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bild: shutterstock / watson

Von Max kriege ich jetzt 1 feste Beziehung + 0 Kinder

Es könnte alles so simpel sein. Zumal Max nun doch bereit ist, unserer Beziehung den Stempel aufzusetzen. Bevor ich aber «Ja, ich will» ankreuze, offenbart er, dass er mit der Kinderfrage abgeschlossen hat. Und jetzt? Jetzt dreh ich am Rad.
30.04.2021, 09:50

Es ist verreckt. Bis vor ein paar Wochen habe ich mir so gut wie null Gedanken über die Kinderfrage gestellt. Warum auch? Bin Single. Kann mir iiiirgendwann Kinder vorstellen. Kann mir aber auch vorstellen, ganz ohne glücklich zu werden.

Easy Ausgangslage, voll gechillt alles.

Bis Max, mein Nachbar, kam. Und mit Max seine Tochter Lou. Dass wir ineinander verschossen sind, haben wir uns schon längst eingestanden. Er wollte dennoch bis soeben unserer Beziehung keinen Beziehungsstempel aufsetzen. Und ich wusste nicht, ob ich einen Mann will, der bereits ein Kind hat.

Was ich auch nicht wusste, ist, dass ich keinen Mann will, der ganz sicher keine Kinder mehr will. Seit einer Woche aber weiss ich genau das.

Von Anfang an.

Max und ich haben ein Kartenspiel gespielt. Es ist kein klassisches Spiel, bei dem man gewinnt oder verliert, es geht einfach darum, dass man sich tiefgründigen Fragen stellt.

Max hat die Karten gekauft. Das, nachdem ich ihm sagte, dass ich die allen Freundinnen schenke, die gerade auf der Schwelle zu festen Beziehungen stehen. Es ist also eine SEHR herzige und durchaus romantische Aktion von Max.

Ein Satz, ein Stich ins Herz!

Wir sassen also supergemütlich auf seinem Bett und redeten. Und redeten. Über unsere ersten Male. Über unsere Eltern. Unsere Wünsche, Träume, Ängste. Leichen im Keller. Über unsere Werte, Visionen, Zukunftswünsche. Und da ist es geschehen.

«Emma, ich will dich. Ich will uns. Ich will es zumindest probieren. Was ich aber nicht will, und das muss ich dir jetzt sagen, sind weitere Kinder. Nach Lou habe ich mit dem Thema abgeschlossen.»

Da war er also, der Stich ins Herz. Von dem ich nicht mal wusste, wie sehr er mich trifft. Weil eben, ich kann mir ja ein Leben ohne Kartoffeln wunderbar vorstellen. Dachte ich. Und irrte mich ganz offensichtlich.

Nicht mal die Option auf Kinder zu haben, das schaffe ich nicht. Das ist so endgültig. Und ich zu alt, um mich trotzdem mal easy auf Max einzulassen und mal so biz mit dem Flow mitzugehen.

Ich weiss zwar nicht, ob ich Kinder will. Ich weiss aber, dass ich mir die Option auf diese nicht nehmen lassen will. Klingt komplex. Ich weiss. Leben eben. Und Liebe eben. Ätzend. Fies. Schmerzhaft.

Und was zum Teufel machen wir jetzt?

Wo ist mein gechilltes Dasein, das ich jeweils an- und ausgezogen so wahnsinnig unbeschwert mit Suff-SMS-Sandro zelebrieren konnte?

Max und ich jedenfalls sind einen grossen Schritt weiter. Und dann auf dem Spielfeld doch zehn Schritte zurück. Er will jetzt zwar eine Beziehung, so tus auch ich, er will aber ganz sicher keine Kinder mehr.

Hallo, neue Ausgangslage! Kaum habe ich mich mit dem Gedanken angefreundet, Ja zu einem Mann mit Kind zu sagen, sagt dieser nein zu einem Kind. Wann sind wir so erwachsen geworden, dass wir noch vor Beziehungstag 1 über Kinder sprechen müssen?

Ich finds Kacke.

Max findets Kacke.

Alles Kacke.

Ich mag mich nicht mal von Suff-SMS-Sandro trösten lassen.

Also, zurück auf Start, Karten neu mischen und überlegen, was wir jetzt machen. Ob wir was machen. Ob ich so kann. Ob er so kann. Und wenn nicht, wie wir damit umgehen, dass wir im gleichen Haus wohnen.

Mann ey, Madonna oder Angelina Jolie müsste man sein. Dann könnte ich mir einfach eine Horde Kartoffeln kaufen, wenn mir dann danach wäre.

So howthefuckever.

Ich gehe mir mal husch eine grosse Runde leid tun. Dann rufe ich meinen Papa Bruno an und frage, was ich machen soll. Und dann gehe ich nach sehr, sehr sehr langer Zeit mal wieder raus trinken. Zum «Wohl», Schicksal, du obermieser Verräter du!

Adieu,

Diese Kinder sehen ihre Grosseltern nach Monaten wieder und es ist ...

Video: watson/jah

21 Bilder, die zeigen, dass Kinder nicht immer einfach sind

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21 Bilder, die zeigen, dass Kinder nicht immer einfach sind
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Informationen zum Buch
Herausgeberin: watson
Erscheinungstermin: 12.02.2021
ISBN: 978-3-03902-124-6
Einband: Broschur mit Klappe
Umfang: 160 Seiten, 8 Illustrationen
Format: 13,5 x 21

Buchpreis
CHF 18.00 (CH)
EUR 18.00 (D)
EUR 19,00 (A)
Emma Amour ist ...
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Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe.
Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe.
bild: watson
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