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bachelor 2020

Die zwei! Sind verknallt, wie Adam und Eva gewesen wären, wenn Gott ihnen nicht reingepfuscht hätte. Hier heissen sie Alan und Francesca. Bild: chmedia

Review

Schwestern in der Seele und im Silikon: Die «Bachelor»-Ladys lästern ein letztes Mal

Achtung, Achtung, hier kommt der ebenso unnötige wie beliebte Nachschlag zur heurigen Staffel. Der, wo alle in einer Reihe sitzen und Rafael Beutl Fragen stellt. Heute mit entsprechend niveauvoller Soundtrack-Empfehlung.



Aus mir völlig unerklärlichen Gründen höre ich James Blunt, während ich diesen Artikel schreibe. Wahrscheinlich, weil der Brite James Blunt eine Beiz in Verbier besitzt. Ihr wisst schon, Verbier, the place to no longer be für einen Grossteil jener 10'000 britischen Skitouristen, die in den letzten Tagen noch schnell in die Schweiz jetteten.

Themenwechsel! Ganz ehrlich? Also absolut no-fake-ehrlich? Ich war dankbar für diese Staffel «Bachelor». Weil sie trotz aller Corona-Massnahmen (mehrmals wöchentlich testen des Bachelors und der Ladys und – kein Witz – Rosen desinfizieren) aussah wie fast immer. Ich bin auch froh, dass die meisten Kochshows aussehen wie fast immer, obwohl die Umstände, unter denen sie gedreht werden, so umständlich geworden sind.

Ja, lacht mich ruhig aus, aber ich nenne es Heimatgefühl. Fensterchen in eine Normalität, die gerade nichts als Nostalgie ist.

bachelor 2020

Monsieur Beutl, der Weihnachtsbaum und Monsieur Wey haben sich in der grossen bunten Welt der Mode kennengelernt. Okay, einer war nicht dabei. Bild: chmedia

Sorry, ich bin gerade sehr emotional, ich glaube, ich muss mich mal rasch vom Bildschirm abwenden und mit meinen krallenbewehrten Fingern ein Tränchen aus dem Auge quetschen. So wie Mandy das angeblich getan hat, aber Mia nicht, weshalb Alan mit Mandy Mitleid hatte, aber mit Mia nicht. Und so weiter. Ihr seht schon, wir sind im letzten Kapitel der «Bachelor»-Saga 2020 angekommen. Im Nachsatz quasi. Im Gepäckwagen eines langen Zuges. Beim Ersatzrad im Kofferraum eines Autos.

Willkommen zum Resteessen. Oder zum Klassentreffen der Krassen ohne Klasse.

Willkommen bei der Reunion-Folge. Wo Ex-Bachelor Rafael Beutl den Jetzt-Bachelor Alan und seine Francesca ausfragt, aber auch die rausgefaulten Angie, Mia, Mandy, Xenia, Veronika und Fabienne. Wie immer sitzen alle in einer Reihe. Wie immer steht an einem Ende ein Weihnachtsbaum.

bachelor 2020

Mandy, Angie und Mia (v.l.) können alle irgendwie nicht verstehen, wieso nur sie selbst sich die Besten finden. Bild: chmedia

Rafael und Alan kennen sich schon lange, sie haben sich «bim Modle» getroffen, und ehrlich jetzt, will Raffa wissen, was ist besser, Modle oder Mädels aufreissen als Bachelor? Alans Antwort? «S Modle isch nie so geil gsi!». Damit das grad klar ist: Er und Francesca sind immer noch vollverknallt. Ich gebe ihnen immer noch ein ganzes halbes Jahr. Unsere Video-Grossmeisterin Emily gibt ihnen «bis zum Ende des Lockdowns». Je nachdem kommt das auf das gleiche raus.

Kurz: Wir sind uns einig, dass die beiden eine Zukunft haben. Dies nicht zuletzt, weil Francesca zu ihrer ersten gemeinsamen Nacht in einem Hotelzimmer Overknee-Stiefel trägt, und zwar im Bett, wie Alan sich das mal in einem heissen Traum gewünscht hat. Beide sind auch gleichermassen besitzergreifend, er will andauernd Bekenntnisse hören, sie sagt: «Es isch de glich Maa (wie in Portugal), aber es isch jetzt min Maa.»

Alan beantwortet die alles entscheidende Frage von Francescas Vater richtig: Was gehört absolut nicht auf eine Pizza? Ananas!

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Angstmoment für Alan: Der hyperkritische Süditaliener im Bild ist Francescas Vater. Bild: chmedia

Aber ich seh schon, ihr seid am Gähnen und denkt euch, boah, ist Glück langweilig, dokumentiert uns lieber das lasterhafte Lamento der Loserinnen! Bitte, gerne. Ein paar damenhafte Dialogfetzen gefällig?

Mandy: «Ich find, s'Beschte chunnt zum Schluss. Und ich bin s'Beschte, sorry.»
Angie: «Wahrscheinlich in deinem Kuhstall bist du die beste Wahl, aber ned hier beim ‹Bachelor›.»
Mandy: «Ich weiss immer na nöd, wieso du uffen Chueschtall chunnsch!»
Angie: «Ja, schau dich doch an!»
Mia: «Los mal, mit Natur mümmer nid afange, will din Push-up isch nöd Natur, okay? Dänn gang ich lieber mir Silikontitte go la mache, als en Push-up chaufe, wo so fett isch!»
Mandy: «Du hesch au Fake-Brüscht.»
Angie: «Ja, aber wir können's uns leisten. Wenn der Mann mich auszieht, dann hat er bei mir was in der Hand!»

Mia will von Alan wissen, wieso er sie rausgeschmissen hat, obwohl sie und Angie zu dritt mit ihm im Bett waren und er echt was in der Hand hatte. Nun, er hat sie trotzdem «nöd eso gschpürt». Mia versteht einfach nicht, wie man ihr andere vorziehen kann. Angie nennt sie «asozial».

Erstaunlicherweise finden Angie und Mia daraufhin heraus, dass sie einander so hassen, weil sie sich eigentlich zu sehr lieben, denn eigentlich sind sie sowas wie Zwillingsschwestern in der Seele und im Silikon.

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Der internationale Stiefelfetischismus hat ein neues Symbolbild. Bild: chmedia

Allgemein sind die Ladys hässig auf Alan. Weil er für alle so viele Gefühle zeigte und jetzt wissen sie nicht, was war fake und was nicht. Besonders die Finalistinnen Veronika und Fabienne fühlen sich richtig von ihm «verarscht». Und so weiter und so fort. Resteessen, wie gesagt ...

Alan und Francesca wünschen sich übrigens nichts sehnlicher, als endlich mal ein ganz normales Date in einem «Reschtorant» feiern zu können. Leider werden sie in den nächsten Wochen kein solches finden. Oder vielleicht doch! In ... Verbier! Na ja, selber kochen und James Blunt hören ginge auch. Ist fast so ein adrenalinförderndes Abenteuer wie Bungee Jumping ... Oder so. Wie singt Blunt gerade? «You made me breakfast every morning ...» Ich wünsch den beiden Turtelvögeln jedenfalls freudvolle Tage.

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Es war einmal vor vielen Wochen ...

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