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Die fiesen TĂŒcken eines One-Night-Stands... 🙀

30.07.2020, 16:28
Kid Cleo
Kid Cleo
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Beim Sex kann ja vieles schief gehen. Oder zu einem Unterbruch fĂŒhren. Es ist nicht wie in Filmen, wo nach ein paar Mal Stöhnen beide gleichzeitig zum Orgasmus kommen, und sich dann in postkoitaler Erschöpfung liebevoll streicheln und LiebesschwĂŒre hauchen.

(Echt jetzt, Hollywood, kennst du das wahre Leben?)

Nein. Im echten Leben ist das anders. Es gibt so viel, das in der Hitze des Gefechts passieren kann! Von den Dingen, die beim Sex selber nicht klappen können, will ich gar nicht anfangen. Allein das Drumherum ist tĂŒckisch.

Einmal brach der Lattenrost eines Bettes, einmal fiel ein Bild von der Wand. Einmal zerbrach die Nachttischlampe, einmal kippte der KĂŒchentisch. Und wie oft habe ich schon ein Glas umgekippt und bin dann, statt lasziv rĂ€kelnd, hektisch auf den Knien rumgerobbt, damit das Wasser nicht unter alle SchrĂ€nke lĂ€uft.

Wann der richtige Moment ist, sich abzudrehen und einen Schluck Wasser zu nehmen, ist ein anderes Thema. Denn natĂŒrlich muss man zwischendurch etwas trinken! Ganz egal, wie sehr man bei der Sache ist. Je heisser der Sex, desto durstiger die Teilnehmenden, ist die Faustregel. Weil man vor lauter Stöhnen und Keuchen einen trockenen Mund hat und alle Techniken, auch brave Dinge wie KĂŒssen, ein wenig anstrengend werden.

Was mich auch immer wieder wundert in Filmen: Die Kleider werden langsam abgestreift und fallen sanft zu Boden. Wie man sich sexy aus hautengen Jeans oder schweren Stiefeln schÀlt, wird nie gezeigt.

Und dann ist noch diese Sache mit den Kondomen. Ich beneide Leute, die behaupten, das gehe ganz natĂŒrlich und ohne Unterbruch. «Das bauen wir in den Sex ein!», sagen sie stolz.

WIE? Wie zum Teufel?

Wie bitte sehr, kann man spontan Sex haben, aber darauf vorbereitet sein? Habt ihr in der ganzen Wohnung Kondome verteilt und sollte es in der KĂŒche zur Sache gehen, könnt ihr nur kurz den Basilikum-Topf beiseite schieben und da hat's ein kleines Gummi-Depot darunter?

Ich muss jedes Mal quer durch die Wohnung ins Bad rennen. Ich habe kein Nachttischchen. Oder irgend ein Geheimfach in meinem Zimmer. Ich bin eh viel zu selten zuhause, als dass es sich lohnen wĂŒrde, dies einzurichten. Und in Hotels verteile ich nicht als erstes Kondome, wenn ich ankomme.

In festen Beziehung ist das natĂŒrlich etwas besser. Weil zum Beispiel die Sache mit dem Kondom wegfĂ€llt – dank Pille oder Spirale oder Temperatur messen oder sonst irgendwas. Oder weil man tatsĂ€chlich umfunktionierte Basilikum-Töpfe hat und eh in Trainerhose und nicht Skinny Jeans auf dem Sofa sitzt. Who knows, bin keine Expertin. Bin ja nicht in einer Beziehung. Und gerade auch nicht in einer lĂ€ngeren AffĂ€re. Serafine ist Geschichte. Und seit sie weg ist... ja seither war's das. Und deshalb tat ich letzte Woche, was frau gelegentlich in solchen Momenten tut: Ich hatte einen One Night Stand.

Ich war jobbedingt in Mailand. Sass abends mit einer Freundin in einer Bar. Ein Typ kam zu uns und gab mir einen Zettel. Darauf hatte er mich gezeichnet. (Creepy oder sĂŒss?) Er war kein Picasso, aber die Zeichnung gefiel mir und er gefiel mir irgendwie auch. Er war etwa einen halben Kopf kleiner als ich, hatte dunkle Haare und Augen, er trug enge Jeans und benutzte zu viel Gel und zu viel ParfĂŒm. FĂŒr die Zeichnung wollte er meine Nummer.

