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Baby in Polen kommt mit mehr als drei Promille zur Welt und stirbt



Ein Baby ist in Polen mit mehr als drei Promille im Blut und schweren genetischen Fehlbildungen zur Welt gekommen und gut drei Wochen nach der Geburt gestorben. Die Mutter war bei der Geburt betrunken.

«Die Leiche des Kindes wird heute obduziert», sagte ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft am Dienstag der Nachrichtenagentur DPA in Warschau.

Das Baby kam nach polnischen Medienberichten am 23. Dezember in einem Spital in Nowy Dwor Mazowiecki bei Warschau zur Welt. Die Mutter war mit dem Rettungswagen dort eingeliefert worden, weil in der 28. Schwangerschaftswoche die Wehen einsetzten.

«Sowohl die 44-jährige Mutter als auch das Neugeborene hatten mehr als 3.2 Promille Alkohol im Blut», sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Es war demnach eine natürliche Geburt, das Frühchen wog aber nur etwas mehr als 1300 Gramm.

Das Baby wurde von Nowy Dwor Mazowiecki in die spezialisierte Abteilung eines Spitals in Warschau gebracht. Mehr als drei Wochen kämpfen Ärzte und Schwester dort um das Leben des Kleinen – vergeblich.

Mutter auf freiem Fuss

Die 44-jährige Mutter liess sich nach kurzer Zeit aus dem Spital entlassen. Sie wurde von der Polizei und der Staatsanwaltschaft verhört. Sie sei geständig und mittlerweile wieder auf freiem Fuss, da sie einen festen Wohnsitz habe, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Von der gerichtsmedizinischen Untersuchung erhoffen sich die Ermittler nun Klarheit über die Todesursache. «Juristisch gesehen ist das ein ungewöhnlicher und komplizierter Fall», so der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Bei einer 44-Jährigen müsse man grundsätzlich von einer Risikoschwangerschaft ausgehen.

Die medizinischen Sachverständigen sollen klären, ob die genetischen Defekte des Babys oder der hohe Alkoholpegel letztendlich zum Tod des Kindes geführt haben. Davon hänge ab, welchen Tatbestand die Staatsanwaltschaft der Frau überhaupt vorwerfen könne. Bis zum Tod des Kindes waren die Ermittler von schwerer Körperverletzung ausgegangen. Dafür würden der Frau bis zu fünf Jahre Gefängnis drohen. (aeg/sda/dpa)

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21Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hans de Ueli 21.01.2020 18:31
    Highlight Highlight Liebe Journalisten

    Bitte verwendet doch zeitgemässere Berufsbezeichnungen! Gut möglich, dass dort auch eine Ärztin oder ein Pflegefachmann um das Leben des kleinen kämpfte.

    Danke
  • Ichweissmeinennamennichtmehr 21.01.2020 17:03
    Highlight Highlight Bin froh das die kleine erlöst wurde!

    Leider ist das keine Seltenheit, auch hier in der Schweiz nicht. Alkohol und Rauchen geht absolut während der Schwangerschaft garnicht!
  • Füürtüfäli 21.01.2020 16:02
    Highlight Highlight Tschuldigung aber... Nicht jeder sollte sich vermehren. Armes Würmchen😔
    • Bee89 22.01.2020 14:07
      Highlight Highlight Für das Baby ist es wahrscheinlich Glück, dass es nicht überlebt hat. Das hätte sonst sein Leben lang mit den Folgen leben müssen.
  • Heinzbond 21.01.2020 14:58
    Highlight Highlight Hmm da weiss ich jetzt ob es zensiert wird aber in dem Fall würde ich kostenlose Kondome vom Staat empfehlen auch wenn die kath. Kirche sagt teufelszeug, und wenn das Kind denn schon um jeden Preis geschütz werden muss, Einlieferung der Mutter, Alkohol Entzug, Entgiftung, und für die Dauer der Schwangerschaft und Kosten zahlt die Kirche, hat ja genug Geld...
    • Garp 21.01.2020 18:23
      Highlight Highlight Glaube nicht dass schwere Alkoholiker Kondome richtig anwenden können.
      Zwangseinlieferungen gibt es bei Krankheit auch nicht in diesem Fall, obwohl fremdgefährdend ---> Embrio. Dann müsste man aber konsequent auch Abtreibungen verbieten. Alles nicht so einfach.
      Mehr Beratungsstellen, niederschwellig, würde wohl eher helfen. Ganz verhindern wird man solche tragischen Fälle leider nie können.
  • Kiro Striked 21.01.2020 14:42
    Highlight Highlight Schrecklich sowas...

