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Mehr als 50 Leichen in Massengräbern in Mexiko entdeckt



epa08782286 Personnel from the National Commission for the Search of Persons (CNBP) carry out search tasks at different sites in the town of Salvatierra, Guanajuato, Mexico, 28 October 2020. Mexican authorities reported the discovery of the remains of 59 people buried in various clandestine graves in Salvatierra, a town in the central Mexican state of Guanajuato.  EPA/STR

Behörden finden die zahlreichen Leichen. Bild: keystone

Erneut sind in Mexiko Massengräber mit zahlreichen Leichen gefunden worden. Mit Hilfe der Polizei und des Militärs bargen die Behörden in der Gemeinde Salvatierra im Staat Guanajuato die Überreste von 59 Menschen, darunter vermutlich Jugendliche, wie Mexikos Beauftragte für die Suche nach verschwundenen Personen, Karla Quintana, am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. In den dort entdeckten «zahlreichen Massengräbern» dürften sich noch weitere Leichen befinden, sagte sie.

In Mexiko kommt es immer wieder zu Gewaltverbrechen krimineller Organisationen wie Drogenkartellen, bei denen Menschen verschwinden. Die Opfer der Kartelle landen oft in Massengräbern oder werden in Säure aufgelöst. Die Zahl der verschwundenen Personen liegt landesweit derzeit bei mehr als 73 000. Guanajuato gehört zu den Staaten mit der meisten Gewalt. Dort rivalisieren das mächtige Kartell Jalisco Nueva Generación und das regionale Kartell Santa Rosa de Lima um die Vorherrschaft bei Drogenhandel, Treibstoffraub, Erpressung und Entführung.

Unklar war zunächst, wie lange sich die Leichen bereits in den Gräbern in dem etwa 265 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Mexiko-Stadt liegenden Salvatierra befanden. Ersten Analysen zufolge sind 10 bis 15 der 59 Leichen Frauen, ausserdem seien vermutlich Jugendliche unter den Toten, hiess es. Erst im Januar hatten Behörden im westmexikanischen Bundesstaat Jalisco Leichen sowie Körperteile von geschätzt 30 Menschen. Dort waren seit November 2019 bereits zwei weitere Massengräber mit insgesamt 81 Leichen gefunden worden.

Die meisten der heute Vermissten verschwanden nach 2006, als der damalige mexikanische Präsident Felipe Calderón den Drogenbanden den Krieg erklärte. Damit stieg auch die Gewalt. Die meisten Verbrechen in Mexiko werden nie aufgeklärt, geschweige denn geahndet. 2019 gab es etwa 36 000 Morde in dem Land mit 130 Millionen Einwohnern. (aeg/sda/dpa)

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