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Kolumbianischer Botschafter hatte ein Drogenlabor auf seiner Finca



Ein Drogenlabor auf seiner Finca in Kolumbien ist dem kolumbianischen Botschafter in Uruguay, Fernando Sanclemente, zum Verhängnis geworden. Wie lokale Medien am Montag berichteten, reichte Sanclemente bei Kolumbiens Präsidenten Iván Duque seinen Rücktritt ein, nachdem der kolumbianische Generalbundesanwalt in einem Fernsehinterview am Wochenende angekündigt hatte, ihn direkt mit dem Fund in Verbindung zu bringen.

epa08216160 Colombian ambassador to Uruguay Fernando Sanclemente speaks during a press conference in Montevideo, Uruguay 13 February 2020. A cocaine laboratory was found a day earlier at a farm owned by Fernando Sanclemente's family, who is currently Colombia's ambassador to Uruguay.  EPA/Raul Martinez

Fernando Sanclemente will von nichts gewusst haben. Bild: EPA

Die Polizei hatte auf dem Grundstück der Familie Sanclemente in dem Departament Cundinamarco, 60 Kilometer von der Hauptstadt Bogotá entfernt, im Februar ein Labor entdeckt, in Brand gesteckt und fünf Personen festgenommen. Berichten zufolge konnte dort mindestens eine Tonne Kokain pro Monat produziert werden, um dann über den Flughafen El Dorado in Bogotá ins Ausland transportiert zu werden.

Sanclemente erklärte sich von Anfang an unschuldig. Er behauptete, nichts von dem Labor gewusst zu haben. Er versicherte, die Farm sei seit 1987 eine Partnerschaft zwischen den Familien Sanclemente und Spiwak, die wiederum Eigentümerin der kolumbianischen Hotelkette Dann ist.

Sein Bruder sei der gesetzliche Vertreter der 50 Prozent, die seiner Familie zustehen; von den 170 Hektar Grund seien seit dem Jahr 2017 40 Prozent für den Anbau von Kartoffeln, Zwiebeln und anderen landwirtschaftlichen Produkten verpachtet.

Kolumbien ist nach Informationen der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2018 mit 169 000 bepflanzten Hektar einer der grössten Koka-Produzenten der Welt und verfügt über die Möglichkeit, 1120 Tonnen Kokain im Jahr herzustellen. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • StereoFM 08.04.2020 08:58
    Highlight Highlight Es wird endlich Zeit diesen von den USA (grösseter Konsument und wahrscheinlich grösster Drogendealer CIA) begonnen Krieg gengen die Drogen einzustellen.
    Legalisiert es endlich bis zu einer gewissen Menge pro Tag in der Apotheke frei erhältlich. Geld für Suchtberatung und Präventition einsetzten statt im Kampf gegen Windmühlen vergeuden.
  • Cocalero 07.04.2020 17:37
    Highlight Highlight Müsste man halt mal legalisieren.
    Diese "genussmittel" auch drogen genannt.
    Gäbe es viel weniger schwarzmarkt.
    Und steuern drauf.
    Dann hätten politiker weniger interesse an solchen sachen.
    Wie unser exsheriff hier in bolivien.
    Gruss
    • Meyer Andrej 07.04.2020 22:24
      Highlight Highlight ... wobei seit Fluri weiss man, dass Politiker auch gerne Schnee haben.
  • what's on? 07.04.2020 17:08
    Highlight Highlight Mit einem Promille der Landesproduktion wohl kein grosser Fisch. Was machen die kolumbianischen Politiker so auf ihren Fincas?
  • Baccaralette 07.04.2020 11:18
    Highlight Highlight ..andere landwirtschaftliche Produkte, höhö...schön gesagt!

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