    Da Fragt man sich wirklich was hier für ein Schicksal dahinder gestanden hat.

    Kann man echt nur den Kopf Schütteln
  • Freethinker 21.01.2020 14:23
    Highlight Highlight Ich weiss nicht, ob ich in solche Umstände überhaupt reingeboren hätte werden wollen. Manche Dinge sollten einfach nicht sein....
  • Der Typ 21.01.2020 14:21
    Highlight Highlight Jemand der schwanger ist und Alkohol trink, oder Raucht begeht in meinen Augen vorsätzliche Körperverletzung und müsste genau so angeklagt werden.

    • Garp 21.01.2020 18:27
      Highlight Highlight Und Abtreibungen wären dann Mord, wenn man konsequent sein wollte, wie Du Dir das wünschst. Aber vielleicht siehst du das ja auch so.
    • Alnothur 21.01.2020 23:05
      Highlight Highlight Ungeborene sind vor dem Gesetz aber keine Menschen.
    • Der Typ 22.01.2020 08:03
      Highlight Highlight @Garp

      Zwischen Schwanger sein und Drogen und Alkohol konsumieren und einer Abtreibung gibt es sehr grosse Unterschiede. Aber das ist vielleicht nicht für alle verständlich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Adumdum 21.01.2020 14:13
    Highlight Highlight Uff, ich bin gespannt auf die Kommentare... Könnte genetischer Defekt auch durch anhaltenden Alkoholkonsum in der Frühphase der Schwangerschaft entstehen? Keine Ahnung...

    Wer hat denn 3.2 Promille im Blut?! Und stirbt da nicht jedes Ungeborene dran?

    Aber kann man die Mutter wegen Körperverletzung im eigenen Körper anklagen? Und wo ziehen wir da die Grenzen?

    Sind Schwangerschaften ab 40, da grundsätzlich Risikoschwangerschaft, dann per se potentielle Körperverletzung?

    Armes Baby, sicher schon vorher während der Schwangerschaft. Arme Mutter ebenso - das kann kein gutes Leben sein...
    • Lonzia 22.01.2020 11:30
      Highlight Highlight Ich bin da voll bei dir. Die Frage ob eine schwangere Frau sich selber schaden darf und wie lange finde ich sehr schwierig zu beantworten.

      In der Frühphase der Schwangerschaft gilt eigentlich das alles oder nichts Prinzip- wird der Embryo geschädigt, kommt es zum Abort.
  • Hummingbird 21.01.2020 14:06
    Highlight Highlight Hm, es sollte Anlaufstellen geben für schwangere Alkoholikerinnen, an die sich Betroffene wenden müssen, zum Schutz/Wohl des Ungeborenen. Ich bin mir sicher, dass mit etwas Betreuung Betroffener auch den ungeborenen Babys geholfen werden kann. Alkoholsucht ist eine Krankheit - von Zurechnungsfähigkeit kann nicht mehr die Rede sein. Für das Baby ist das sehr sehr traurig :-(.
    • Kiro Striked 21.01.2020 15:09
      Highlight Highlight Es ist unglaublich Schrecklich sowas.

      Das Problem ist, es ist Polen. Die letzten Jahre hat sich dort zwar unglaublich viel getan, Aber man kann die "sozialen" Möglichkeiten dort leider immernoch mit dem Jahr 1900 Vergleichen.

      Kenne da jemanden, der arbeitet neu in Tschechien (vorher jahrelang in Polen) und der ist total überrasch wie ultrasozial Tschechien ist.
    • Rüebliraupe 21.01.2020 15:23
      Highlight Highlight Hier die schweizweiten Anlaufstellen:

      http://www.elternundsucht.ch/#!/de/accueil

      https://mamatrinkt.ch/

      Leider auch in der Schweiz eine Realität.
  • Boiiiiii7 21.01.2020 14:04
    Highlight Highlight Da sollte man lieber direkt abtreiben. Das arme Kind, die Mutter gehört ins Gefängnis!
    • Lonzia 22.01.2020 11:32
      Highlight Highlight Und wem nützt es, die Frau einzusperren?

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