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Dritte Frau wirft New Yorks Gouverneur Cuomo Belästigung vor



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Andrew Cuomo. Bild: keystone

Die Belästigungsvorwürfe gegen den New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo reissen nicht ab: Eine dritte Frau hat gegen den einflussreichen US-Politiker nun in der «New York Times» Anschuldigungen erhoben.

Der Darstellung zufolge unterhielt sich die heute 33 Jahre alte Anna Ruch mit Cuomo bei einer Hochzeit im September 2019 kurz. Dabei habe er seine Hand zunächst auf ihren Rücken gelegt, dann ihre Wangen angefasst und sie gefragt, ob er sie küssen dürfe. Die Aussagen wurden der «New York Times» zufolge von einem Zeugen bestätigt, auch ein Foto scheint die Szene zu zeigen.

Laut der Zeitung reagierte das Büro Cuomos nicht direkt auf diese neuen Vorwürfe, sondern verwies auf eine frühere Stellungnahme, in der der Gouverneur sagt, dass «einige der Dinge, die ich gesagt habe, als unerwünschte Flirts fehlinterpretiert worden sind.» In dieser Mitteilung hatte der prominente Demokrat auch betont, dass er «nie jemanden unangemessen berührt» habe.

Ungefragt auf die Lippen geküsst

In den vergangenen Tagen hatten bereits zwei ehemalige Beraterinnen Cuomos schwere Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen ihn erhoben. Lindsey Boylan (36) beschuldigte den heute 63-Jährigen unter anderem, sie 2018 in seinem Büro in Manhattan ungefragt auf die Lippen geküsst zu haben. Auch sagte sie, Cuomo habe in seiner Regierung eine Kultur geschaffen, in der sexuelle Belästigung und Drangsalieren allgegenwärtig seien. Eine frühere Gesundheitsberaterin beschuldigte ihn zudem, sie verbal bedrängt zu haben.

Cuomos Büro hatte am Sonntag eine Untersuchung angekündigt. New Yorks Justizministerin Letitia James schrieb am Montag auf Twitter, dass sie ein entsprechendes Schreiben erhalten habe, um die Ermittlungen einzuleiten: «Am Ende der Überprüfung werden die Ergebnisse in einem Bericht veröffentlicht».

Für die Untersuchung soll laut Cuomo-Beraterin Beth Garvey ein unabhängiger Jurist benannt werden. «Alle Mitarbeiter des Büros des Gouverneurs werden voll kooperieren», so Garvey weiter. (aeg/sda/dpa)

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