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«Wir haben einen Fehler begangen» – Verwirrung um radikale Nerz-Tötung in Dänemark



epa08810840 Members of Danish health authorities assisted by members of the Danish Armed Forces dispose dead mink in a military area near Holstebro in Denmark, 09 November 2020 (issued 10 November 2020). Danish mink will be buried in mass graves on military land as the country's incinerators and rendering plants struggle to keep up, the Danish environmental and health authorities announced. Denmark will cull about 17 million mink after a mutated form of coronavirus that can spread to humans was found on mink farms.  EPA/MORTEN STRICKER MANDATORY CREDIT: Morten Stricker/Dagbladet Holstebro Struer/Jysk Fynske Medier/Ritzau Scanpix DENMARK OUT

Hohe Sicherheitsvorkehrungen bei der Tötung der Nerze in Dänemark. Bild: keystone

In Dänemark herrscht zunehmend Verwirrung um die von der Regierung veranlasste Massenkeulung aller Nerze im Land. Für die Tötung von gesunden Pelztieren ausserhalb bestimmter Risikozonen gibt es nämlich noch keine rechtliche Grundlage, wie Lebensmittelminister Mogens Jensen eingestand.

«Wir haben einen Fehler begangen. Es gibt keine gesetzliche Befugnis, um Nerzzüchter ausserhalb der 7.8-Kilometer-Zonen zu bitten, ihre Nerze zu schlachten», sagte Jensen am Dienstag dem Sender TV2. Dies habe er bei der Bekanntgabe nicht gewusst, ändere aber nichts daran, dass durch die Nerzzucht in Dänemark in Corona-Zeiten ein Risiko bestehe. Die Züchter sollten mit Blick auf die Volksgesundheit damit weitermachen, die Tiere zu töten.

«Aufforderung» der schnellstmöglichen Tötung gesunder Bestände ausserhalb der 7.8-Kilometer-Zonen

Regierungschefin Mette Frederiksen hatte bei der Ankündigung der Massnahme am vergangenen Mittwoch davon gesprochen, dass alle Nerze in Dänemark getötet werden sollten, um so sicherzustellen, dass eine bei den Nerzen aufgetretene Coronavirus-Mutation eingedämmt werde. In einer Mitteilung des Umwelt- und Lebensmittelministeriums hiess es: «Die Regierung hat auf Grundlage einer neuen Risikobewertung der Gesundheitsbehörden beschlossen, alle dänischen Nerzbestände zu schlachten.»

epa08810860 Members of Danish health authorities assisted by members of the Danish Armed Forces dispose dead mink in a military area near Holstebro in Denmark, 09 November 2020 (issued 10 November 2020). Danish mink will be buried in mass graves on military land as the country's incinerators and rendering plants struggle to keep up, the Danish environmental and health authorities announced. Denmark will cull about 17 million mink after a mutated form of coronavirus that can spread to humans was found on mink farms.  EPA/MORTEN STRICKER MANDATORY CREDIT: Morten Stricker/Dagbladet Holstebro Struer/Jysk Fynske Medier/Ritzau Scanpix DENMARK OUT

Die getöteten Nerze werden entsorgt. Bild: keystone

Den Pelztierzüchtern wurde eine Bonuszahlung in Aussicht gestellt, wenn sie ihre Tiere innerhalb weniger Tage töteten. In einem neuen Brief der Lebensmittelbehörde Fødevarestyrelsen an die dänischen Nerzzüchter hiess es nun am Dienstag, man bedauere, dass aus einem vorherigen Schreiben vom Freitag nicht hervorgegangen sei, dass es sich um eine «Aufforderung» der schnellstmöglichen Tötung gesunder Bestände ausserhalb der 7.8-Kilometer-Zonen gehandelt habe.

Wie TV2 berichtete, deckt die Gesetzlage nur infizierte Nerzfarmen sowie Bestände in einem bestimmten Umkreis ab – besagte 7.8 Kilometer. Die Regierung will nun im Schnellverfahren die gesetzliche Grundlage schaffen, dass auch gesunde Nerze getötet werden dürfen. (aeg/sda/dpa)

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