DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07696994 A handout photo made available by German civil sea rescue organisation sea-eye shows the Alan Kurdi vessel, at an undisclosed location, 29 June 2019.  EPA/FABIAN HEINZ / SEA-EYE HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Die «Alan Kurdi» befindet sich derzeit in internationalen Gewässern vor Lampedusa. Bild: EPA

Das Rettungsschiff «Alan Kurdi» will Salvinis Landeverbot respektieren – vorerst



Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye wird mit ihrem Rettungsschiff «Alan Kurdi» mit 65 Flüchtlingen an Bord vorerst nicht in italienische Hoheitsgewässer einfahren. Das sagte Sea-Eye-Einsatzleiter Gorden Isler der Nachrichtenagentur DPA am Samstag am Telefon.

Der italienische Zoll habe der Besatzung am Morgen ein Dekret des italienischen Innenministers Matteo Salvini ausgehändigt, mit dem die Einfahrt in die Hoheitsgewässer des Landes untersagt wurde. «Wir beachten erstmal dieses Verbot», versicherte Isler. Ohne triftigen Grund werde Sea-Eye nicht gegen das Dekret verstossen.

Die «Alan Kurdi» hatte nach Sea-Eye-Angaben 65 Flüchtlinge in internationalen Gewässern vor Libyen von einem Schlauchboot gerettet. Im Bundesinnenministerium war am Freitagabend ein Brief Salvinis eingegangen. Darin drängt er den deutschen Innenminister Horst Seehofer, Verantwortung für die «Alan Kurdi» zu übernehmen.

Deutschland hat der EU-Kommission nach Angaben Seehofers angeboten, Flüchtlinge von der Sea-Eye und vom Rettungsschiff «Alex» der italienischen Hilfsorganisation Mediterranea Saving Humans im Mittelmeer aufzunehmen. «Auch im Fall der ‹Alan Kurdi› und der ‹Alex› sind wir im Rahmen einer europäisch-solidarischen Lösung bereit, einen Teil der aus Seenot Geretteten aufzunehmen», sagte Seehofer am Samstag.

Italian Deputy Premier and Interior Minister Matteo Salvini, left, is flanked by the Minister For Agricultural Resources ,Gian Marco Centinaio, as he addresses the Lower Chamber in Rome, Wednesday, July 3, 3019. Italy's interior minister has told parliament that a German captain of a migrant rescue ship had no reason to force her ship to an Italian port. Matteo Salvini told the lower house of parliament on Wednesday that the migrants onboard the Sea-Watch ship would have been allowed to disembark anyway soon after captain Carola Rackete defied Italian orders to stay away. (Alessandro Di Meo/ANSA via AP)

Italiens Innenminister Matteo Salvini am Mittwoch im Parlament. Bild: AP

Die «Alan Kurdi» befand sich am Samstagvormittag nach Angaben Islers etwa eine Seemeile vor den italienischen Hoheitsgewässern und rund 13 Seemeilen vor der italienischen Insel Lampedusa. Eine per Mail an die Behörden in Rom und Valletta, der Hauptstadt Maltas, geschickte Bitte um Zuweisung eines sicheren Hafens für die «Alan Kurdi» sei bis zum Vormittag ohne Antwort geblieben, sagte der Einsatzleiter weiter. (cbe/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Sea Watch 3 und Carola Rackete

Kapitänin der Sea-Watch 3 verhaftet

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Corona stoppt Migrationsbewegungen: So wenig Flüchtlinge kommen noch in die Schweiz

Einst prägten sie die Nachrichten, jetzt sind geflüchtete Personen gänzlich aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden – was nicht heisst, dass es sie nicht mehr gibt. Die wichtigsten Asylzahlen und -grafiken im Überblick.

Im Corona-Jahr gerieten Asylsuchende aus dem Fokus von Politik und Medien – was nicht heisst, dass keine da waren. Zwar stellten so wenige Personen in der Schweiz ein Asylgesuch wie zuletzt vor dreizehn Jahren, doch gerade an den europäischen Aussengrenzen versuchen nach wie vor viele Menschen, die Grenzen zu überwinden.

Im Jahr 2020 wurden 11'041 Asylgesuche gestellt. Das sind 22,6 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Es ist der tiefste Wert seit dem Jahr 2007 mit 10'844 Gesuchen. Das …

Artikel lesen
Link zum Artikel