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In diesen 7 Ländern und Städten herrschen bereits Plastikverbote



Die EU sagt Einweggeschirr, Strohhalmen, Wattestäbchen und Ballonhaltern aus Plastik den Kampf an. So will sie die Meere und die Umwelt besser schützen. Denn mehr als 80 Prozent des Mülls, der in unseren Ozeanen schwimmt, besteht gemäss der zuständigen EU-Kommission aus Plastik. Doch mit den geplanten Verboten ist die EU kein Vorreiter. In gewissen Ländern und Städten existieren bereits Verbote, um den Plastikmüll zu minimieren.

Hinweis: Die Liste ist nicht abschliessend. Es gibt viele verschiedene Staaten und Städte, die unterschiedliche Gesetze zu Plastikmüll verabschiedet haben.

Kenia

epa06762122 A volunteer collects plastic waste during a clean-up exercise organised by UN Environment near the Nairobi Dam in Kibera slum, Nairobi, Kenya, 25 May 2018. A clean-up and tree-planting event hosted by UN Environment brought together some one thousand volunteers to clean up the Kibera slum. A ban on plastic bags came into effect in Kenya on 28 August 2017, making the manufacturing, selling or even using of them illegal. Those found in violation could face four-year imprisonment or fines of up to 38 thousand US dollars.  EPA/DANIEL IRUNGU

Ein Freiwilliger sammelt während einer Aufräumaktion in der Nähe von Nairobi Müll auf. Bild: EPA/EPA

Plastik stellt in Kenia ein grosses Problem dar. Es verstopft Abflüsse und Wasserläufe, was wiederum zu verschmutztem Trinkwasser führt. Um dieser Problematik entgegenzuwirken, hat die kenianische Regierung am 28. August 2017 ein Gesetz verabschiedet, das Plastiksäcke verbietet. Gegen einen Verstoss drohen Bussen in Höhe von bis zu vier Millionen Schilling, was umgerechnet etwa 37'400 Schweizer Franken entspricht. 

Das Verbot lässt aber auch kritische Stimmen laut werden. So ist Kenia der grösste Exporteur von Plastiksäcken in der Region und daher werden Einbussen in der Wirtschaft und Verlust von Arbeitsplätzen befürchtet. Ausserdem fühlen sich viele Menschen von der Polizei schikaniert.

Neu-Delhi

epa06426411 (24/27) View of domestic solid waste in a drain that leads to the polluted Yamuna river in New Delhi, India, 16 November 2017.
 The Yamuna River, like all other holy rivers in India, has been massively polluted for decades now. The river that originates in a glacier in the pristine and unpolluted Himalayas, and flows through Haryana, Delhi and Uttar Pradesh before merging with the Ganges River in Allahabad, once used to be the lifeline of the Indian capital. Currently, it is no more than a large, open sewer that is choking with industrial and domestic discharge that includes plastic, flowers and debris and has virtually no aquatic life.  EPA/HARISH TYAGI   ATTENTION: For the full PHOTO ESSAY text please see Advisory Notice epa06426387

Zufluss zum verschmutzen Yamuna Fluss in Neu-Delhi, Indien.  Bild: EPA/EPA

In der indischen Hauptstadt Neu-Delhi sind seit 2009 dünne Plastiksäcke, und seit 2012 alle Einwegtüten, verboten. Anfang 2017 wurden die Regelungen weiter verschärft: Nun sind alle Arten von Einwegplastik nicht mehr erlaubt. Auch in anderen indischen Städten und Bezirken sind gewisse Plastikarten verboten. Die Regelungen unterscheiden sich aber von Region zu Region.

Italien

Italien

Müllansammlung in der italienischen Stadt Neapel. Bild: Shutterstock/Stefano Carnevali

In Italien sind seit dem 1. Januar 2011 Plastiktüten verboten und nur noch Säcke, die aus biologisch abbaubaren Materialien hergestellt wurden, erlaubt. Das Gesetz wurde per 1. Januar 2018 noch verschärft. Nun dürfen die vollständig rezyklierbaren Säcke nur noch gegen eine Gebühr verkauft werden. Allerdings sei es in Italien nicht immer einfach, die Gesetze auch durchzusetzen, wie die Wirtschafts-Woche schreibt. 

