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bild: watson / material: shutterstock

Storytime

Es war einmal in der Kommentarspalte ... so wurde aus uns ein Paar! 🥰

bambusbjörn & lilie



Herzlich willkommen zu Storytime!

Weil ihr, die beste Community der Welt, in der Kommentarspalte leider sehr wenig Platz zur Verfügung habt, um ausschweifende Geschichten zu erzählen, haben wir hier ein neues Gefäss für euch: Storytime! Unter dieser Rubrik werdet ihr in Zukunft Artikel lesen, die von watson-Userinnen und Usern selbst verfasst und mit unserer Hilfe umgesetzt wurden.

Falls du jetzt denkst «Ha! Perfekt, ich habe viele spannende/lustige/aufmunternde Geschichten zu erzählen»: Weiter unten habt ihr die Möglichkeit, selbst etwas einzureichen.

Und jetzt: Viel Spass beim Lesen!

Liebe Community!

Wir fühlen uns sehr geehrt, dass Lina uns angefragt hat, ob wir unsere Geschichte mit euch teilen wollen! Natürlich wollen wir das. Und wir tun es umso lieber, weil wir wissen, dass viele von euch ein wenig Aufheiterung gebrauchen können in dieser Zeit.

Also, lehnt euch zurück und geniesst! :)

Es war einmal ein Pandabär, der auf einer anderen Plattform mit einer Zahl im Namen nicht mehr so glücklich war und deshalb zur einzig wahren Newsplattform (nämlich die ohne blabla – hähä!) wechselte. Hier fühlte er sich rasch heimisch und beteiligte sich rege am Communityleben: Picdump, Cute News, FailDienstag, und natürlich an zahllosen politischen Diskussionen und sonstigen Aktualitäten. Damals nannte er sich «Gäääähn aka Planet Escoria».

Die Userin «lilie» war damals schon lange bei watson dabei und fand den Neuzugang ganz nett und lustig. Besonders ans Herz wuchs er ihr, weil sie ihm einmal schrieb, sie fände seinen Usernamen recht düster und dass er doch gar nicht recht zu ihm passe. Anscheinend hatte er sich das zu Herzen genommen, denn eines Tages änderte er seinen Usernamen, weil er sich fast in die Hosen machte wegen dieses Gifs hier:

Er schwor, dass er genau so wie dieser Pandabär sei – gross und tollpatschig! Und von nun an war er nur noch bekannt unter dem Usernamen «Bambusbjörn aka Planet Escoria». Später tauschten die beiden ihre E-Mail-Adressen aus. Doch es konnte keine Rede von einem Flirt geschweige denn mehr sein. Sie verstanden sich zwar gut, schrieben aber nur sporadisch.

Dann brach die Pandemie aus. Die Schweiz ging in den ersten Lockdown. Ein Treffen war somit nicht einmal in Reichweite.

Der Sommer kam. Die Leichtigkeit kehrte zurück in unser Leben. Ein Treffen wäre nun ohne Weiteres möglich gewesen – aber ausgerechnet in dieser Zeit schlief der Kontakt zwischen ihnen ein.

Nun senkte sich der Herbst über das Land. Die zweite Welle rollte heran. Die US-Wahlen hielten die beiden in Atem. Es war eine anstrengende Zeit.

Da schrieb lilie dem Pandabären wieder einmal. Wie es ihm wohl ginge? Und ob er mit ihr ein wenig über die Wahlen sprechen würde? In lilies Umfeld interessiert sich nämlich niemand für Politik. Dem Pandabären ging es gerade nicht so gut, und zusammen über das Chaos in der USA zu lästern, war genau nach seinem Sinn! Und sie freuten sich, wieder miteinander in Kontakt zu sein.

Doch der schlief auch diesmal bald wieder ein.

Das neue Jahr kam. Emma schrieb ihre alljährliche Neujahrsrede ihren alljährlichen Beitrag zum neuen Jahr mit der allgemein verbreiteten Hoffnung, dass im neuen Jahr alles besser werden würde.

Und lilie bekam eine Nachricht zugeschickt. Mit einem Screenshot aus der Kommentarspalte. Vom Pandabären:

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Der Originalscreenshot von anno dazumal! Schon fast ein Geschichtsdokument!

