Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Marco Chiesa, SVP-Ti, wird im 2. Wahlgang der Staenderatswahlen Tessin gewaehlt am Sonntag, 17. November 2019 in Ruvigliana. (KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)

Völlig überwältigt nimmt Marco Chiesa im letzten November seine Wahl in den Ständerat zur Kenntnis. Jetzt soll er sogar Parteichef werden. Bild: KEYSTONE/Ti-Press

Analyse

Die SVP-Präsidentenqual: Eine Partei verliert den Anschluss

Ein Tessiner soll die SVP zurück zum Erfolg führen. Die seltsame Personalie zeigt, wie sehr die einstmals für ihre Schlagkraft gefürchtete Partei aus dem Tritt geraten ist. Und Besserung ist nicht in Sicht.



Stell dir vor, es ist 1. August, und keiner geht hin. In diesem Corona-Sommer ist dies kein sozialistischer Wunschtraum, sondern Realität. In vielen Gemeinden ist die Bundesfeier gecancelt, oder sie findet nur in kleinem Rahmen statt. Das trifft auch Politikerinnen und Politiker, die kaum Gelegenheit erhalten, das Volk mit patriotischen Reden zu beglücken.

Selbst Christoph Blocher, der in der Regel an mehreren Orten spricht, muss aussitzen. Er hätte laut «Tages-Anzeiger» einige Auftritte gehabt, die alle abgesagt wurden. «Derzeit keine Veranstaltungen», steht auf seiner Website. Während in seiner Wohngemeinde Herrliberg ausgerechnet die scharfzüngige SP-Nationalrätin Jacqueline Badran sprechen darf.

Christoph Blochers Frust

Video: watson/teleblocher

Das ist bitter für den knapp 80-jährigen SVP-Patriarchen. Und symptomatisch für ihn und seine Partei. In ihren besten Zeiten sorgten Blocher und die SVP in der Schweizer Politik für Angst und Schrecken. Sie provozierten, empörten und bezogen daraus die Energie für ihren scheinbar unaufhaltsamen Aufstieg an die Spitze des Parteienspektrums.

Das unerwünschte Duo

Und heute? Hat man fast Mitleid mit der SVP. Ihre Suche nach einem Parteipräsidenten erinnerte an absurdes Theater. Dabei stellten sich mit den Nationalräten Andreas Glarner und Alfred Heer zwei Bewerber zur Verfügung. Andere Parteien mussten in den letzten Jahren froh sein, wenn sie überhaupt jemanden für das aufreibende Amt fanden.

Die beiden Kandidaten aber waren in der Zentrale – also in Herrliberg – dermassen unerwünscht, dass die Findungskommission unter der Leitung des früheren Fraktionschefs Caspar Baader ebenso verbissen wie lange vergeblich nach einer Alternative suchte. Und bei einem fündig wurde, den kaum jemand auf der Rechnung hatte: dem Tessiner Ständerat Marco Chiesa.

Er sei «von Anfang an einer der Wunschkandidaten» gewesen, teilte die SVP mit. Chiesa aber wirkt eher wie eine Verlegenheitslösung, nachdem alle «Schwergewichte» abgesagt hatten. Mit bestenfalls passablen Deutschkenntnissen soll der ausserhalb seines Heimatkantons kaum bekannte Tessiner eine immer noch sehr deutschschweizlastige Partei führen?

Albert Roesti, Praesident von der SVP Schweiz, aeussert sich an einer Medienkonefernz ueber Forderungen zum Schutz von Covid-19 unter Ausschluss von Notrecht sowie bei einer zweiten Welle, am Samstag, 2. Mai 2020, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Albert Rösti ist froh, wenn er das Amt abgeben kann. Bild: KEYSTONE

Es gehe auch darum, «die SVP in der Romandie zu stärken», schreibt die Partei. Dabei haben die beiden «lateinischen» Landesteile wenig gemeinsam, allenfalls eine Hassliebe zur übermächtigen Deutschschweiz, um deren Gunst sie rivalisieren. Zuletzt etwa 2017 bei der Nachfolgeregelung für FDP-Bundesrat Didier Burkhalter, als der Tessiner Anspruch in der Westschweiz auf – gelinde gesagt – wenig Verständnis stiess.