Ruanda

Kigali, Ruanda

Stadtteil der Hauptstadt Kigali. Bild: Shutterstock/LMspencer

Ruanda hat 2008 ein Verbot für den Import, die Produktion, den Verkauf und den Besitz von Plastiktüten verhängt. Neben hohen Geldbussen drohen im Fall eines Gesetzesbruchs auch Gefängnisstrafen. In den Schulen werden die Kinder schon früh über die Konsequenzen von Plastikmüll aufgeklärt.

Ausserdem wurde der letzte Samstag jedes Monats zum Aufräumtag erkoren. Allerdings ist das harte Verbot für viele Händler auch mit Schwierigkeiten verbunden, da Papiertüten wesentlich teuerer sind als Plastiksäcke.

San Francisco

In this photo taken on Thursday, April 26, 2018, a city sanitation worker sweeps Market Street in San Francisco. San Francisco may have hit peak saturation with the stinky urine, used syringes and trash littering its filthy streets and city leaders are paying attention. Mayor Mark Farrell has promised $750,000 to hire more people to pick up discarded needles and $13 million over the next two years for more heavy duty steam cleaners and pit stop toilets. (AP Photo/Ben Margot)

Ein Arbeiter beim Putzen in San Francisco. Bild: AP/AP

Seit 2007 gilt in der amerikanischen Stadt San Francisco ein Verbot für Plastiktüten. Als Alternative können in den Läden Papiertaschen gekauft werden. Seit 2014 sind nun auch Plastikflaschen verboten. Allerdings gibt es immer wieder kleine Schlupflöcher.

Beispielsweise sind Sportveranstaltungen von diesem Gesetz ausgeschlossen und grosse Non-Profit-Organisationen haben bis 2018 Zeit, sich nach dem neuen Gesetz zu richten. Wer Plastikflaschen mit weniger als sechs Deziliter Inhalt verkauft, muss mit einer Geldbusse von bis zu 1000 Dollar rechnen. 

Bangladesch

epa06752221 People buy food for breaking the fast during the Muslim's holy fasting month of Ramadan at traditional food market at Chalk bazar in Dhaka, Bangladesh, 20 May 2018. Muslims around the world celebrate the holy month of Ramadan by praying during the night time and abstaining from eating, drinking, and sexual acts daily between sunrise and sunset. Ramadan is the ninth month in the Islamic calendar and it is believed that the Koran's first verse was revealed during its last 10 nights.  EPA/MONIRUL ALAM

Markt in Dhaka, Bangladesch. Bild: EPA/EPA

2002 war Bangladesch das erste Land weltweit, welches dünne Plastiksäcke aus Polyethylen verboten hat. Das Gesetz war eine Reaktion darauf, dass Plastikmüll die Entwässerungssysteme von Dhaka verstopft hatte. Dies führte zu ernsten Umweltproblemen. Vor dem Verbot wurden in Dhaka täglich fast 10 Millionen Polyethylensäcke weggeworfen.

China

China, Hongkong

Ein Müllschiff vor Hong Kong, China. Bild: Shutterstock/Sean Pavone

Im Juni 2008 hat die chinesische Regierung Gratisplastiksäcke verboten, um so der Verschwendung von Ressourcen entgegenzuwirken. Ausserdem wurde die Herstellung von Tüten, die weniger als 0,025 Millimeter dick sind, ganz verboten. Ihre Lebensdauer ist viel zu kurz und sie wurden zu nachlässig entsorgt.

Bonus: Singapur

Singapur

Farbenfroher Stadtteil in Singapur. Bild: Shutterstock/Sam's Studio

Ein besonderes Verbot gibt es im Stadtstaat Singapur. Dort sind nämlich Kaugummis verboten. Die ausgespuckten Rückstände waren für die Stadt zu einem grossen Problem geworden. Aus diesem Grund hat die Regierung bereits im Jahr 1992 den Verkauf von Kaugummis verboten. Im Jahr 2004 wurde das Verbot zwar etwas gelockert, beispielsweise sind mittlerweile Zahnputz-Kaugummis erlaubt, ganz abschaffen konnten es die Gegner aber bis jetzt nicht.

Mehr zum Thema findest du hier:

Ein Schweizer hat eine Lösung gegen die Plastikschwemme

Video: srf/SDA SRF

Plastikmüll im Meer ist für die Tiere tödlich:

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