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Pärchenhorror

Sechs Dinge, die Sie trotz allergrösster Verliebtheit niemals tun dürfen 

Bild: Tumblr/greeneyes55

Es gibt Pärchen, die sind zuckersüss und herzig. Und dann gibt es die anderen...



Es handelt sich hier nicht um einen Tagebucheintrag einer frustrierten watson-Schreiberin. Darum erst mal ein zünftiges Hoch auf alle Menschen, die glückselig sind, weil sie die schnöde Suche nach der wahren Liebe erfolgreich hinter sich gebracht haben. Pärchen sollen frohlocken dürfen, grinsend durch die Welt hüpfen, vor lauter Hüpfen auch mal umfallen und ewig liegen bleiben wollen, weil es grad so schön ist. Eins muss man allerdings sagen: Die Welt gibts eben doch noch, auch wenn man sie von der Hochburg der Gefühle aus nicht sieht. In dieser Welt da unten bin ich zuhause und als eine ihrer vielen Stimmen werde ich jetzt mal ein bisschen schimpfen über sechs schauerliche Paar-Verhaltensweisen. 

1. «Unser Lied»

Woher hat man das überhaupt? Die meisten lernen sich doch zum Gebrumme eines Kopierers kennen und lieben. Und da läuft im Hintergrund ja nicht etwa noch die Mariah Carey mit «Can't live without you». Wenn also dieser zusammenkonstruierte Song irgendwo läuft, sollte niemand «Schaaatz, das ist unser Lied!» sagen. Und noch weniger sollten diese Pärchen arme DJs belästigen und sich von ihnen dauernd und überall ihr Lied wünschen. 

2. Falsche Wir-Sätze bilden 

Das Ich ist für manch ein Pärchen gestorben. Es gibt nur noch die symbiotische Zweisamkeit. «Wir glauben nicht an Gewalt», «Wir machen Yoga», «Wir essen kein Fleisch» und der Liebling unter diesen grausigen Wir-Sätzen ist der «Wir sind schwanger»-Satz. Semantischer und biologischer Humbug! Ein Mann kann keine Babys austragen.

Platons Theorie der Kugelmenschen - die Erklärung für das unbändige erotische Begehren des anderen 

Im Symposion beschreibt Platon die frühere Naturbeschaffenheit der Menschen. Es gab nicht nur zwei, sondern drei Geschlechter. Diese Kugelwesen waren entweder aus zwei Frauen oder zwei Männern zusammengesetzt oder sie waren die Mischform davon: «Denn Mannweib war damals nicht bloss ein Name, aus beiden, Mann und Weib zusammengesetzt, sondern auch ein wirkliches ebenso gestaltetes Geschlecht; jetzt aber ist es nur noch ein Schimpfwort geblieben.» Diese Urmenschen nun hatten vier Beine und ebenso viele Arme, einen gemeinschaftlichen Kopf mit zwei Gesichtern und gingen nicht aufrecht, sondern sie bewegten sich im Kreis fort; rollten also ihrer Machart entsprechend mit irrsinnigem Tempo auf der Erde herum. Sie waren besonders stark und wollten sich einen Weg in den Himmel bahnen, um die olympischen Götter vom Thron zu stossen. Zeus gefiel dieser Grössenwahn gar nicht, aber er wollte die eben geschaffene Menschengattung auch nicht vernichten. So entschloss er sich, sie in zwei Hälften zu spalten und derart zu drehen, dass jeder den Kopf vorne und den Rücken hinten hat. «Als nun so ihr Körper in zwei Teile zerschnitten war, trat jede Hälfte mit sehnsüchtigem Verlangen an ihre andere Hälfte heran, und sie schlangen die Arme umeinander und hielten sich umfasst, voller Begierde, wieder zusammenzuwachsen; und so starben sie vor Hunger und Vernachlässigung ihrer sonstigen Bedürfnisse, da sie nichts getrennt voneinander tun mochten.» Noch einmal erbarmte sich Zeus, setzte ihre Geschlechtsorgane nach vorne damit sie fortan etwas von ihrem Zusammensein hatten und sich fortpflanzen konnten. 