Rösti redet das Amt stark

Der seltsame Entscheid für Chiesa verdeutlicht, dass Albert Rösti die SVP mit seinem Rücktritt auf dem falschen Fuss erwischt hat. Seine Beweggründe sind nebulös, sie haben offenbar mit Christoph Blochers Manöverkritik nach der Niederlage bei den nationalen Wahlen zu tun. Eine strategische Nachfolgeplanung war so nicht möglich.

SVP-Präsident sei «einer der schönsten Jobs, die es in der Schweizer Politik gibt», sagte Rösti im Interview mit der NZZ. Zum Nennwert nehmen darf man das nicht. Hier redet einer das Amt stark. Tatsächlich hat der Berner in den letzten Monaten deutlich erkennen lassen, dass er die für ihn zur Bürde gewordene Würde nur noch loswerden will.

Richtungsstreit in der Partei

Seit den verlorenen Wahlen ist innerhalb der SVP ein Richtungsstreit ausgebrochen. Die «Modernisierer» wollen sie aus dem «Ghetto» der harten Ausländer-, isolationistischen Aussen- und neoliberalen Wirtschaftspolitik herausführen und thematisch breiter aufstellen. So verlangen viele Bauern, dass die Partei den Klimawandel nicht länger leugnet, sondern als ernste Bedrohung wahrnimmt.

Nationalrat Andreas Glarner und Grossrat Rolf Jaeggi, von links, waehrend dem SVP Kantonalparteitag im Gasthof Ochsen in Lupfig am Mittwoch, 15. Januar 2019. (KEYSTONE/Alexandra Wey).

Mit dem Versprechen «Back to the Roots» wurde Andreas Glarner Präsident der SVP Aargau. Bild: KEYSTONE

Auf der anderen Seite stehen jene «Nostalgiker», die das Heil der SVP in einer Rückkehr zur einstigen Krawallpolitik sehen. In seiner Aargauer Kantonalpartei hat Andreas Glarner damit das Präsidium erobert. «Back to the Roots» als Erfolgsrezept für die SVP? Das könnte ins Auge gehen. Denn die ohnehin überalterte Partei sieht sich mit massiven Strukturproblemen konfrontiert.

«Fremd im eigenen Land»

Dafür steht etwa die jüngste Entgleisung von Scharfmacher Glarner, als er Aldi-Lehrlinge an den Facebook-Pranger stellte. Ihr einziges «Vergehen» besteht darin, dass sie nicht Hugentobler oder Hürlimann heissen, sondern Namen tragen, die man mit Sicherheit nicht auf der Teilnehmerliste der Schlacht am Morgarten finden konnte.

Damit bedient Andreas Glarner die Befindlichkeit jener Patrioten, die sich zunehmend «fremd im eigenen Land» fühlen und im Auto ein Schild mit der Aufschrift «Eidgenosse» oder «Eidgenossin» platzieren, um sich von den «Papierlischwizern» abzugrenzen. Von denen aber gibt es immer mehr. Ein Drittel der Schweizer Bevölkerung hat einen Migrationshintergrund.

Secondos nicht willkommen

Wie die US-Republikaner, von denen sie einiges abgekupfert hat, droht die SVP vom demografischen Wandel überrollt zu werden. Die Partei ist sich des Problems bewusst, und immer mal wieder fanden Secondos den Weg zu ihr, nur um festzustellen, dass sie nicht willkommen waren, weniger auf Funktionärsebene als bei den senkrechten «Eidgenossen» an der Basis.

Blocher: «Wir haben der Klima-Walze nichts entgegenzusetzen»

Video: srf/SDA

Fast noch gravierender für die Partei ist ein anderer Trend. Alles spricht dafür, dass Umwelt- und Genderthemen nicht nur eine «Modeerscheinung» sind, wie Christoph Blocher meint, sondern Ausdruck einer Gesellschaft im Wandel. Dazu gehört auch die Abkehr vom «klassischen» Familienmodell, das in der SVP bis heute idealisiert wird.

