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Weitere 119 Menschenschädel in Azteken-Mauer in Mexiko gefunden



Nach fünfjährigen Ausgrabungen haben Forscher in einer Azteken-Ruine in Mexiko-Stadt insgesamt mehr als 600 Menschenschädel entdeckt. Es handelt sich um eine kreisförmige Mauer mit eingeschlagenen Schädeln geopferter Menschen, die bereits 2015 bei Ausgrabungen in der Nähe des grössten Azteken-Tempels im Zentrum der mexikanischen Hauptstadt gefunden worden war.

epa08878016 A handout photo made available by INAH, shows the site of the discovery of human skulls in Mexico City, Mexico, 11 December 2020. Mexican archaeologists located in the center of Mexico City the eastern end and the external fa?

Bild: keystone

In einem neu entdeckten Teil der Mauer seien zuletzt 119 Schädel gefunden worden, die zu den 484 zuvor bekannten hinzukämen, teilte das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte (INAH) am Freitag mit. Darunter seien die Schädel von Frauen wie Männern und von mindestens drei Kindern. Die Mauer, wo die Azteken dem Kriegsgott Huitzilopochtli Opfer brachten, habe einen Durchmesser von 4.7 Metern. Der neu ausgegrabene, äusserste nordöstliche Teil stamme spätestens aus der Zeit zwischen den Jahren 1486 und 1502, hiess es. Sie habe bis zu 3.5 Meter unter der heutigen Strasse gelegen.

Der 2015 entdeckte Teil der «Huei Tzompantli» (etwa «Wand oder Gestell der Schädel» in der indigenen Sprache Nahuatl) war nach damaligen Angaben etwa 34 Meter lang und 45 Zentimeter hoch und lag rund zwei Meter tief.

Wegen des Standortes handelte es sich Archäologen zufolge vermutlich um die Haupt-«Tzompantli» der ehemaligen Azteken-Hauptstadt Tenochtitlan. Über deren Ruinen liegt Mexiko-Stadt, die bevölkerungsreichste Stadt Nordamerikas.

Menschenopfer waren üblich bei vielen Völkern in der Region vor der spanischen Eroberung im 16. Jahrhundert. Gefangene Krieger aus benachbarten Dörfern wurden den Göttern geopfert und ihre Schädel oft zur Einschüchterung möglicher Eindringlinge zur Schau gestellt. Vor allem die Azteken im heutigen Zentralmexiko, wo die Hauptstadt liegt, pflegten einen grausamen Opferkult. (sda/dpa)

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