Da war lilie aber platt! Mit Tigerchen meinte er sie (Cute Newser wissen, warum). Sie hatte überhaupt nicht damit gerechnet, dass sie Bambusbjörn so viel bedeuten würde!

Doch warum war der Kontakt immer wieder abgebrochen? Das musste sie herausfinden!

Die Antwort war einfach: Dem lieben Pandabären war es lange nicht gut gegangen, und obwohl er sich darum bemüht hatte, fand er oft die Kraft nicht, zu antworten. Aber nun ging es ihm besser, und jetzt waren sie beide entschlossen, den Kontakt zueinander besser zu pflegen! Sie hatten nämlich mehr als genug Gesprächsstoff. Und so passierte es an einem Abend, dass sie (nachdem sie sich gesagt hatten, dass sie beide sehr müde waren und nun lieber ins Bett gehen wollten) noch bis in alle Nacht hinein chatteten.

Danach war lilie hässig.

lilie wird immer hässig, wenn sie findet, dass es nicht so läuft, wie es sollte. Sie fand nämlich, dass es endlich Zeit sei, sich mit dem Panda zu treffen. Sie hatte das schon lange vorgehabt, aber es war ja bisher nie möglich gewesen. Es ging auch jetzt nicht. Der zweite Lockdown war unterdessen da, und noch schlimmer: Sie waren beide krank und mussten zuhause bleiben.

Deshalb schlug lilie vor, dass sie doch wenigstens schon einmal skypen könnten.

Das fand auch Bambusbjörn eine gute Idee. Sie hatten beide Skype schon ewig nicht mehr benutzt, und so kicherten sie wie zwei Teenager, bis sie endlich verbunden waren. Das Gespräch war für beide ganz anders, als sie erwartet hatten. Es ist wirklich erstaunlich, wie anders ein Mensch wirkt, wenn man ihn live vor sich hat, seine Stimme hört, seine Mimik sieht!

Worüber haben sie gesprochen? Sie wissen es beide nicht mehr so genau. Sicher ist, dass sie sich noch sympathischer fanden als zuvor. Und nun waren beide entschlossen, sich baldmöglichst zu treffen.

Geografisch war das kein Problem: Die lilie blüht am rechten Zürichsee, während der Pandabär in den westlichen Wäldern des Kanton Aargaus haust. Aber die Restaurants waren immer noch geschlossen, und dazu war es auch noch Winter.

Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

Daher beschloss lilie, den Pandabären in die grosse Stadt einzuladen. Ihr erstes Date sollte auf einem Bänkli am See stattfinden, mit einer Bratwurst vom Sternengrill.

Nachdem sie also wieder genesen waren, verabredeten sie sich. Und bis dahin flirteten sie schon mal virtuell ein bisschen. Aber nur ein bisschen!

Das Date fing allerdings nicht gut an.

Der Panda verlor in der Grossstadt die Orientierung und irrte durchs Niederdorf. lilie lotste ihn dann zur Bellevue-Insel. Da wartete er auf sie, während sie noch etwas erledigte.

Wie der Pandabär wohl in natura aussieht? Ist er wirklich so gross, wie er gesagt hatte? Und wie werden wir uns begrüssen? Es galten ja immer noch strenge Massnahmen! Stellt euch den Bambusbjörn einfach vor wie eine Kreuzung zwischen einem Wikinger und dem Kung Fu-Panda. Dann seid ihr ganz nah dran! Dieser sanftmütige Koloss von einem Mann stand also mitten in Zürich vor lilie und grinste sie an! Und nachdem sie unterdessen so lange hatten warten müssen, um sich zu treffen, fielen sie sich einfach ganz coronaunkonform in die Arme!

Jaja, das war verkehrt, aber man kann Bambusbjörn einfach nicht anders begrüssen!

Er ist so ein riesengrosser Knuddelbär! Alle, die ihn kennengelernt haben, werden das bestätigen! Von da an klebten sie die ganze Zeit lang aneinander: Als sie gegenüber ihre Bratwurst holten, als sie zum Bürkliplatz schlenderten, wo sie im Pavillon hofften, ein trockenes Sitzbänkli zu finden (Spoileralarm: Es gab keines, alle waren nass; ein Obdachloser erklärte uns dann, dass man eben immer alte Zeitungen dabei haben müsse – zog ein paar aus seinem Rucksack und schenkte sie uns! Ein grosses Herz für den herzigen, alten Mann!), als sie ihre Bratwurst verspeisten und später, als sie an der Seepromenade entlang schlenderten.

lilie zeigte Bambusbjörn den Chinagarten – natürlich war der geschlossen – aber man konnte durch die Fenster in den Mauern hineinspienzeln, die Nasen an den Scheiben plattgedrückt, wie zwei gwundrige Kinder. Bambusbjörn hatte riesig Freude – ein bisschen Abenteuer muss eben sein, auch in Coronazeiten!

