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dpatopbilder - Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat vor Gefahren f

Es gehen noch immer Tausende auf die Strasse, aber Millionen bleiben Zuhause: Die Angst vor dem umstrittenen Sicherheitsgesetz aus Peking ist gross in Hongkong. Bild: sda

Aktivist Law flüchtet ins Ausland – vier Punkte zeigen, was in Hongkong gerade abgeht

Trotz weltweiter Kritik ist das chinesische Sicherheitsgesetz in Hongkong in Kraft getreten. Es ist der bisher tiefste Eingriff in die Autonomie der Sonderverwaltungsregion – und er ist bereits auf den Strassen sichtbar.



Während Chinas Einfluss wächst, spielen sich einerseits grobe Szenen auf der Strasse zwischen Polizisten und Demonstrierenden ab, andererseits drohen Staaten wie Grossbritannien und die USA der Volksrepublik mit vereinfachter Einbürgerung bzw. Asyl für die Hongkonger Bevölkerung. Ein Lagebericht in vier Punkten:

Chinas Einfluss wächst

Ungeachtet massiver, internationaler Kritik hat China das umstrittene «Gesetz zum Schutz der nationalen Sicherheit» in Hongkong erlassen. Der Ständige Ausschuss des Volkskongresses in Peking verabschiedete das Gesetz am Dienstag einstimmig. Es gibt China ab dem 1. Juli 2020 weitreichende Vollmachten in der bis anhin autonomen Sonderverwaltungsregion.

epa07438467 Delegates attend the closing of the second session of the 13th National People's Congress (NPC) at the Great Hall of the People in Beijing, China, 15 March 2019. The NPC has over 3,000 delegates and is the world's largest parliament or legislative assembly though its function is largely as a formal seal of approval for the policies fixed by the leaders of the Chinese Communist Party. The NPC runs alongside the annual plenary meetings of the Chinese People's Political Consultative Conference (CPPCC), together known as 'Lianghui' or 'Two Meetings'.  EPA/ROMAN PILIPEY

Der chinesische Volkskongress ist mit 3000 Delegierten das grösste Parlament der Welt. 162 Abgeordneten sind Teil des Ständigen Ausschusses. Bild: EPA/EPA

Das neue Sicherheitsgesetz ist noch schärfer ausgefallen, als erwartet: In Hongkong ist seit Mittwoch vieles verboten, was vorher durch das Recht auf freie Meinungsäusserung gedeckt war. Das Gesetz richtet sich gegen Aktivitäten, die von Peking als chinafeindlich, separatistisch oder terroristisch angesehen werden. Auch soll es «heimliche Absprachen» von Aktivisten mit Kräften im Ausland bestrafen.

«Es markiert das Ende von Hongkong, wie die Welt es kannte.»

Joshua Wong, Hongkonger Aktivist

Als Höchststrafe ist die lebenslange Haft vorgesehen. Obwohl den Hongkongern bei dem Souveränitätswechsel 1997 Freiheitsrechte und Autonomie garantiert worden waren, können chinesische Stellen in Hongkong seit Mittwoch eigenmächtig Ermittlungen ausführen und Rechtshoheit ausüben.

Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam versicherte in einer Videobotschaft vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf, dass das Gesetz nicht rückwirkend gelten werde, wie befürchtet worden war. Der Gesetzestext war zunächst geheim gehalten worden, was das Misstrauen gegenüber Peking verstärkte. Lam beteuerte, das Gesetz werde Hongkongs «hohes Mass an Autonomie» nicht aushöhlen.

Kritik zum Einfluss Chinas in Hongkong wird auch in den Sozialen Medien geübt: «Das ist nicht mein Hongkong», schreibt ein Twitter-User zur Polizeipräsenz am Mittwoch. twitter@poohthewinniev

Kritiker sehen das anders: Sie fürchten ein Ende des Prinzips «ein Land, zwei Systeme», nach dem Hongkong heute als Sonderverwaltungsregion regiert wird. «Es markiert das Ende von Hongkong, wie die Welt es kannte», meinte der bekannte Hongkonger Aktivist Joshua Wong.