Die Familie geht vor

Dabei ist die jüngere SVP-Generation in der Gegenwart angekommen. «Wunschkandidat» Marcel Dettling, Martina Bircher, Christian Imark, «Geheimfavorit» Lars Guggisberg – sie alle haben für das Präsidium mit Verweis auf die Familie abgesagt. Sie wollen sich lieber um ihre Kinder kümmern, als die Abende nach dem Motto «SVP bi de Lüt» zu verbringen.

Besonders deutlich zeigt sich diese Mentalität bei Neo-Nationalrätin Martina Bircher. In der «Aargauer Zeitung» hat sie sich für den zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub ausgesprochen. Sie teilt sich mit ihrem Partner die Betreuung des zweijährigen Sohnes und gibt ihn auch in die Kita – eine Einrichtung, die manche SVPler mit Sodom und Gomorrah gleichsetzen.

Blocher müsste sich neu erfinden

Die jungen SVP-Frauen sind nicht mehr bereit, sich mit der Silvia-Blocher-Ehrennadel für vorbildliche Mutterschaft zu begnügen. Und die Männer wollen das Familienleben nicht für Beruf und Politik aufopfern, wie es der «Auftrag» im «Blocher-Prinzip» vorsieht. Eine gute Work-Life-Balance ist für sie keine linke Schnapsidee, sondern selbstverständlich.

Marcel Dettling, SVP-SZ, diskutiert mit Fraktionskollegen am ersten Tag der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 2. Maerz 2020 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Marcel Dettling war der Wunschkandidat für das Präsidium, doch die Familie geht vor. Bild: KEYSTONE

Für den «Übervater» ist dies eine Herausforderung. Christoph Blocher müsste sich und die Partei auf seine alten Tage neu erfinden, die gewandelte Anspruchshaltung in konstruktive Politik umwandeln. Anzeichen dafür sind nicht vorhanden, im Gegenteil. Blocher versteht die Welt nicht mehr. Bei seinen öffentlichen Auftritten schlägt er immer düsterere, ja dystopische Töne an.

Die verdorbene Gesellschaft

Vor der Zürcher Kantonalpartei, die er jahrzehntelang präsidierte, raunte er kürzlich über einen «Bürgerkrieg» gegen «eine Art marode Gesellschaft im Innern». Im «Tages-Anzeiger» versuchte er, diesen Begriff in seiner bekannten Art zu verwedeln: Mit maroder Gesellschaft meine er «das Parlament, die Wirtschaftsverbände, die Regierung, die Massenmedien».

Vielleicht glaubt er das ja selbst. Aber Blocher meint die Gesellschaft an sich. «Früher stellte er das gute Volk gegen die verdorbene Elite. Nun erscheint bei ihm die Gesellschaft als Ganzes verdorben», meint ein Kenner der Schweizer Politik. Mit dem Entscheid, seine Bundesratsrente rückwirkend einzufordern, wolle er die Schweiz bestrafen.

Ein Feldherr auf Irrwegen

Es ist eine gewagte These, doch Blocher hadert offensichtlich damit, dass die Schweiz sich seiner «konservativen Revolution» verweigert. Gleichzeitig kann und will er nicht loslassen. «Die letzte Botschaft von Blocher kommt erst, wenn der Deckel zugeht beim Sarg», sagte sein langjähriger Vertrauter Toni Bortoluzzi der «NZZ am Sonntag».

epa05049841 Magdalena Martullo-Blocher (L), and Roger Koeppel, members of the fraction of the Swiss People's Party SVP in the Swiss National Council (House of Representatives), on the first day of the parliaments session, in Bern, Switzerland, 30 November 2015. It is the first day of the first three weeks's session of the two chambers of Switzerland's parliament after the elections which took place in October 2015.  EPA/PETER KLAUNZER

Martullo und Köppel sollen Blocher beerben, haben aber nicht sein Format. Bild: EPA/KEYSTONE

Christoph Blocher erinnert zunehmend an einen einst höchst erfolgreichen Feldherren, der seine Truppen nur noch in die Irre führt und ein Scharmützel nach dem anderen verliert. Die «aufgeklärteren» Köpfe in der SVP haben dies realisiert, aber zum Sturz des Patriarchen fehlen die Kraft und der Mut. Denn Blocher bleibt das Idol der Basis.

