chancen hat, wiedergewählt zu werden, lässt einen nur noch fassungslos zurück...
  • Füürtüfäli 18.06.2020 07:37
    Highlight Highlight

    "In dem Antrag heißt es, das Buch enthalte geheime Regierungsinformationen, deren Verbreitung die "nationale Sicherheit" des Landes gefährden würden."

    Also alles wahr, denn sonst müsste man die Veröffentlichung ja nicht unterbinden wollen.
    Ich hoffe inständig, dass mit dem Trump Theater im November Schluß ist.

    • Dirk Leinher 18.06.2020 08:06
      Highlight Highlight Bolton ist ein notorischer Lügner, er log im Irakkrieg, kroch dann reuig zurück. Es ist immer die gleiche Art Menschen die zuerst Scheisse bauen, damit nicht durchkommen, sich als reuiger Sünder präsentieren, nicht mehr als vertrauenswürdig eingestuft werden und danach versuchen den Spiess umzudrehen. Jeder Bully auf dem Schulhof macht das.
    • Amboss 18.06.2020 10:55
      Highlight Highlight @Dirk: Das ist doch gut: Trump ist ja nachweislich ebenso ein notorischer Lügner.
      Jetzt kann sich jeder eine Meinung machen, wem von den beiden man mehr glaubt.
    • Shabaqa 18.06.2020 11:58
      Highlight Highlight Im Weissen Haus gibt es wohl tatsächlich noch Leute, die glauben, es sei noch ein Geheimnis, dass Trump die Weisheit nicht mit dem Löffel gespachtelt hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • flyingdutch18 18.06.2020 07:09
    Highlight Highlight Die Vorwürfe, so berechtigt sie sind, kommen leider aus dem falschen Mund. Bolton ist ein erzrepublikanischer Kriegstreiber, der den Demokraten in den Impeachment Hearings die Aussage verweigerte. Um jetzt sein Buch zu vergolden?
    • who cares? 18.06.2020 07:34
      Highlight Highlight Könnte vielleicht eine "Nixon goes to China"-Situation werden. Wenn ein erzkonservativer mal auf den Tisch haut, wird den anderen Trump-Supportern vielleicht mal klar, wie schädlich die Orange wirklich ist im Amt. Kritik von Seiten Demokraten gibt es ja genug und die wird fleissig ignoriert.
    • De-Saint-Ex 18.06.2020 07:59
      Highlight Highlight Ich bin mir ziemlich sicher, dass ein Bolton auf diese 2 Millionen nicht angewiesen ist.
      Ihm geht es um „revenge“.
      Und Bolton hasst die Demokraten zu sehr, als dass er sie dabei unterstützt hätte, einen republikanischen Präsidenten zu Fall zu bringen.
      Überhaupt, falls das Buch (rechtzeitig) erschienen sollte... kein einziger Trumpanhänger wird es lesen und wie FOX und Konsorten das Buch „rezensieren“ würden ist auch klar...
    • raphidet 18.06.2020 08:00
      Highlight Highlight Genau deshalb ist es eben der richtige „Mund“ - so sehr ich Bolton verabscheue. Ein Grossteil der Bevölkerung ist sich der destruktiven Art Trumps bereits bewusst. Bolton könnte mit seiner Kritik bisher Trump-loyale Bevölkerungsschichten erreichen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fiction42 18.06.2020 07:03
    Highlight Highlight Bestimmt nicht alles zu 100% wahrheitsgetreu was Herr Bolton erzählt, aber wenn auch nur die Hälfte stimmt...
  • bebby 18.06.2020 06:46
    Highlight Highlight Spannend wird es erst dann, wenn die Republikaner das Gefühl bekommen, dass sie das sinkende Schiff verlassen müssen. Dann werden wir noch viele solche Aussagen hören, beim Versuch, sich zu distanzieren (und den Sitz im Kongress bzw. Senat zu retten).
    • swisskiss 18.06.2020 07:51
      Highlight Highlight bebby: Der Zug für diese Wahlen ist schon abgefahren, wass die Distanzierung von Trump betrifft. Erst nach den Wahlen, beginnt das grosse Hauen und Stechen, wenn Trump nicht gewählt wird (aktuell wahrscheinlich) der Kongress demokratisch bleibt(fast sicher) und der Senat verloren geht (sehr unwahrscheinlich). Im Senat könnte der Verlust des Sitzes von Mitch Mc Connell Tatsache werden:

      https://projects.fivethirtyeight.com/polls/kentucky/

      Dies in einem republikanisch dominierten Bundestaat, den Trump 2016 mit 62% zu 32% gegen Clinton gewann. DAS wäre eine klare Message!
    • rodolofo 18.06.2020 08:12
      Highlight Highlight Die retten sich dann einfach auf ein anderes Schiff, mit einem anderen Kapitän...
    • Baba 18.06.2020 09:21
      Highlight Highlight Zwar keine Senatoren oder Kongressabgeordnete, aber enttäuschte Republikaner - hat ein paar nette Statements dabei: www.rvat.org
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