Das neue Gesetz verängstigt viele Aktivisten

Tausende gingen am Mittwoch auf die Strassen, um gegen den Einfluss Pekings in Hongkong zu protestieren. Dutzende Demonstrierende wurde dabei festgenommen. Der Einfluss des neuen Gesetzes zeigte bereits am ersten Tag Wirkung: So nahmen – aus Angst vor Verfolgung – deutlich weniger Menschen teil als bei früheren Protesten, an denen Millionen zusammenkamen.

dpatopbilder - Bereitschaftspolizisten verhaftet eine Demonstrantin w

Bereitschaftspolizisten verhaften eine Demonstrantin in Hongkong am Mittwoch: Seit über einem Jahr kommt Hongkong nicht zur Ruhe. Bild: sda

Die Polizei ging mit Tränengas, Wasserwerfern und Pfefferspray gegen die protestierenden Menschen vor. Die erste Festnahme nach dem neuen Gesetz galt am Mittwoch einem jungen Mann, der eine Flagge mit dem Ruf nach einer Unabhängigkeit Hongkongs gezeigt hatte.

Die Stimmung in Hongkong hat sich durch das neue Sicherheitsgesetz weiter verschärft: Ein Polizist zieht seine Waffe und richtet sie gegen Demonstrierende. twitter@abc

Die Demonstrierenden fordern mehr Demokratie, wie es ihnen bei der Rückgabe 1997 in Aussicht gestellt worden war. Stattdessen reagierte die Führung in Peking mit dem Sicherheitsgesetz, das nicht nur das Parlament Hongkongs, sondern auch dessen Justiz und ihre Schutzmechanismen umgeht.

Auslieferungen nach China möglich

Der einzige Hongkonger Abgeordnete in dem Ausschuss, Tam Yiu-Chung, bestätigte die Befürchtungen, dass künftig auch eine Auslieferung von Verdächtigen «in seltenen Situationen» nach Festlandchina möglich wird. Nichts anderes hätte schon das kontroverse Auslieferungsgesetz zum Ziel gehabt, das Hongkongs Regierung nach Massenprotesten im vergangenen Jahr aufgeben musste.

Hong Kong activist Joshua Wong announces his plan to run for the upcoming Legislative Council elections in Hong Kong, Friday, June 19, 2020. China's top legislative body has taken up a draft national security law for Hong Kong that has been strongly criticized as undermining the semi-autonomous territory's legal and political institutions. (AP Photo/Kin Cheung)
Joshua Wong

Am 19. Juni gibt der bekannte Hongkonger Aktivist Joshua Wong bekannt, dass er bei den kommenden Wahlen für das Parlament teilnehmen wird. Bild: keystone

Aus Angst vor Verfolgung erklärten der bekannte Aktivist Joshua Wong sowie seine Mitstreiter Agnes Chow und Nathan Law den Rückzug aus ihrer Partei Demosisto. Diese wurde aufgelöst.

Mit dem neuen Gesetz müssten Anhänger der Demokratiebewegung um ihre Sicherheit fürchten, begründete Wong den Schritt.

Aktivist Nathan Law verlässt Hongkong

Als Reaktion auf das umstrittene Sicherheitsgesetz für Hongkong hat der bekannte Demokratie-Kämpfer Nathan Law der chinesischen Sonderverwaltungsregion den Rücken gekehrt. «Ich habe mich von meiner Stadt verabschiedet. Als das Flugzeug von der Startbahn abhob, blickte ich ein letztes Mal auf die Skyline, die ich so sehr liebe», schrieb Law in der Nacht zum Freitag auf Twitter.