Eine normale Stimmungspartei

Ausserdem hat der «König» seine Erbfolge geregelt, mit Tochter Magdalena Martullo und «Ziehsohn» Roger Köppel. Beiden fehlt das Format des Ausnahmepolitikers. Martullo hat den Einfluss und das Geld, aber weder das Charisma noch das Rednertalent des Seniors. Köppel ist in der aktiven Politik bis heute nicht wirklich angekommen.

Die SVP ist von einer disruptiven Kraft zu einer «normalen» rechtspopulistischen Stimmungspartei geworden, deren Erfolge abhängig sind von der Konjunktur ihrer Kernthemen. Die Herausforderung für den neuen Präsidenten Marco Chiesa – alles andere als eine klare Wahl am 22. August wäre eine Sensation – ist enorm.

Ein neuer Kopf aber ändert nichts am Grundproblem: Der Volkspartei kommt das Volk abhanden. Neue Ideen sind gefragt, sonst verliert die SVP vollends den Anschluss.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Die haarsträubendsten Fauxpas der SVPler auf Social Media

SVP-Parteipräsident äussert sich zum Wahl-Debakel

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

86
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
86Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Köbi Löwe 01.08.2020 17:41
    Highlight Highlight Die Sünneli Partei wird fortan immer verlieren. Denn; ihr gehen die Themen aus. Europa: Fehlanzeige. Nur ein paar Unverbesserliche wollen in die EU. Da braucht‘s diese Partei nicht mehr. Klimapolitik: Fehlanzeige. Wer hier hilflos mit „Ach ist Modeerscheinung, geht vorbei“ oder „Der Klimawalze haben wir nichts entgegen zu setzen“ argumentiert, der befindet sich im Argumenten Notstand. Das Rahmenabkommen wird auch kein Reisser mehr. Da steht die Partei neben den Schuhen. Hätten wir den EWR am 6.12.92 angenommen, hätten wir jetzt hier such kein Gezerre. Glückliche Norweger!
  • malu 64 01.08.2020 13:55
    Highlight Highlight Ich bin absolut kein Freund der SVP, ganz im Gegenteil. Das Amt des Präsidenten wird bei dieser Partei nicht finanziell entschädigt. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein solcher Job
    sehr zeitintensiv ist. Das kann sich nur jemand leisten, der über viel Zeit verfügt und finanziell
    unabhängig ist. Zudem muss er noch dem Landvogt von Herrliberg genehm sein.
  • Bratansauce 01.08.2020 06:33
    Highlight Highlight Ich denke, die SVP wird bei den nächsten Wahlen einbüssen, weil sie ein Grossteil ihrer noch denkenden Wählerschaft verloren hat.
    Aber der Wähleranteil wird immernoch sehr gross sein, was zeigt, wie viele engstirnige, verbitterte und nicht hinterfragende Menschen hier bei uns leben. Das gibt fast mehr zu denken.
    • Georgia Byrd 01.08.2020 09:33
      Highlight Highlight Wenn 26 Menschen so viel besitzen wie die Hälfte der Weltbevölkerung, dann ist für mich der Beweis erbracht, dass unser Wirtschaftssystem pervers ist. Wer trägt dieses System mit?
      Regierung, Parlament, Wirtschaftsverbände, Medien, die Mehrheit der Bevölkerung (SVP inkl.). Wer hat sich entschieden die Wünsche der EU zu erfüllen (Rechtsübernahme)? Wer beugt sich den Bedürfnissen der Unternehmen, die sich eine unkomplizierte Besetzung von Arbeitsplätzen und Zugang zu Märkten, Ressourcen etc. wünschen? Wir sind uns einig: Selbstreflexion zum 1. August schadet keinem.
  • Beasty 01.08.2020 00:01
    Highlight Highlight Man stelle sich mal vor, wie wir die Schweiz weiterbringen könnten, wenn die SVP mal wieder Dialogbereitschaft zeigt und Kompromisse eingehen würde, wenn sie mal wieder mit anderen Parteien reden würde, anstatt sie zu beschmipfen, wenn sie mal wieder inspirieren würde mit Ideen, anstatt nur immet gegen alles zu sein, wenn sie das Volk als Volk sieht, mit ihrrn Unterschieden, die uns so einzigartig machen. Das wäre eine schöne Vorstellung.
  • Sälüzäme 31.07.2020 19:24
    Highlight Highlight Danke Herr Blunschi, süffisant geschrieben, habe ein paar mal laut gelacht. 😂😂