Giovanni, nennen wir ihn Giovanni, holte mich am nÀchsten Tag am spÀten Nachmittag im Hotel ab. Er arbeitete irgendwas mit Mode. Ich verstand es nicht wirklich, sein Englisch war mÀssig, mein Italienisch nicht besser. Wir fuhren mit seiner Vespa durch die Stadt, kauften irgendwo Gelati, spazierten herum, assen Parmigiana und tranken Rotwein und irgendwann sind wir bei mir im Hotelzimmer gelandet.

Wir haben also Sex. Ich gehe ins Bad. Nicht das erste Mal. Ich gehe das zweite Kondom holen, was ja eigentlich ein gutes Zeichen ist.

Ich suche also nach dem Kondom und stosse dabei mit dem Kopf gegen die SpiegeltĂŒr des BadezimmerschrĂ€nkchens, das ich in der Eile offen liess. Die Ecke fĂ€hrt mir direkt neben das linke Auge. Es tut nicht besonders weh, aber es blutet. Nicht stark, eher so, wie wenn man einen Pickel aufgekratzt hat und dann minutenlang mit dem Taschentuch draufdrĂŒcken muss. Das tu ich nun und hoffe, dass es schnell aufhört zu bluten.

Nach einer gefĂŒhlten Ewigkeit hört es auf. Ich bete, es möge nicht wĂ€hrend des Sexes wieder anfangen und bin dankbar, dass Giovanni nicht fragt, wo ich so lange war. Wir haben also erneut Sex und danach, finde ich, könnte er gehen. Er sieht das wohl anders, denn er schlĂ€ft, ohne zu fragen, ob er bleiben kann, friedlich ein.

Irgendwann um sechs Uhr morgens gehe ich wieder ins Bad. Ich schaue in den Spiegel und sehe dass sich ein Mini-Bluterguss neben dem Auge gebildet hat. Deckendes Make-up kann ihn durchaus kaschieren, aber ungeschminkt ist er deutlich sichtbar.

Zwei Stunden spÀter bugsiere ich Giovanni aus dem Zimmer. Ich hÀtte gleich ein Skype-Meeting. Er sieht mich an und fragt, was denn mit meinem Auge sei.

Okay, und dafĂŒr schĂ€me ich mich nun etwas. Aber ich wusste irgendwie nicht, wie ich das schlau lösen kann, also sagte ich – echt, wie bescheuert ist das bloss? – dass das immer so sei! Das sei normal so! Giovanni schaute mich sehr irritiert an, dann verschwand er. Das blaue Auge nach fĂŒnf Tagen ebenfalls.

Und ich schwor mir, ab sofort immer mehrere Kondome mit ins Zimmer zu nehmen und auf dem Nachttischchen zu deponieren. Aus SicherheitsgrĂŒnden.

(Oder ich ĂŒberlasse One Night Stands einfach den Profis und versuche es wieder mit in einer AffĂ€re? Oder gar einer Beziehung?)

Kiss und Klits fĂŒr euch,

Cleo

19 Gesundheitstipps vom schlechtesten Arzt der Welt:

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Kid Cleo ist ...
... eine der besten Freundinnen von Emma Amour und aktuell ihre Ferien-Vertretung. Cleo ist Mitte 20, pendelt zwischen ZĂŒrich und Genf und liebt MĂ€nner und Frauen gleichermassen – und ihren Hund Bella. WĂ€hrend den nĂ€chsten Wochen wird uns Cleo mit Storys aus ihrem Leben unterhalten – so lange, bis Ems genug vom «Sommer ihres Lebens» hat. Und noch ein Hinweis von Emma selbst: «Seid nett zu Cleo, sie ist noch sehr klein!» (PS: Cleo ist grösser als Emma.)
Das bin nicht ich. Aber so wĂŒrde ich als Illustration aussehen. Öppe. PS: Einen Hund hab ich tatsĂ€chlich. Aber meiner sabbert.
Das bin nicht ich. Aber so wĂŒrde ich als Illustration aussehen. Öppe. PS: Einen Hund hab ich tatsĂ€chlich. Aber meiner sabbert.
bild: watson / shutterstock
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