Er habe Hongkong bereits verlassen und werde seinen Einsatz auf internationaler Ebene fortsetzen, hiess es in einer separaten Mitteilung auf Facebook. Wegen des hohen Risikos wolle er nicht zu viel über seinen Aufenthaltsort verraten.

epa08516934 (FILE) - Pro-democracy activists (L-R) Nathan Law, Joshua Wong and Agnes Chow attend a press conference outside the Legislative Council building in Hong Kong, China, 18 June 2019 (reissued 30 June 2020). The three prominent members of Demosisto on 30 June announced quitting the Hong Kong pro-democracy group shortly after media reported that China had passed the controversial national security law.  EPA/ROMAN PILIPEY

Joshua Wong (mitte) bleibt trotz seinem Rückzug in Hongkong. Bild: keystone

Der bekannte Hongkonger Aktivist Joshua Wong, der sich genau wie Law von Demosisto zurückgezogen hatte, aber angekündigte, in Hongkong bleiben zu wollen, bat die deutsche Bundesregierung um Unterstützung. «Ich demonstriere weiterhin in der vordersten Reihe mit, die Polizei setzt Wasserwerfer und Tränengas ein, Hunderte Demonstranten wurden verhaftet», sagte er der «Bild»-Zeitung (Freitag). «Ich bitte die deutsche Regierung: Schaut auf Hongkong, seht, was hier passiert und nennt das Unrecht beim Namen. Wir brauchen die Unterstützung Europas gerade jetzt, es darf keine Ausreden mehr geben.»

Kritik aus dem Ausland: «Tyrannei Pekings»

Mit dem neuen Sicherheitsgesetz greift China auf noch nie dagewesene Weise in die Autonomie Hongkongs ein. Damit damit umgeht Peking das Hongkonger Parlament, was ein Ende des Grundsatzes «ein Land, zwei Systeme» bedeuten würde. Das Vorgehen sorgt weltweit für heftige Kritik – besonders bei der früheren Kolonialmacht Grossbritannien.

Der britische Premierminister Boris Johnson sah einen «deutlichen und ernsten Bruch» der gemeinsamen Vereinbarung über die Rückgabe der ehemals britischen Kolonie Hongkong. Das Gesetz verletzte Hongkongs Autonomierechte und stehe im Widerspruch zum Grundgesetz der Sonderverwaltungszone, sagte Johnson.

London werde nun seine Drohung wahr machen, ehemaligen Untertanen in Hongkong einen Weg zur Staatsbürgerschaft zu ebnen, sagt Johnson. Bislang können sich Bürger Hongkongs bis zu sechs Monate ohne Visum in Grossbritannien aufhalten, wenn sie den Status eines British National Overseas haben. Derzeit sind rund 350'000 Hongkonger im Besitz eines solchen Ausweises – drei Millionen wäre dazu berechtigt.

Der britische Aussenminister Dominik Raab hat China in der Auseinandersetzung über das neue chinesische Sicherheitsgesetz für Hongkong scharf kritisiert. twitter@theodoraclarke

China hat Grossbritannien daraufhin am Donnerstag mit Gegenmassnahmen gedroht. Nach dem britischen Einbürgerungsangebot an die ehemaligen Untertanen in der einstigen Kronkolonie unterstrich Aussenamtssprecher Zhao Lijian die chinesische Position: Diese dürften kein Aufenthaltsrecht in Grossbritannien haben.

USA prüfen Asyl für Hongkonger

Auch auf dem amerikanischen Kontinent schlägt das neue Gesetz hohe politische Wellen: US-Aussenminister Mike Pompeo sprach von einem «drakonischen» Gesetz, mit dem China die Autonomie Hongkongs zerstöre. Die USA würden nicht tatenlos zusehen. Als Reaktion stoppten sie den Export von Rüstungsgütern und entsprechender Technologie nach Hongkong.

Wer aufgrund friedlicher Demonstrationen und Meinungsäusserungen verfolgt wird, soll zusammen mit seiner Familie in den USA leichter Asyl beantragen können, heisst es in einem Gesetzesentwurf.

