DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Im US-Bundesstaat Illinois ist Cannabis seit 10 Tagen legal – und schon ausverkauft



ADVANCE FOR USE SATURDAY OCT. 3, 2015 AND THEREAFTER - In this Tuesday, Sept. 15, 2015 photo, lead grower Dave Wilson cares for marijuana plants in the

Reicht nicht: Cannabis ist schon kurz nach Legalisierung in Illinois Mangelware. Bild: AP/AP

Kaum ist Cannabis im US-Bundesstaat Illinois legalisiert, schon gibt es Lieferengpässe: Mehrere Verkaufsstellen mussten mangels Cannabis-Vorräten vorläufig schliessen, wie von Verkäufer-Seite am Donnerstag zu erfahren war.

Andere Verkaufsstellen beschränken sich bis auf Weiteres darauf, Cannabis zu medizinisch-therapeutischen Zwecken herauszugeben. Innerhalb von nur fünf Verkaufstagen wurden den Statistiken zufolge mit dem Cannabis-Handel in Illinois Einnahmen von elf Millionen Dollar erzielt.

Die Einnahmen könnten nach Experteneinschätzung künftig noch stark in die Höhe schnellen. Das Fachmagazin «Marijuana Business Daily» veranschlagte den möglichen Verkaufserlös auf umgerechnet gut 2.2 Milliarden Euro im Jahr. Bislang gibt es in Illinois 37 Verkaufsstellen, davon zehn in Chicago. Der Bundesstaat will aber ab der Jahresmitte dutzende neue Lizenzen an Händler und Cannabis-Produzenten vergeben.

So soll das legale Kiffen in der Schweiz ablaufen

Video: srf

Die Legalisierung gilt für Nutzer ab 21 Jahren. Einwohner von Illinois dürfen ab dieser Altersgrenze seit der Jahreswende bis zu 30 Gramm Cannabis, fünf Gramm Cannabis-Konzentrat oder 500 Milligramm des Cannabis-Wirkstoffs THC besitzen. Wer seinen Wohnsitz nicht in Illinois hat, sich aber dort aufhält, darf bis zu 15 Gramm Cannabis mit sich führen.

«Gescheiterten Krieg gegen Drogen beendet»

 In this Tuesday, Sept. 15, 2015 photo, Ataraxia's inventory manager Anthony Marsico inspects the

Bild: AP/AP

Im neuen Jahr hatten sich an den Verkaufsstellen gleich lange Schlangen gebildet. Gouverneur Jay Robert Pritzker will mit der Legalisierung zugleich das Justizsystem entlasten und zehntausende Menschen in die Freiheit entlassen, die wegen geringfügiger Delikte im Zusammenhang mit Cannabis-Konsum verurteilt worden waren.

Direkt bei der Umstellung begnadigte der Gouverneur 11'017 Menschen. Insgesamt sind mehr als 700'000 Begnadigungen geplant.

Sei ehrlich. Bist du grad am Kiffen?

Mit der Legalisierung von Cannabis als Genussmittel beende Illinois einen «gescheiterten Krieg gegen Drogen», sagte die Staatsanwältin Kim Foxx. Dieser Kampf habe «unverhältnismässige» Auswirkungen auf afroamerikanische Bürger und Mitglieder anderer Minderheiten gehabt.

Vor Illinois haben schon zehn andere US-Bundesstaaten sowie Washington, D.C. Cannabis als Genussmittel legalisiert. In 34 Bundesstaaten sowie in der US-Hauptstadt ist der Cannabis-Konsum aus medizinischen Gründen erlaubt. Die US-Drogenbekämpfungsbehörde DEA stuft Marihuana aber weiterhin als eine gefährliche Substanz ein – ebenso wie LSD oder Heroin. (aeg/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Jetzt gibt es in Las Vegas Gras legal zu kaufen

1 / 7
Jetzt gibt es in Las Vegas Gras legal zu kaufen
quelle: ap/ap / john locher
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Melanie Winiger und die 9 Kiffer-Typen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Fussballerin verklagt Pornhub wegen gestohlener Sex-Videos

Mehr als 30 Frauen in den USA verklagen eine grosse Erotik-Website. Die Plattform soll Videos von Vergewaltigungen und anderer sexueller Gewalt geduldet haben. Eine von ihnen ist die Fussballerin Leigh Nicol.

Dutzende Frauen haben in den USA Klage gegen die Porno-Plattform Pornhub wegen Aufnahmen von Vergewaltigungen und anderen Formen sexueller Gewalt eingereicht. Die 34 Klägerinnen werfen dem Mutterhaus MindGeek vor, mit Pornhub einen Marktplatz für Kinderpornos und «jede andere Form» von nicht einvernehmlichem Sex geschaffen zu haben und fordern Schadenersatz.

Vier der Klägerinnen stammen aus Grossbritannien, eine von ihnen ist die schottische Fuballerin Leigh Nicol, die für den Verein Chrystal …

Artikel lesen
Link zum Artikel