    Die SVP ist rückwärts gewandt und hat den Anschluss verpasst. Wie will man weiterhin gewinnen wenn 50% der Gesellschaft, unsere lieben Frauen, keine grosse Rolle spielen dürfen. Mit ihrer Denkweise befindet sie sich immer noch auf dem Markt, wo Geschäfte per Handschlag gemacht werden, funtioniert in der heutigen Welt nicht mehr. Die CH hat aber nur prosperiert indem sie sich nach Aussen öffnete und nicht einkapselte. Die SVP verändern wird schwer, sind die aktuellen Themen schon von den anderen Pateien besetzt.
    • Cheval 31.07.2020 22:03
      Highlight Highlight Und darum wollen die Linken den Flughafen Zürich stilllegen mit absurden Gebühren?
  • CrispMüesli 31.07.2020 18:27
    Highlight Highlight "Früher stellte er das gute Volk gegen die verdorbene Elite. Nun erscheint bei ihm die Gesellschaft als Ganzes verdorben», [...] Mit dem Entscheid, seine Bundesratsrente rückwirkend einzufordern, wolle er die Schweiz bestrafen."

    Hier wiederspiegelt sich mE bereits die grosse Problematik der SVP:

    - Ständig auf Kriegsfuss gegenüber allen.

    - Von der "verdorbenen Elite" sprechen, obwohl man selbst an der Spitze deren ist.

    - Unglaubliche Arroganz

    - Lügen

    - Und der selbsternannte Vater der Schweiz meint sein vermeintliches Kind "bestrafen" zu müssen!

    Was glaubt der CB eigentlich wer er ist??
  • Antichrist 31.07.2020 17:46
    Highlight Highlight Das was die SVP Wähler verbindet ist die Abneigung gegen den Staat, wenn es nicht um Sicherheit geht. Die Ablehnung einer Einbindung in die EU, sowie die gescheiterte Asylpolitik. Bei allen anderen Themen ist die Bandbreite sehr gross. Buurezmorge interessiert nur noch die Ü70.
    • derWolf 01.08.2020 11:16
      Highlight Highlight Aber genau das sind die grössten Probleme der Schweizer, zumindest der SVP Wähler! Hier wird wieder süffisant gedisst und die Partei bereits begraben. Mal sehen ob das auch eintrifft. Blochers späte Lohnzahlungsforderungen waren sicher ein Rieseneigentor, ohne Frage mega peinlich. Aber die Partei ist nicht nur Blocher, ich denke selbst die SVP hat sein Alter registriert. Und der Erfolg der Partei hängt sicher nicht am "Buurezmorge" ..😉 Wie bei Trump werden schon die Felle verkauft, soweit sind wir aber noch nicht. Daran ändern auch 1000ende ähnliche Kommentare bei Watson nichts...
  • Denk Mal 31.07.2020 17:25
    Highlight Highlight Eine ganz normale Entwicklung. So ging es bisher jeder Ein-Thema - Partei.
    Aber ich weine ihr bestimmt keine Träne nach.
  • Prometheuspur 31.07.2020 16:51
    Highlight Highlight Das die SVP mit dem Kopf durch jede noch so dicke Wand hindurch knallt, als wären sie einzig auf Erden, war nie gross anders. Genauso befremdlich ist ihrer eingesessene Sichtweise zu meinen, dass das gesellschaftssoziale Geschehen sich bis in alle Ewigkeit nach Blochers Grind richten würde. So war und ist ihr jetziges Dilemma eigentlich längst schon vorhersehbar. Also sollen sie sich munter weiter bemitleiden, denn das ist so ziemlich das einzige was sie noch im Griff haben.