«Die Menschen in Hongkong haben ihren Willen gezeigt, für die auf Freiheit basierenden amerikanischen Werte zu kämpfen, die uns lieb und teuer sind», erklärte der republikanische Abgeordnete John Curtis. Senator Marco Rubio erklärte, die USA müssten jenen helfen, die «unermüdlich» gegen die «Tyrannei» der kommunistischen Führung in Peking gekämpft hätten.

epa08477329 Committee Chairman and U.S. Senator Marco Rubio speaks at the Senate Small Business and Entrepreneurship Hearings to examine implementation of Title I of the CARES Act on Capitol Hill in Washington, DC, USA, 10 June 2020.  EPA/KEVIN DIETSCH / POOL

Der Senator aus Florida Marco Rubio fordert Hilfe für Hongkong. Bild: keystone

(adi/sda/dpa)

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Bilder des Protestes in Hongkong vom Sonntag, 16. Juni 2019:

Zusammenstössen zwischen Polizisten und Demonstranten

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    Alle Leser-Kommentare
  • etoilefilante 03.07.2020 22:05
    Highlight Highlight Was einem passiert, wenn man hier eine Demo mit einem Banner "Befreit Schweiz, die Revolution unserer Zeit" herum läuft?
  • John Henry Eden 03.07.2020 17:35
    Highlight Highlight Es war nichts anderes zu erwarten, darum muss niemand überrascht tun.

    Hong Kong wird nun wieder chinesisch. Und wie China ist, wissen wir.

    Wer will etwas dagegen unternehmen?

    Europa ist nur noch wirtschaftlich mächtig und genau deshalb auch so abhängig von China. Den USA kommt ein neue kalter Krieg entgegen und Putin wird sich nicht gegen China stellen.
  • Froggr 03.07.2020 17:25
    Highlight Highlight Die pöse USA unter Trump und England unter Johnson haben bereits Massnahmen angekündigt hinsichtlich Aufnahme und Einbürgerung von Flüchtlingen. Wo ist der Rest von Europa? Die, welche Trump und Johnson für ihre Fremdenfeindlichkeit seit Jahren anseichen?
  • rburri38 03.07.2020 10:13
    Highlight Highlight Warum nimmt die CH und die EU nicht endlich klar Stellung gegen China? Es kotzt mich richtig an. Genauso wie mit der Türkei. Einfach nur nervig.
    • Jonny01 03.07.2020 10:16
      Highlight Highlight Warum sollten die sich in innere Angelegenheiten von China einmischen? China hat das recht Separatismus und fremde Einmischung in Hong Kong zu verhindern genau wie es andere Länder bei monatelangem Chaos genau so tun würden.
    • rburri38 03.07.2020 10:49
      Highlight Highlight Nein, sie haben einen Vertrag mit Grossbritannien, als kleiner Hinweis. Und es geht nicht um fremde Einmischung, sondern darum sich klar zu Positionieren. Gilt auch für die Schweiz: Neutral zu sein heisst nicht, keine Meinung zu haben.
    • Ueli der Knecht 03.07.2020 10:51
      Highlight Highlight Die Schweiz als Depositärstaat der Genfer Konventionen und als Sitz wichtiger UN-Organsiationen (wie zB. dem Menschenrechtsrat) sollte sich - und zwar unabhängig von Hongkong und den chinesischen Umerziehungs-Massnahmen gegen die Uiguren - stark machen für die Menschenrechte. Die Chinesen werden nicht bestreiten, 1) dass es Menschenrechte gibt, und 2) dass sie diese einhalten wollen/werden.

      Offenbar herrschen unterschiedliche Meinungen, was Menschenrechte sind. Ich meine, gestützt auf die konfuzianischen Philosophie liessen sich gemeinsame Nenner finden und verbindlich festschreiben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Free Catalunya 03.07.2020 09:40
    Highlight Highlight In unserer unmittelbaren Umgebung, in Spanien um Tacheles zu sprechen, kann man wegen ähnlichen Vergehen jahrelang ins Gefängnis kommen und niemand scheint es zu kümmern. Sänger wie Pablo Hassel und Valtonic wurden zu langjährigen Haftstrafen verurteilt wegen Majestätsbeleidigung, weil sie den König als das betitelten was er ist: Ein Dieb. Etwas weniger Heuchelei wäre Sinnvoll, wenn man China zu recht kritisiert.
    • ujay 03.07.2020 11:09
      Highlight Highlight Ach der alte Zopf Katalonien.....mir schläft das Gesicht ein!
  • Jonny01 03.07.2020 09:33
    Highlight Highlight Kein einziges Wort über die Monate andauernden Gewalttaten seitens "Demonstrierenden". Ist das neutrale Berichterstattung wie man es in der Schweiz erwarten sollte?
    Wenn die Proteste nicht in sinnloser Gewalt ausgeartet wären, hätte es das Gesetz gar nicht gegeben.

