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bild: watson / material: shutterstock

Mein Date, die Sexmesse und ich!

Vergangenes Wochenende war mal wieder die Exstasia in Zürich. Das erinnert mich an das eine Mal, als ich einen Adonis an die Erotikmesse schleppte – und mit dem schlechtesten Sextoy ever nach Hause ging.
05.12.2019, 10:18

Es war ein Mix aus Neugier und Faszination, der mich damals vor drei Jahren an die Extasia trieb. Später kam dann noch ein bisschen Ekel hinzu. Aber dazu später mehr.

Zu dieser Zeit jedenfalls datete ich einen enorm schönen Mann. Von dem ich bis heute nicht weiss, ob er mich jemals auch nur annähernd heiss fand. Dafür sprach, dass er sich ständig meldete und mich treffen wollte. Dagegen der Fakt, dass wenn wir dann abhängten, absolut nichts passierte.

Also kam ich auf die Idee seinen Sexpuls an der Sexmesse zu fühlen. Der Beau fand die Idee prima. An der Messe angekommen, mussten wir uns zuerst in die Schlange stellen. Um uns herum tummelten sich «Glüstler» des älteren Semsters. Paare mittleren Alters in Lack und Leder. Dann noch ein paar Fetischisten mit Leinen auf allen Vieren – und viele Normalos.

Dem Beau verschlug es beim Sklaven an der Leine husch die Sprache. Ich hab derweil einfach gehofft, dass er unter seiner Hundemaske genug Luft bekommt.

Penis, Schoggi, Vulva, Schoggi, Titten, Schoggi!

Drin erwartete uns eine riesige Halle mit zahlreichen Ständen, eine Bühne, auf der sich mehr schlecht als recht irgendwelche halbnackten Männer und Frauen zu Dr. Alban und Haddaway räkelten.

Und in abgetrennten Bereichen konnte man auch noch live-fucking-on-stage-shows schauen. Natürlich nur, wenn man zusätzlich relativ viel Kohle hinblätterte.

Beau und ich schlenderten den Ständen entlang. Hier gabs Schoko-Penisse, Schoko-Vaginas und Schoko-Titten en masse. Und sehr viele Handschellen mit pinken und neongelbem Flausch-Gschmois dran. Und Intimpiercings gabs auch. Tattoo-Stände ebenfalls.

Am grössten aber war das Sextoys-Angebot. Hier kommen wir zu diesem lila Plastik-Irgendwas, das Oralsex simulieren soll. Musste ich haben. Und habs bekommen. Von Beau! War guter Dinge, dass wir das Teil gemeinsam ausprobieren.

Dann war da auch noch der grösste Dildo, den ich jemals gesehen habe. Er war dicker und länger als mein Arm. Und ich bin Gott weiss kein Finöggeli. Haben wir nicht gekauft. Will ja nicht in der Notaufnahme und dann auf den Titelseiten aller Zeitungen landen.

Während ich all den Wahnsinn um uns herum in mir aufsog, merkte ich, dass Beau nicht ganz so auf das Geschehen um uns herum ansprang.

Mir blieb noch eine letzte Chance.

Der Besuch einer Live-Sex-Show.

20 Minuten später sassen wir also in der dritten Reihe, während ein Mann um die 50 irgend eine Frau um die 30 vor unseren Augen vögelte. Nachdem sie ihn zuerst sehr lange oral verwöhnte und er sie 10 Sekunden fingerte.

Was wenig schön klingt, war genau das: sehr wenig schön. Es war mehr lustig. Wenn man selber in einer unsexuellen Situationen anderen beim Sex zusieht, dann klingt und sieht das sehr merkwürdig aus.

Kann nur hoffen, dass ich jeweils nicht ganz so quietsche wie die Gute, die vor mir von hinten genommen wurde.

Als Zückerli kam irgendwann eine zweite Frau dazu. Das muss Beau doch anheizen. Zumal die echt hot war. Der schaute aber mehr gelangweilt auf sein Handy als sonst irgendwo hin.

Ich war schon fast vertieft (Haha) in den Threesome vor meinen Augen, als mir auffiel, dass mich der ältere Mann zu Beaus Linken anzwinkerte. Und das Swinger-Fetisch-Paar eine Reihe vor uns schickte mir Luftküsschen und liess mich wissen, dass wir all das, was hier gerade auf der Bühne passiert, später nachturnen können, sofern ich will.

Ich wollte nicht.

Eigentlich wollte ich nur noch weg hier aus diesem Séparée. War Beau auch recht. Wir schlenderten noch ein bisschen lustlos rum, bevor wir uns auf den Heimweg machten. Er zu sich. Ich zu mir.

Was okay war.

Zumal ich ja noch ein Ass in der Tasche hatte.

Das Oralsex-Toy.

Und je länger ich mit Beau abhängte, desto weniger hatte auch ich Lust auf seine Nacktheit.

Daheim angekommen machte ich es mir auf meinem Bett gemütlich. Ich zündete ein Kerzli an, liess meine «Sex-Playlist» auf Spotify laufen, packte das Teil aus, legte die Batterien ein und liess mich aufs Bett fallen.

Ich freute mich enorm auf das Gefühl des Gelecktwerdens.

Ich hatte schliesslich wirklich kurz gedacht, dass es funktionieren könnte.

Machen wir es kurz: Es funktionierte nicht.

Ach, nennen wir das Ding beim Namen: Das Toy war der grösste Shit, den ich je zwischen meinen Beinen hatte.

Es geht eben doch nichts über echten Oralsex.

Wie es wohl Suff-SMS-Sandro geht?

Hoi Suff-SMS-Sandro.

Adieu,

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Und hier hätten wir ein paar Stars der Extasia 2017:

1 / 10
Ein paar Stars der Extasia 2017
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Und ein paar Pornostars vor und nach dem Styling

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Pornostars vor und nach dem Styling
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Emma Amour ist ...
… Stadtmensch, Single, Mitte 30 – und watsons Bloggerin, die nicht nur unverfroren aus ihrem Liebesleben berichtet, sondern sich auch deiner Fragen annimmt. Und keine Sorge: Du wirst mit deinen Fragen anonym bleiben – so wie auch Emma. Madame Amour ist es nämlich sehr wichtig, auch weiterhin undercover in Trainerhosen schnell zum Inder über die Strasse hoppeln zu können.
Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe.
Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe.
bild: watson
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