    Und Blocher ist mit seiner "Einsicht" bezüglich Gender- & Umweltthematik, voll der rote Blitz.
  • Makatitom 31.07.2020 16:42
    Highlight Highlight Je schneller diese Demokratiefeinde von der Bildfläche verschwinden desto besser.
    Sehr gut geschriebener Artikel, Danke. Herrlich die vielen Anspielungen auf die ideologischen Vorbild er des grösseren Teils der braunen Führungselite (FHQ Herrliberg, Mutterkreuz etc.) 😂
  • Linus Luchs 31.07.2020 16:37
    Highlight Highlight "[...] wie sehr die einstmals für ihre Schlagkraft gefürchtete Partei aus dem Tritt geraten ist. Und Besserung ist nicht in Sicht."

    Eine SVP, die aus dem Tritt gerät, ist die Besserung!
  • F2 to Enter Setup 31.07.2020 16:31
    Highlight Highlight Die Zeit arbeitet gegen die SVP, weil die "Bösen", die Ausländer, immer mehr ein Teil dieses Landes werden. Kinder von SVP-Wähler*innen haben Freund*innen mit Migrationshintergrund. Die SVP hat ihren Zenith überschritten, wie damals die Nationale Aktion unter Schwarzenbach. Er und Blocher, Brüder im Geiste. Beide nehmen ihren Hass mit ins Grab, ohne grossen Schaden angerichtet zu haben. Und das ist gut so.
  • Hans Jürg 31.07.2020 16:07
    Highlight Highlight Das ist doch symbolisch korrekt: Der Präsident kommt aus einem Kanton, der vom Rest der Schweiz ziemlich abgeschnitten ist und am Rand des Landes liegt.

    Deshalb passt es schon, einen Präsidenten zu wählen, der eine Partei, die ziemlich von allen anderen am Rand politisiert und gedankenmässig so ziemlich abgeschnitten von allen anderen daherkommt.
  • Jessesgott! 31.07.2020 15:50
    Highlight Highlight Christoph Blocher ist nicht der erste Macht-Mensch, der nicht rechtzeitig loslassen kann und damit sein eigenes „Werk“ beschädigt. Ein weiterer sturer Besserwisser und Narzist, der denkt er regiere die Welt (wobei „die Welt“ in seiner Wahrnehmung nur aus der CH zu bestehen scheint). Weitere seiner Art werden leider folgen.
  • Ohniznachtisbett 31.07.2020 15:11
    Highlight Highlight Das Fazit, dass Blocher das Hauptproblem darstellt sehe ich genauso. Allerdings: zwei Punkte dich ich so ganz anders sehe:

    - Von Wählerabwanderung zu sprechen finde ich sehr heikel. Gemäss der kürzlich erschienen Wahlanalyse hat die SVP nicht gross Stimmen an andere Parteien verloren, sondern schlecht mobilisiert. Sprich ihre Wähler blieben zu Hause.
    - Natürlich fehlt auch in diesem Artikel der Nazi-Vergleich nicht. Sehr subtil Herr Blunschi ich gebe es zu, aber er ist da. (Für die, die es nicht gemerkt haben: Die Sylvia Blocher Ehrennadel...) Das muss doch nicht sein, oder?
    • Fisherman 01.08.2020 13:11
      Highlight Highlight Wieviele Plakate im Goebbels Stil brauchen sie den noch?
      Die ganze SVP Propaganda ist aus "Der Stürmer" abgeschrieben.
  • Hillary Clinton 31.07.2020 14:57
    Highlight Highlight Was kommt beim "einfachen Arbeiter" Büro, Bau oder sonstwas wohl besser an?

