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«Mein Zelt brannte» – 9 watsons verraten ihre schlimmsten Openair-Erlebnisse



Ihr fragt euch, wie ich zu den schlimmsten Openair-Erlebnissen unserer Redaktorinnen und Redaktoren gekommen bin? Nun, es war nicht ganz einfach, aber mit einem kleinen Trick haben sie ALLE geredet.

Ein Auszug aus meiner E-Mail an meine Kollegen:

https://imgur.com/gallery/AAJc1Rh

Bild: imgur/watson

Und: Ich musste versprechen, dass sie anonym bleiben. Aber ich glaube, es lag schon vor allem am Babyesel. Wie dem auch sei, gehen wir über zu den Geschichten ...

Der Fremdpinkler

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gif: Giphy

«Ich war einmal am Openair Frauenfeld. Nicht nur, dass es dort am Wochenende gefühlte 100 Grad heiss und nirgends der kleinste Schatten in Sicht war, in der Nacht hat auch noch jemand an unser Zelt gepinkelt. Ich bin vom Geräusch des Pinklers aufgewacht, war danach aber zu schlaftrunken, um etwas dagegen zu unternehmen.

Seither war ich nie wieder Zelten und das ist jetzt etwa zehn Jahre her.»

Das freizügige Paar

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gif: Giphy

«Es war ein heisser Tag, als ich mich auf dem Openair Frauenfeld in das Zeltlager eines Freundes kämpfte. Er war mit einem befreundeten Pärchen bereits früher angereist und hatte einen geeigneten Zeltplatz gefunden. Das Pärchen, so stellte sich heraus, hatte sich vor dem Openair lange nicht mehr gesehen, weshalb die beiden verständlicherweise einiges nachzuholen hatten.

Der Nachteil dabei: Im Zelt wurde es durch die Sonneneinstrahlung sehr heiss und so liessen sie den Zelteingang gerne offen, wenn sie ... naja ... ihr wisst schon. Ein weiterer Nachteil war, dass der Zelteingang direkt in Richtung unserer Campingstühle zeigte und man sich nur im falschen Moment umdrehen musste, um ungewollte Einblicke zu erhalten.

Das Openair war insgesamt dennoch sehr entspannt. Auch weil das Pärchen gar keine Zeit hatte, an Konzerte zu gehen.»

Die Diebe

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gif: Giphy

«Ich war am Paleo-Festival in Nyon. Dort haben ein paar Leute mein ganzes Hasch gestohlen und danach versucht, es mir wieder zu verkaufen. Danach wollte ich abreisen und zum Abschluss noch am See ein bisschen baden und Sandwiches essen.

Dafür habe ich mir mit meinem letzten Geld extra einen Krustenkranz, Emmentaler und Lyoner-Scheiben gekauft. Auf einmal sind vier Typen aufgetaucht und haben auf französisch gefragt, ob sie von meinem Brot haben dürften. Bevor ich Nein sagen konnte, haben sie es einfach genommen.

Danach wollte ich direkt nach Hause gehen, aber dann habe ich versehentlich den Regionalzug genommen. So brauchte ich sechs Stunden bis Basel und Zigaretten hatte ich auch keine mehr. Deshalb habe ich mich in das Raucherabteil gesetzt, um wenigstens Restrauch atmen zu können. Nie zuvor und nie mehr nachher war ich so weit unten.

Es war der Moment, in dem ich beschloss, mein Leben von Grund auf zu ändern. Das Glücks-Holzamulett mit Haschblatt eingraviert, das ich mir am Festival gekauft hatte, warf ich deshalb symbolisch aus dem Zugfenster. In Pieterlen, kurz vor Grenchen.»

Der Grüsel

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gif: Giphy

«Als ich das erste Mal ans Openair St.Gallen durfte, war ich 16 Jahre alt und voller Tatendrang. Getrunken hab ich auch viel. Unser Zelt stand am steilsten Hang des Geländes. Es war eine Katastrophe. Aber darum geht es nicht. 

Es geht darum, dass ich an diesem schönen Samstag im Jahre 2001 einen Schotten erblickte, den ich wegen seines Rocks natürlich sofort als solchen erkannt hatte. Er sass auf einem dieser sehr gemütlichen Camping-Stühle, die an der Lehne ein Loch für das Getränk haben. Ich bin zu ihm hin und habe ihm gesagt, dass echte Schotten unter ihrem Rock nichts tragen (klassisches ‹Braveheart›-Wissen, das einzige, was wahrscheinlich stimmt in diesem Film).

‹Have a look› antwortete er. Und ich tat den ‹Look› und darunter war tatsächlich nichts, ausser eines sehr wachen Gemächts. Ich war 16. Und nicht bereit für diese Begegnung.»

Der Grillmeister

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«Das schlimmste Erlebnis hatte ich am Openair Frauenfeld 2007. Wir kamen gerade vom Ice-Cube-Konzert zurück und waren total bekifft. Alle hatten Hunger, doch zum Glück hatte ein Kumpel, der Pfandfinder war, einen Gas-Grill dabei. Nach eineinhalb Stunden, in denen er erfolglos versucht hatte, das Ding zum laufen zu bringen, gaben wir auf. Nicht nur hätten wir den Zeltplatz fast in die Luft gejagt, wir mussten auch unsere Bratwurst kalt essen. Nie mehr Gas-Grill!»

