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bild: shutterstock / watson

«Zuerst wollen sie alles, dann nichts, was mache ich falsch?»

04.01.2021, 09:19
Liebe Emma

Bereits zum zweiten Mal treffe ich auf einen Mann, der mir zuerst die Welt verspricht und dann behauptet, ich würde zu schnell alles wollen.

Der eine sprach bereits beim zweiten Date darüber, wie wir heiraten und würde für mich auf Kinder verzichten, da ich keine möchte. Zeigte mir das Haus seiner Grosseltern, welches wir zusammen umbauen können.

Der zweite wollte mich ständig sehen, zusammen einschlafen und brachte die Aussage, dass er sich nicht um meine verflossenen Männer kümmere, solange er gegenwärtig sowie zukünftig der einzig und letzte sein würde. Zudem wolle er eine Beziehung mit mir, was ich sogar schwarz auf weiss habe, obwohl ich kein Fan der tiefgängigen Gespräche mittels Whatsapp bin.

Alleine bin ich glücklich, ich geniesse mein Singleleben, wünsche mir aber einen Partner zum alt werden. Da ich erst 24 bin, habe ich weder Zeitdruck noch Torschlusspanik. So war ich bei den doch etwas überstürzten Aussagen zur gemeinsamen Zukunft skeptisch. Zu verträumt oder in der Hoffnung auf ein Happy End, lasse ich mich jedoch jeweils auf mein Gegenüber ein.

Als ich mit dem ersten dann draussen spazieren gehen wollte, blockte er ab. Es sei dann zu offiziell.

Der zweite hat beim gestrigen Date kritisiert, dass ich zu viel Zucker zu mir nehme, einmal spreche ich zu viel, einmal zu wenig und wenn ich Sex will, fühlt er sich als Sexobjekt, wollte mich jedoch bei einem vorgängigen Date trotz grossen Menstruationsschmerzen flachlegen und hatte wenig Verständnis für mein Nein.

So wollte ich heute Morgen wissen, wieso er mich weiter treffen möchte, hat er doch so viel zu kritisieren. Den Mund bekommt er nicht auf, nein per Whatsapp teilt er mir mit, dass ich ihn falsch verstehe. Ich würde ihn nur mit dem «Befehls-Ohr» hören, müsste aber das «Beziehungs-Ohr» anhören (keine Ahnung, was er meint). Zudem würde ich zu viel wollen, weil ich gestern Abend Lust hatte auf Sex.

Ich verstehe nicht, was ich falsch mache, wenn ich mich dem Tempo der Herren anpasse, jedoch ging so beides in die Brüche und ich möchte den unbekannten Fehler nicht noch ein drittes Mal machen. Was muss ich ändern?

Liebe Grüsse,
Sabrina

Liebe Sabrina,

hast du dir schon einmal überlegt, dass du eventuell gar nichts falsch machst? Dass du vielleicht gerade zwei Mal an Männer geraten bist, die schwierig sind? Unentschlossen, fordernd, ev. sogar ein bisschen narzisstisch?

Vor allem dein zweites Beispiel lässt bei mir alle Alarmglocken läuten. Einer, der kein Verständnis für deine Menstruationsbeschwerden hat, hat es nicht verdient, dein Herz zu bekommen. Das mag radikal klingen, ich meine es aber genau so.

Ausserdem willst doch auch du keinen Mann, der nur an dir rumnörgelt. Das hast du nicht verdient. Iss so viel Zucker wie du willst und rede, wie dir der Schnabel gewachsen ist. Weder das eine noch das andere wird den richtigen Mann an deiner Seite stören.

Dein erstes Beispiel ist weniger krass, geht aber in die gleiche Richtung. Wenn wir so wollen, können wir ein Muster erkennen. Du scheinst auf Männer anzuspringen, die dir, eben, zuerst die Welt erklären, um dich dann aber wieder fallen zu lassen.

Vielleicht könntest du da ansetzen. Dich fragen, woher das kommt. Ob das schon vorher so war. Und vor allem: Was du dagegen tun kannst. Ich weiss, dass Blender, und bei deinen Beispielen muss ich an Blender denken, vor allem am Anfang etwas Faszinierendes haben. Wenn du sie aber von Anfang an durchschaust, kannst du das Muster früher erkennen und dich selber schützen.

Ob und was genau du falsch gemacht hast, ist schwierig zu sagen. Eventuell warst du etwas zu blauäugig. Da kann ich aber nur raten. Vielleicht kann da jemand, der dich gut kennt und dir nahe steht, eine bessere Einschätzung abgeben.

Ich wünsche mir fest für dich, dass du nur noch auf Männer triffst, die wissen, was sie an dir haben. Die respektvoll und ehrlich sind. Die dich sehen, fühlen und lieben. Ganz bedingungslos. Das verdienst du. Das verdienen wir alle.

Alles Liebe!

Deine

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Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe.
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bild: watson
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