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Das U-Boot-Wrack vor der schwedischen Küste soll 100 Jahre alt sein



Vor der schwedischen Ostküste ist ein fremdes U-Boot am Meeresgrund gefunden worden. Es soll circa 20 Meter lang sein und kyrillische Zeichen am Rumpf tragen, wie die Finder von der Wracksucherorganisation Ocean X-team am Montag auf ihrer Webseite berichteten.

Das U-Boot stammt vermutlich aus dem ersten Weltkrieg. Militärexperten in Schweden und Russland glauben, dass es sich um ein russisches U-Boot handelt, das im Mai 1916 mit einem schwedischen Dampfschiff kollidierte und sank. An Bord sollen 18 Mann Besatzung gewesen sein. Die Som war noch in Diensten des Zaren, das finnische Archipel in der Nähe von Stockholm damals gehörte zum zaristischen Russland.

Das Unterwasserfahrzeug war letzte Woche von der Wracksucherorganisation Ocean X Team gefunden worden. Am Montag übergaben die Taucher ihr Filmmaterial an die schwedischen Streitkräfte, die nun analysieren, um was für ein Fahrzeug es sich handelt. Die Finder hatten zunächst angenommen, dass U-Boot sei neueren Datums und die Besatzung könne noch an Bord sein. 

Äussere Schäden an dem U-Boot seien nicht zu sehen gewesen, alle Luken waren geschlossen. «Deshalb fürchten wir, dass die Mannschaft sich nicht retten konnte, als ihr Fahrzeug auf Grund lief», sagte der Taucher Stefan Hogeborn.

Die schwedischen Streitkräfte haben nach der Analyse des Filmmaterials der privaten Wracksucher bestätigt, dass es sich um ein ausländisches U-Boot handelt, wie die Zeitung Expressen berichtet.

Erst letzten Sommer war in den Schären vor Stockholm ein fremdes U-Boot gesichtet worden. Nach tagelanger Jagd mussten die Streitkräfte aber aufgeben. Es wurde nie geklärt, welcher Nation das Unterwasserfahrzeug gehörte. 

(sda/dpa)

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