    Und noch was: Gesetzte zum verhindern von Separatismus gibt es auch in vielen anderern Ländern wie Deutschland und USA.
    • ein bekiffter Holländer 03.07.2020 10:45
      Highlight Highlight Jonny

      Mag schon sein. Aber mal im Ernst: Im Gegensatz zu den demokratischen USA und Deutschland, ist China natürlich eine brutale Diktatur.

      Ich hoffe, wir sind uns da einig.
    • Froggr 03.07.2020 17:23
      Highlight Highlight Jonny: Wir sind im 21 Jahrhundert. Wenn die Bevölkerung eines Gebietes selbststündig sein will, dann sollen sie. China interessiert sich nur für die eigenen Interessen. Eine Diktatur schlimmsten Ausmasses.
  • Lacando 03.07.2020 09:11
    Highlight Highlight Wäre ich China würde ich 10 bis 20 Millionen Chinesische Bettler, Alte und Kranke mit Hongkong Pässen ausstatten und sie nach UK bringen. Wäre das nicht lustig?
  • G. Laube 03.07.2020 08:48
    Highlight Highlight ...und der Rest der Welt schaut zu! Danke Johnson und Rubio für die klaren Statements, und wo sind die Stimmen aus dem Rest der Welt? Haben sie Angst mit Winnie Pooh keine Geschäfte mehr machen zu können?
    Wehret den Anfängen, China ist eine Zeitbombe für die ganze Menschheit!
    • bebby 03.07.2020 21:51
      Highlight Highlight Ich sehe die Zeitbombe momentan eher im Weissen Haus sitzen...
  • insert_brain_here 03.07.2020 08:34
    Highlight Highlight Um aufzuzeigen was in Hongkong abgeht reicht ein einziger Punkt: China hat mit einem Gesetz, dass ihnen nach belieben erlaubt Einwohner von Hongkong in Festlandchina vor Gericht zu bringen das im Übergabevertrag mit GB festgelegte Prinzip "Ein Land zwei Systeme" faktisch beseitigt. Hongkong-Chinesen sind somit der Willkür der Parteidiktatur ausgeliefert, genau so wie alle anderen Einwohner von China auch.
  • BetterTrap 03.07.2020 08:29
    Highlight Highlight Nur zur Erinnerung; Law hat vor 6 Monaten eine Lobbygruppe in Washington gegründet, zusammen mit dem National Endowment for Democracy - Ziel: (Zitat) ,,Die eigenen politischen und wirtschaftlichen Interessen der USA in Hongkong zu wahren”.

    Da das neue Sicherheitsgesetz die fremde Finanzierung von Demonstrationen verbietet, bin ich nicht erstaunt das Law ,,flüchtet”.
    • Kaspar Floigen 03.07.2020 10:34
      Highlight Highlight Beggars can't be choosers. Man muss sich die Verbündeten holen, die man kriegen kann.
    • BetterTrap 03.07.2020 10:56
      Highlight Highlight Kalter-Krieg 2.0

      Selbst die Fakten werden geblitzt und ignoriert.

      @Kaspar Floigen - ich sehe deinen Punkt. Aber sich für Selbstbestimmung einsetzen und sich dann mit einem Staat verbünden, der Selbstbestimmung nicht kennt - siehst du das Problem?
  • Snowy 03.07.2020 08:17
    Highlight Highlight China ist die grösste und schlimmste Diktatur unserer Zeit!

    Handeln wir endlich danach.
  • Bee89 03.07.2020 08:16
    Highlight Highlight Schlimm! Da werden die Menschenrechte doch mit Füssen zertrampelt!
    Wieso schauen die restlichen Länder da einfach nur zu?
    • Jonny01 03.07.2020 10:10
      Highlight Highlight Du kannst mir also bestimmt ein Beispiel geben wo genau Menschenrechte in HK mit Füssen getreten werden?