Quelle: Tacitus, Symposion 

3. Sich im Supermarkt sehr bedenklich aufführen

a) Pärchen knutschen auch mal gerne zwischen den Gemüseregalen rum. Das ist völlig in Ordnung. Aber dabei gleichzeitig noch den Broccoli befummeln, um seine Knackqualitäten zu überprüfen, das geht zu weit. 

Einkaufen macht Spaaaaass! Naja. So jedenfalls nicht. 

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Bild: Shutterstock

b) Ebenso verstörend auf die Umwelt wirkt es, wenn sich diese absonderliche Spezies von Pärchen durch das laute Zurufen von ausgesucht blöden Kosenamen in den Irrgängen der Migros wiederzufinden hofft: Sie beschäftigt sich vielleicht für längere Zeit mit den fettarmen Joghurtsorten und er verdrückt sich – nach einer fettigen Salami lechzend – ins Fleischregal. 

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Bild: Shutterstock 

Sobald sie von Sehnsucht getrieben den hinterlistigen Abgang bemerkt, darf sie niemals «Chäferli, wo biiiiiiiiiisch?» rufen. Mausi, Schneckli, Schnuggel und Hasi gehen genauso wenig. Fast alle Menschen besitzen einen schöneren richtigen Namen.

c) Wenn der Einkaufswagen gemeinsam geschoben wird, sagt man damit Folgendes aus: Schaut her, wie dynamisch wir in der Beziehung funktionieren! Das ist grober Unfug und macht manche Leute zornig. 

4. Restaurant-Sünden 

a) Mit einer Gruppe auszugehen, hat den Zweck, sich mit mehreren Menschen zu treffen. Also warum müssen sich diese Horrorpärchen immer zueinander setzen, wenn sie sich doch schon täglich sehen? Es mag an diesem furchterregenden Fütterungsritual liegen. Meistens ist keiner von beiden in irgendeiner Weise pflegebedürftig, weshalb es also nicht unbedingt nötig ist, sich gegenseitig eine mit Zander beladene Gabel oder ein Stück niedrig gegarter Lammkeule in den Mund zu schieben. Und dann auch noch zu fragen: «Schaaaaatz, wie schmeckt dir mein Fisch?» Als ob es in dieser totalitären Verschmelzung zweier Menschen ein «Mein»und «Dein» gäbe. 

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Bild: Getty Images

b) Warum genau müssen Sie sich vor dem Toilettengang mit einem Küsschen verabschieden? Da drängt sich zwangsläufig die Frage nach der Länge der WC-Sitzung auf und die will eigentlich gar niemand beantwortet haben. 

5. Gemeinschaftlich Inlineskaten

Ein inlineskatendes Pärchen ist für mich der Inbegriff eines dümmlich wirkenden Pärchens, selbst wenn sie sich sehr flink bewegen. Noch übler kann es nur noch werden, wenn man die gemeinsamen Kinder auch noch an diese Kette der sportlichen Freude dranhängt. Das sieht gar nicht mal so gut aus.

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Bild: See-lac

 6. Telefonate immer mit «ich liebe dich» beenden

Man sollte sparsam sein mit diesen magischen Worten, weil wir tatsächlich nur diesen Satz für das Geständnis höchster Zuneigung haben. Es gibt so viele Menschen und daher genauso viele verschiedene Arten, sich zu lieben. Das bringt einen ganz durcheinander, wenn man darüber nachdenkt. Eben deshalb sollte man ihre tiefe Bedeutung nicht verwässern, indem man sie hinter jedes Telefonat klatscht, dass sich um Schuh-Deodoranten oder sonst eine alltägliche Belanglosigkeit dreht.

7. Wirklich süss sind alle erst im Rentenalter

Altern Sie zackig damit Sie schleunigst in diese erfreuliche Senioren-Kategorie hineinwachsen. 

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