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montage: watson / material: shutterstock

Emma Amour

Ich habe eine Woche lang Self-Sex-Tipps getestet!

Weil ich gerade eine Dating-Pause brauche, widme ich mich den wichtigen Dingen meines Lebens: Meiner Vagina, meiner Libido und meiner Orgasmus-Stimme.



Ich habe immer noch Liebeskummer. Wegen Ivan. Und Ivan und Sue und mir. Und weil das Herz immer noch so schmerzt, gönne ich mir eine Männerpause.

Männerpausen finde ich gut. Lege ich immer wieder mal ein. Dann binge ich uralte Serien (I love you, Dylan McKay), miste meinen Kleiderschrank aus und putze mal wieder meinen Kühlschrank.

Und ich masturbiere. Und masturbiere. Und masturbiere.

Genau darüber rede ich neulich mit ein paar Freundinnen im Café. Die eine masturbiert mit einem Kissen. «Ich leg mich einfach drauf und reibe mich dran. Voll geil.» Eine andere macht es sich immer wieder mal mit links. «Fühlt sich herrlich fremd und aufregend an.»

Cleo schwört auf zwei Finger einführen. Nicht zu tief. So paar Zentimeter. Sie schwärmt von einer Drucktechnik, die sie «ultra krasse Orgasmen» erleben lässt.

Dann bin da noch ich. Ich mach's mir eigentlich immer genau gleich. Ich habe meinen Lieblingsvibrator, meine Lieblingsseite im Netz und meine Lieblingsposition in meinem Bett. Wenn ich's mal richtig krachen lasse, dann tu ich's in der Dusche.

Ich soll doch jetzt, da in Sachen Sex mit Männern sowieso grad Flaute bei mir herrscht, jegliche Self-Sex-Tipps, die an diesem Tisch ausgetauscht werden, testen, findet Cleo. Und entfacht damit das Feuer meiner eigenen Leidenschaft.

Ich notiere mir sieben Tipps und lege an einem Montag los.

Montag: Cleos Zwei-Finger-Druck-Methode

Ich bin ja grosser Fan meiner Klitoris. Da weiss ich genau, wie ich das Knöpfli drücken muss, damit ich komme. Hier geht es aber um mein Inneres. Und meine zwei Finger, die dieses stimulieren sollen. Ich verteil mal grosszügig Gleitmittel und steck also meine Finger rein. Dann drück ich. Mal fester, mal sanfter. Mal schneller, mal langsamer. Fühlt sich geil an. Ähnlich wie das erste Eindringen beim richtigen Sex. Ich bleibe dran und drück und drück. Kommen tu ich nicht. Cleo meinte noch, dass die Methode etwas Übung und Geduld braucht. Zweiteres fehlt mir leider gänzlich.

Dienstag: Audio-Porn statt Bewegtbild-Porno

Ok, das ist der Shit. Die eine hat mir Aufnahmen geschickt, bei der man echte Paare vögeln hört. Nur hört. Du siehst nichts. Ich lege mich hin und lausche. Am Anfang kichere ich ein bisschen. Töne ich auch so? Dann aber geht's verdammt schnell und ich bin sehr angeturnt. Der Reiz des nichts sehen und sich selber was zum Gestöhne ausdenken kickt mich sehr. Ich, ähm… verbringe mehrere Stunden mit den Klängen. Danke, Paula.

Mittwoch: Der Kissen-Ritt

Ich hab's wirklich versucht. Habe mich aufs Kissen gelegt. Bin rittlings drauf gesessen. Hab mich daran gerieben und bin's geritten (haha). Es ist absolut rein gar nichts passiert.

Donnerstag: Ich mach's mir mit links

Hier wird mir bewusst, was für Gewohnheitstiere wir doch sind. Sich selber mit links anfassen fühlt fast so fremd an, als würde uns ein anderer Mensch berühren. Irgendwie schräg. Mehr als schräg aber auch noch geil. Und irritierend: Bin ich mit rechts meine beste Liebhaberin, will's mit links mit den Berührungen nicht so. Ich bleibe dran und nehme mir viel Zeit. Dafür werde ich am Ende dann tatsächlich mit einem gigantischen Orgasmus belohnt. Mache ich sicher mal wieder.

Freitag: Atmen statt rubbeln

Heute geht's vor allem ums nicht-Berühren. Ich soll Pornos schauen. Nur schauen. Und fühlen, wie es irgendwann zwischen den Beinen kribbelt. Wie ich mich danach sehne, mich selber anzufassen. Dann soll ich atmen. In die Klitoris. Klingt mega eso. Ist es auch. Ich probier's dennoch aus und staune: Das ist geil. Also das nicht anfassen. Die Atmerei schenke ich mir. Kann ich schon im Yoga nicht gut. Nach 40 Minuten des nicht berührend aber kann ich nicht mehr. Ich berühre mich – und komme innert Sekunden. Bin sehr begeistert.

Samstag: Do the Dildo-Thing!

Ich habe den Sinn des Dildos noch nie begriffen. Das Ding vibriert nicht. Das Ding bewegt sich nicht. Was also soll es? Weil Anna aber drauf schwört, lege ich mir einen hübschen Dildo zu. Nicht hautfarben, keine Adern drauf. Meiner ist durchsichtig, schlicht, elegant. Ich lege mich mit dem Teil ins Bett und fummle mal so ein bisschen damit an mir rum. Ich werde feucht. Gehe aber davon aus, dass es der Porno ist, der mich nass macht. Jetzt jedenfalls führe ich das Teil ein. Ganz langsam und sanft. Dann ein bisschen mehr. Und noch mehr. Gibt mir rein gar nichts. Vielleicht braucht das auch wieder etwas mehr Übung und Geduld. Womit wir wieder bei Punkt 1 von Montag sind.

Sonntag: Schau mir in die eigenen Augen, Baby!

Selma findet es das Geilste, sich selber dabei zuzusehen, wenn sie masturbiert. Nicht aus narzisstischen Gründen, wie sie betont. Sie sagt, dass Frau wahnsinnig viel über sich und ihren Körper lernt, wenn sie das macht. Und seit sie weiss, wie sie aussieht, wenn sie kommt, fühlt sie sich sehr viel befreiter und hemmungsloser beim Sex mit Männern. Nun ist es so: Ich habe keinen geeigneten Spiegel. Hab ihn mal zertrümmert. Long Story. Also habe ich mich beim masturbieren aufgenommen. Das aus dem simplen Grund, dass ich mich seit meinem Dienstagsexperiment des Audio-Porn-Blogs gefragt habe, wie ich töne. Jetzt also weiss ich es. Es ist einiges lauter, als ich dachte. An dieser Stelle ein sehr herzliches Sorry, liebe Nachbarn.

Aaaaaaaaaahdieu,

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Die Geschichten aus dem Leben von Emma Amour:

Emma Amour ist ...

... Stadtmensch, Single, Anfang 30 – und watsons Bloggerin, die nicht nur unverfroren aus ihrem Liebesleben berichtet, sondern sich auch deiner Fragen annimmt. Und keine Sorge, so wie auch Emma, wirst auch du mit deinen Frage anonym bleiben. Madame Amour ist es nämlich sehr wichtig, auch weiterhin undercover in Trainerhosen schnell zum Inder über die Strasse hoppeln zu können.

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Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe. bild: watson

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