      Attacken auf anders denkende und Polizisten, besetzen vom Flughafen sowie zerstören von Shops und Subway Stationen gehören wohl nicht zum Menschenrecht.
    • ein bekiffter Holländer 03.07.2020 10:30
      Highlight Highlight Was sollten die restlichen Länder deiner Ansicht nach tun?
      🤔
    • dwight_schrute 03.07.2020 12:25
      Highlight Highlight @Jonny01 so ganz spontan würde ich mal die Meinungsäusserungsfreiheit (Art. 19), die Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit (Art. 20), das Wahlrecht (Art. 21), den Schutz vor Verhaftung und Ausweisung (Art. 9) und das Recht auf Asyl (Art. 14) anschauen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • chnobli1896 03.07.2020 08:09
    Highlight Highlight Ein neuer Krieg fehlt auf dem 2020-Bingo noch, oder?
  • THINKdifferent 03.07.2020 07:27
    Highlight Highlight Und wir kaufen weiter fröhlich in China ein und pushen somit einen autoritären Überwachungsstaat der Menschenrechte mit Füssen tritt, bis es für alle Maßnahmen zu spät ist und der Einfluss von China so gross wird, dass wir uns ebenfalls beugen müssen oder aber einen (witschafts-) Krieg erleben werden, bei dem es darum geht, die Machtverhältnisse neu zu legen. Und dass wird eine langer und schmerzvoller Weg.

    Die westlichen Regierungen sollten aufhören China den Status "Entwicklungsland" zu geben, damit dieser bereits total ausgeuferte Import gebremst wird. Noch können wir unsren Markt retten..
  • Swen Goldpreis 03.07.2020 07:25
    Highlight Highlight Das ist doch Staatsterrorismus!
    • Jonny01 03.07.2020 10:11
      Highlight Highlight Wenn etwas Terrorismus ist, dann die monatelangen Gewalttaten seitens mancher "Demonstrierenden". Informiere dich mal ein bisschen abseits der westlichen Presse.
  • Scaros_2 03.07.2020 07:15
    Highlight Highlight Hongkong als Land gibt es nicht mehr.
    • Jonny01 03.07.2020 10:04
      Highlight Highlight Hong war nie ein Land sondern eine Stadt von China.
  • Rethinking 03.07.2020 06:08
    Highlight Highlight Man fragt sich schon, wie lange wir es in Europa noch so schön haben wie in den letzten Jahren...

    Die USA „zerfällt“, China baut seine Macht und Ansprüche aus, in der Türkei, Russland und diverser anderer Staaten regieren quasi „Diktatoren“...
  • Lustiger Baum 03.07.2020 05:55
    Highlight Highlight Bald werden wohl einige Tausend neu in die Konzentrationslager, pardon freiwillige Erziehungsanstalten, fahren. Immer diese freudschen Versprecher...

    Eine Schande ist nur wie wir uns bücken und nicht jedem HK Bürger dieselben Asylrechte wie den politischen Flüchtlingen aus Afrika und Co gewähren!!!
    Aber in China gibts viele viele Batzeli. In Afrika eher weniger - zumindest ist die Ausbeutung schwerer geworden.
    • ein bekiffter Holländer 03.07.2020 10:27
      Highlight Highlight Wenn Sie so denken wollen, würde dies gleichzeitig bedeuten, dass Milliarden Chinesen bei uns Asyl beantragen könnten.

