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«Es ist vorbei»: Wirbel um Handelsabkommen zwischen den USA und China



Der Handelsberater des Weissen Hauses, Peter Navarro, hat das Handelsabkommen zwischen den USA und China für gescheitert erklärt. «Es ist vorbei», sagte Navarro in einem Interview mit dem Sender Fox News am Montag (Ortszeit), als er nach dem Handelsabkommen gefragt wurde.

Der «Wendepunkt» sei für die USA gewesen, dass die Vereinigten Staaten erst kurz nach der Abreise der chinesischen Delegation nach der Unterzeichnung des Phase-1-Abkommens am 15. Januar von der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus erfahren hätten.

«Es war zu einer Zeit, als sie bereits hunderttausende Menschen in unser Land geschickt hatten, um dieses Virus zu verbreiten, und es war nur wenige Minuten nach dem Abflug, dass wir von dieser Pandemie hörten», führte Navarro aus.

epa08494241 Peter Navarro, Director of Trade and Industrial Policy and Director of the White House National Trade Council speaks to the media at the White House in Washington, DC, USA, 18 June 2020.  EPA/Chris Kleponis / POOL

Peter Navarro sieht keine Hoffnung für ein Handelsabkommen mehr. Bild: keystone

Unter Trumps Beratern gilt Navarro als einer der schärfsten Kritiker Chinas. Die USA ist mit bisher über 2.2 Millionen Fällen und mehr als 120'000 Todesopfern weltweit vom Ausbruch des neuartigen Coronavirus am stärksten betroffen.

Die Spannungen zwischen den USA und China haben sich infolge des Coronavirus-Ausbruchs weiter verschärft. US-Präsident Donald Trump und seine Regierung haben Peking wiederholt vorgeworfen, dass China die Coronavirus-Pandemie hätte verhindern können. Trump erneuerte vergangene Woche seine Drohung, die Beziehungen zu China abzubrechen. Tags zuvor hatten US-Diplomaten Gespräche mit Vertretern aus Peking geführt.

Trump beschwor aber am Montag (Ortszeit) nach den Äusserungen seines Handelsberaters Navarro den Bestand des Handelsabkommens mit China. «Das Handelsabkommen mit China ist vollständig intakt. Hoffentlich werden sie weiterhin die Bedingungen der Vereinbarung erfüllen», schrieb Trump diesbezüglich auf Twitter. (sda/reu/dpa)

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ujay 23.06.2020 13:47
    Highlight Highlight Bye bye Pinocchio, welcome Joe!
  • ändu aus B (weder Bärn noch Basel) 23.06.2020 13:18
    Highlight Highlight Trump will nur die Seite des Handelsabkommens, die ihm nützt. Also wenn zB China tausende von Tonnen Weizen importiert. Umgekehrt ist es für ihn gestorben.
    Ähnlich wie beim Rahmenabkommen CH - EU: Die Teile, die uns nützen, nehmen wir gerne - an den anderen schrauben wir noch jahrelang herum.
  • TheKen 23.06.2020 12:04
    Highlight Highlight Ja klar. Das Virus spricht Chinesisch. Bunker Boy wird nicht müde seinen Ban gegen China zu erwähnen, tatsächlich sind aber auch danach noch zig Tausende US Bürger nach und aus China in die Staaten geflogen. Wer weiss es wirklich, es wurde in China entdeckt.
  • De-Saint-Ex 23.06.2020 09:28
    Highlight Highlight „als sie bereits hunderttausende Menschen in unser Land geschickt hatten, um dieses Virus zu verbreiten...“

    Mann oh Mann... so hört sich eine Kriegserklärung an...
    Die Trump-Administration ist von allen guten Geistern verlassen. Und sie ist noch für mindestens 6 Monate an der Macht.
    „Wenn ich dieses Land schon nicht mehr regieren dürfen soll, zerstöre ich es halt“... in etwa so kommt mir Trump vor... Anschnallen, das wird „bumpy“...
    • MARC AUREL 23.06.2020 12:55
      Highlight Highlight Naja, China hatte lange alles verschwiegen! Wären sie ehrlich gewesen hätte man früher reagieren können Trump hin oder her.. daher ist es nicht falsch China zu rügen für die Verbreitung!
    • De-Saint-Ex 23.06.2020 13:38
      Highlight Highlight Unsinn. Hier unterstellt Trump China, bewusst und gezielt 100 000e in die USA geschickt zu haben um das Virus zu verbreiten.
      Wenn die USA so stark betroffen sind, haben sie das nur einer Person „zu verdanken“...
    • MARC AUREL 23.06.2020 15:30
      Highlight Highlight Es geht mir nicht um die Unterstellung von Trump aber um die Tatsache das China lange darüber schwieg und es verheimlichte was du nicht abstreiten kannst.
  • Super8 23.06.2020 09:25
    Highlight Highlight Gut so!

    Die Zeit von Handelsabkommen ist vorbei.
    • ujay 23.06.2020 13:48
      Highlight Highlight Ja hast du eine Ahnung....:-)))))))
  • Q anon = B annon 23.06.2020 08:37
    Highlight Highlight WOW, so gewinnt man also leichte zu Gewinnede Wirtschaftskriege. So macht man als als grossen Dealmaker Deals. Klingt viel mehr als nichts erreicht und China hat gewonnen.
    Betr. Corona, China hat den USA schon im Dez. Infos geliefert. Dann im Feb. nochmals. Aber Doni's USA interessierten sich nicht dafür und jetzt ist das der Grund fürs Scheitern? Echt jetzt?

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