Jetzt müssen wir erzählen, wie es zum ersten Kuss kam, oder?

Also, das war so: Auf dem Rückweg zum Bellevue hielt Bambusbjörn es für eine gute Idee, einen wirklich dummen Witz zu machen, nur um zu schauen, wie die lilie darauf reagierte. Die lilie glaubte zuerst, nicht richtig gehört zu haben – dann packte sie ihren Schirm und zinggierte dem Bambusbjörn damit eins (nur keine Angst: natürlich auf die breiten Wikingerschultern, wo nichts passieren konnte!). Das wiederum amüsierte den Bambusbjörn so sehr, dass er ...

Ach, nein, vielleicht war das mit dem Kuss auch schon vorher. Oder nachher? Wir wissen es ehrlich gesagt nicht mehr. Aber irgendwann standen wir im saukalten Winterwetter an der Zürcher Seepromenade und knutschten rum! Es war keine bewusste Entscheidung gewesen, es war einfach passiert. Und es fühlte sich toll an!

Unser erstes Date war so wunderbar gewesen, da konnte es von da an natürlich nur noch bergab gehen.

Das zweite Date jedenfalls war eine Katastrophe.

Das Desaster des zweiten Dates brachte uns ein wenig auf den Boden der Tatsachen zurück. Aber gerade das führte dazu, dass wir uns ehrlich darüber unterhielten, was wir eigentlich voneinander wollten.

Wir hatten beide mehr als genug frustrierende Beziehungserfahrungen gemacht. Wir hatten auch beide derzeit eigentlich gar nicht nach einer Beziehung gesucht. Und plötzlich fanden wir uns in dieser Situation wieder.

Doch jetzt war es anders. Aber warum?

Wir glauben, der wesentliche Punkt war, dass wir uns einfach wohlfühlten miteinander und uns schon nach dem ersten Treffen nicht mehr vorstellen konnten, ohne einander zu sein. Und wir beschlossen, aus unseren Fehlern zu lernen und das zweite Date mit besseren Vorzeichen zu wiederholen. Ein zweites zweites Date.

Aber jetzt mit der Gewissheit, dass wir einander gefunden hatten und dass die Suche ein Ende hat. Und das haben wir getan. Wir sind mit einer ganz anderen Einstellung in das zweite zweite Date. Mit weniger jugendlicher Naivität. Dafür mit mehr Achtsamkeit und Gewissheit.

Und seither sind wir ein Herz und eine Seele.

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bild: shutterstock

Und das Gleiche wünschen wir allen, die ebenfalls noch auf der Suche sind. Lasst euch nicht entmutigen! Haltet Augen und Ohren auf! Geht offen auf andere zu – wer weiss, wer von diesen genau der Mensch ist, auf den ihr gewartet habt!

Und allen anderen – denn wir wurden darauf hingewiesen, dass nicht alle von Liebe und Zweisamkeit träumen – haben wir auch etwas mitgebracht. Hier, nur für euch:

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Bunte Aufheiterung für trübe Zeiten! Bild: Shutterstock

Danke euch fürs Lesen! Friede, Freude und Liebe für alle! <3

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Schicke deinen Input als Word-, Pages oder PDF-Datei ganz einfach an lina@watson.ch.

Und bitte achte auf die Rechtschreibung. Dein Text muss nicht perfekt bei uns ankommen, aber bitte nicht alles kleinschreiben oder Dialekt.

Wir lesen alle Inputs, aber bitte habe Verständnis, dass wir nicht alle Einsendungen berücksichtigen können. Falls dein Beitrag für eine Publikation infrage kommt, werden wir dich persönlich kontaktieren. Vielen Dank!

Und jetzt der Aufsteller des Tages: Pandas im Schnee

Video: watson

Jösses, sind diese kleinen Pandas herzig!

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Jösses, sind diese kleinen Pandas herzig!
quelle: x01745 / china daily
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