      Irgendwann geht es nicht mehr auf. 🤰🏻
  • Ökonometriker 03.07.2020 01:22
    Highlight Highlight Die EU hat seinerzeit die Personenfreizügigkeit nur den Briten in England zugestanden - den 3 Millionen Überseebriten in Hong Kong jedoch nicht. Obwohl diese auch einen britischen Pass haben.
    Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, diesen Missstand zu beseitigen. Und dabei europäische Werte und Interessen endlich einmal international zu vertreten.
    • Ueli der Knecht 03.07.2020 02:30
      Highlight Highlight Ein gewichtiger Grund für den Brexit war doch die Aufhebung der Personenfreizügigkeit. Ab nächstem Jahr wird es daher zwischen GB und EU keine Personenfreizügigkeit mehr geben. GB ist dann gleich wie ein Drittstaat, wie zB. die Türkei, Indien oder China.
    • _kokolorix 03.07.2020 06:57
      Highlight Highlight Die Briten sind aus der EU ausgetreten...
    • Der Rückbauer 03.07.2020 08:00
      Highlight Highlight Auch daran zeigt sich doch, dass die EU eine Lachnummer ist. Wenn's drauf ankommt, taugt sie zu nichts. Nur die Notenpresse hält die EU zusammen.
      Unsere Schwiegertochter aus Hong Kong hat noch Angehörige dort. Für diese gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie fliehen oder sie werden Teil von 1.4 Mrd. PRC-Unterjochten.
      Wir werden ein offenes Haus für diese Verwandten haben und sehen, wie die CH-Behörden agieren bzw. reagieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Popo Catepetl 03.07.2020 01:09
    Highlight Highlight Knapp vor Corona hatten wir das Glück, Hongkong ein erstes mal zu besuchen. Obwohl die Stimmung permanent schon ziemlich angespannt war, war es trotzdem ein Glück, diese unglaubliche Stadt noch in den letzten freiheitlichen Zügen erleben zu dürfen. Rest in peace Hongkong!😐
    • Theageti 03.07.2020 06:57
      Highlight Highlight Als Tourist wirst du auch jetzt nichts von der 'verlorenen Freieheit' merken...
  • LioLu 03.07.2020 00:09
    Highlight Highlight Aber was bedeutet * “heimliche Absprachen" von Aktivisten mit Kräften im Ausland*?
  • Cirrum 02.07.2020 23:49
    Highlight Highlight Chinesen nimmt man in Amerika auf, weil sie für die Amerikanischen Werte gekämpft haben..
    nicht etwa, weil es einfach Menschengerecht ist..
    Immer dieser Nationalstolz im Vordergrund.. darum wird es wohl nie Frieden geben, wegen fiktivem Nationalstolz der allen im Weg steht.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 03.07.2020 00:46
      Highlight Highlight Wahrscheinlich picken sich die Amis dann auch nur die besonders Gelehrten heraus. Jeden werden sie nicht holen. Da gibt's zahlreiche "Coffin Home Dwellers", die in den Basement Floors in Hong Kong wohnen. Die will man sicher nicht im gelobten Land der US-Amerikaner.

      Play Icon
    • Inflatio 03.07.2020 07:37
      Highlight Highlight Quatsch. Die Chinesen bauen für Trump die Mauer an der mexikanischen Grenze.
    • ein bekiffter Holländer 03.07.2020 10:33
      Highlight Highlight Demokratie ist nun mal nicht selbstverständlich.
      Und Amerika vertritt demokratische Werte.
      Was ist daran schlecht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • mrlila 02.07.2020 23:37
    Highlight Highlight Das Gesetz, das im Mai von Peking angekündigt wurde, wird jeden Akt der Sezession, der Untergrabung der Zentralregierung, des Terrorismus oder der Kollusion mit ausländischen oder externen Kräften unter Strafe stellen.

    Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua gab an, dass das Sechs-Kapitel-Gesetz 66 Artikel enthalte, in denen die Bedingungen der vier Straftatbestände klar festgelegt seien.

    Mehrere Dinge

    Das Wichtigste: Wenn Sie protestieren, sind Sie ein Krimineller und können mit folgender Strafe belegt werden: lebenslänglich im Gefängnis.
  • TheKen 02.07.2020 23:01
    Highlight Highlight Die Hongkonger wollen nicht auswandern, sondern in Freiheit leben, am liebsten dort wo sie schon immer lebten. Es wäre ein sehr interessanter Zug, wenn sich die Rotchinesen plötzlich mit britischen HKer gegenüberstehen würden. Würden sie es wagen, die Briten auch so zusammenzuprügeln?
    • Jonny01 03.07.2020 10:39
      Highlight Highlight Auch in HK wird niemand grundlos zusammengeprügelt. Zudem haben die Menschen zurzeit mehr Freiheiten als sie als britische Kolonie jemals hatten.

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