Die Verlorenen

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«Wir wollten mal aus Gründen beim Auftritt von Bushido genügend weit vorne stehen. Kaum hatte das Konzert begonnen, gab es direkt hinter uns eine Massenschlägerei. Wir waren eine Gruppe von vier Kolleginnen und wurden alle auseinandergerissen. Eine liebe Sanitäterin brachte mich dann aus dem Getümmel. Bis ich meine Freundinnen wiedergefunden hatte, dauerte es eine gefühlte Ewigkeit.»

Die Gerettete

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«Mein Zelt hat mal gebrannt, während ich darin schlief. Unser Zeltplatz war mit Stroh unterlegt, da das gemütlicher war. Vermutlich hat jemand seinen Joint ins Stroh gelegt, und dieses entzündet.

Glücklicherweise wurde ich gerettet. Vom Feuer hab ich gar nichts mitbekommen. Das Zelt bestand jedoch nur noch aus Fetzen – der Beweis, dass es tatsächlich passiert ist.»

Die Zeltausräumer

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«Vor zwei Jahren war ich zum siebten Mal am Openair-Frauenfeld. Wir gingen, wie jedes Jahr, in einer kleinen Gruppe ans Festival und zelteten dort auf dem Campingplatz. Bis dahin hatte ich keine schlechten Erinnerungen ans Openair. Leider sollte sich das noch ändern. Wir waren am Abend nach den Konzerten noch feiern und als die Ersten von uns zurück zum Zelt gingen, fanden sie dort ein riesiges Chaos vor.

Unsere Kleider und Necessaires waren vor dem Zelt ausgeleert worden. Dieses war völlig durchwühlt und alles, was wertvoll war, ist mitgenommen worden. Zum Glück hatten wir das allerwichtigste (Handy und Geldbeutel) bei uns. Aber es war natürlich trotzdem sehr ärgerlich und das Gefühl, dass jemand Fremdes in unserem Zelt herumgewühlt hatte, liess uns in dieser Nacht nicht gut schlafen.»

Die Unvernünftige

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«Openair St.Gallen 2006: Ich war 19 und das Leben grossartig. Wir haben drei Tage gesoffen, gekifft, Musik gehört und getanzt. Um die Hygiene nicht ganz zu vernachlässigen, haben wir im Fluss den gröbsten Dreck von unseren Körpern weggewaschen. Beim Baden trat ich auf einen verrosteten Eisendraht, der in meinem Fuss stecken blieb.

Nette Sanitäter haben mir dann den Draht rausgezogen und den Fuss verarztet. Jung und dumm wie ich war, hab ich mich danach nicht mehr um die Wunde gekümmert, sondern munter weitergefeiert. Als ich nach dem Festival zu Hause den völlig verdreckten Verband vom Fuss rollte, war der total rot und entzündet.

Eine feine rote Linie schlängelte sich gut sichtbar Richtung Knie hoch. Blutvergiftung! Im Spital wurde mir der Fuss sofort eingegipst und hochgelagert und ich mit einer Infusion in der Armbeuge ins Bett gesteckt. Die nächsten fünf Tage blieb ich dort so liegen.

Am Schluss war mein Fuss wieder ok, den Gips musste ich dann aber noch ein paar Wochen behalten. Ausgerechnet zu dem Zeitpunkt als Italien Weltmeister wurde. Das feierte ich natürlich ausgiebig und vergass dabei meine Krücken zu benutzen – mit der Folge, dass mein Gips so verdreckt war, dass er sich aufzulösen begann.

Ich musste wieder ins Krankenhaus. Dieses Mal waren die Ärzte weniger freundlich und ermahnten mich mit bösen Blicken. Aber ja, damals dachte ich halt: YOLO.»

Bonus: Der Mountainbiker

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So gut hatte er es leider nicht im Griff. gif: Giphy

«Es war in den 80er-Jahren (ja, ja, wenn Opa erzählt ...), im Steinbruch bei Olten. Wir waren etwa zu siebt, hatten eine Bong dabei und mächtig viel Sangria getrunken (würg). Beim Openair-Gelände gab es einen kurzen Mountainbike-Trail im Wald zum Ausprobieren. Natürlich sind wir betrunken biken gegangen. Mein Freund Michael ist prompt gegen irgend so eine Schwelle gefahren und hat sich ziemlich weh getan. Was haben wir gelacht ... die Story ist überhaupt nicht spektakulär, aber ich wollte ja deinen Baby-Esel nicht traurig machen. Selber Schuld.»

Was war dein schlimmstes Openair-Erlebnis? Schreib's uns in die Kommentare.

Als Abschluss das süsseste GIF der Welt:

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gif: Giphy

Wir haben sogar eine Baby-Esel-Slideshow, wie toll ist das denn?!

So laufen Festivals in Wirklichkeit ab

Video: watson/Knackeboul, Madeleine Sigrist, Lya Saxer

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