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Mexiko

Staatsanwalt erklärt die 43 verschleppten Studenten für tot



Vier Monate nach der Entführung Dutzender Studenten in Mexiko haben die Behörden die jungen Leute für tot erklärt. «Die Beweise erlauben uns festzustellen, dass die Studenten entführt, getötet und verbrannt wurden», sagte Generalstaatsanwalt Jesús Murillo Karam am Dienstag. «Das ist die Wahrheit. Daran gibt es keinen Zweifel.»

Am 26. September hatten Polizisten in der Stadt Iguala im Bundesstaat Guerrero 43 Studenten des linken Lehrerseminars Ayotzinapa entführt und sie der kriminellen Organisation «Guerreros Unidos» übergeben. Bandenmitglieder räumten ein, die jungen Leute getötet und ihre Leichen auf einer Müllkippe verbrannt zu haben.

A protestor wears a mask during a march marking four months since the disappearance of 43 students from a rural teachers' college, in Mexico City, Monday, Jan. 26, 2015. Prosecutors have said police kidnapped the students on Sept. 26 in the southern state of Guerrero and handed them over to drug gang members, who killed them and burned the bodies. Protestors say the government has failed to provide sufficient proof to clear up doubts over the students' fate. (AP Photo/Rebecca Blackwell)

Seit dem Tod der 43 Studenten kommt Mexiko nicht zur Ruhe. Die Proteste reissen nicht ab, immer wieder fordern die Menschen auf der Strasse den Rücktritt der Regierung.  Bild: Rebecca Blackwell/AP/KEYSTONE

Offenbar wollte der Bürgermeister von Iguala verhindern, dass die Studenten eine Rede seiner Frau störten. Die «Guerreros Unidos» wiederum verwechselten Zeugenaussagen zufolge die Studenten mit Anhängern der verfeindeten Bande «Los Rojos». 

Die Tat rückte die engen Verbindungen zwischen Politikern, Sicherheitskräften und Verbrechern in Mexiko erneut in den Fokus. Bislang wurden 99 Verdächtige festgenommen.

Die Familien der Opfer zweifeln allerdings an den Ermittlungsergebnissen und suchen noch immer nach den jungen Leuten. Bislang wurde erst eines der Opfer zweifelsfrei identifiziert.

Im Gerichtsmedizinischen Institut in Innsbruck versuchen Wissenschaftler derzeit, die Identität der weiteren Toten zu ermitteln. Die Knochenreste sind allerdings stark verkohlt, was eine Bestimmung mittels Gentest schwierig macht. (feb/sda/dpa)

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