    Chiesa oder Hr. Wermuth & Fr. Meyer...

    Ist oftmals reine Tagträumerei was da auf linker Seite abgeht. Bestes Beispiel:

    "Ein neuer Kopf aber ändert nichts am Grundproblem: Der Volkspartei kommt das Volk abhanden."

    Die SVP ist nach wie vor die Partei mit dem grössten Wähleranteil.

    Ich zum Beispiel war geschockt wieviele Leute in meinem Umfeld, von städtisch bis ländlich, das erste Mal SVP gewählt haben bei den letzten Wahlen. Speziell Leute mit Wurzeln vom Balkan und Italien. Alle zwischen 25 & 35.
    • Fisherman 31.07.2020 22:40
      Highlight Highlight Ich bin immer noch geschockt, wie unverhohlen die SVP die Krankenkassenbelastung der kleinen Leute erhöhen wollte. Und dann nur wegen den Wahlen einen Rückzieher gemacht haben. Und ja, der kleine Büezer verdankt das den Linken.
  • Le Tintin 31.07.2020 14:49
    Highlight Highlight Machen wir uns nichts vor. Die meisten Parteien haben bei der Bestimmung ihrer designierten Präsident*innen ihre liebe Mühe. Bei der SP gehen ans Duo Meymut bereits parteiinterne Briefe ein (bitte alle ei binden), die SVP hat auch so ihre Mühe (siehe Beitrag). Pfister, Gössi, Glättli waren die einzigen zur Verfügung stehenden Kandidaten.
  • «Shippi» 31.07.2020 14:28
    Highlight Highlight Das macht mir überhaupt keine Sorgen. 😀
  • sägsäuber 31.07.2020 14:26
    Highlight Highlight Und wer soll nach dem Abgang von CB den Haufen von Bauern, Büetzern und Milliardären zusammenhalten. Die Nacht der langen Messer steht bevor. CB sieht das und kann daher nicht aufhören.
    • Matti_St 31.07.2020 17:09
      Highlight Highlight Wieso? Die SVP macht hinten durch seid Jahren Politik für Vermögende, dass wird höchstens später wieder zu einem Bruch der Bauern kommen, wenn überhaupt. Denn Bauern sind die zweiten Nutzniesser dieser Partei. Die Büetzer werden SVP aus Wut gegen alles Fremde wählen. Deshalb ist politisiert sie vorne rum mit Angst vor Fremden.
  • Platon 31.07.2020 14:15
    Highlight Highlight „ Ein Drittel der Schweizer Bevölkerung hat einen Migrationshintergrund.“ Fun fact: Chiesas Mutter auch 🥳

    Ich hoffe jedenfalls Blocher bleibt der SVP noch lange erhalten. Wenn man ihm heute so zuhört, könnte ich wetten ein Millenial versteht kein Wort, von dem was der alte senile Mann sagt. Blocher steckt mental immer noch im Jahre 1992, wo er die Schweiz vor dem EWR „rettete“. Der hat an seinen Ansichten seither rein gar nichts geändert. Bei einer ständig sich ändernden Welt ist dies wirklich ein Wunder!
    • Herren 31.07.2020 16:51
      Highlight Highlight Damals ('92) hat er den bilateralen Weg befürwortet. Das hat er mittlerweile auch vergessen ...
    • Fisherman 01.08.2020 13:16
      Highlight Highlight @Herren
      Blocher hat es 1992 sogar hoch und heilig versprochen. Aber was zählt schon das Wort eines Blochers?

  • Stefan Morgenthaler-Müller 31.07.2020 14:14
    Highlight Highlight Mich beschäftigt: Klimawandel, Familie, Arbeitnehmerrechte, Bildung, technische Entwicklung & Gesundheit.

    Was für Antworten bietet mir die SVP? Beim Klima, dass man sich das nur einbildet. Familie, da kann man sich den Vaterschaftsurlaub nicht leisten, soll jeder alleine schauen. Arbeitnehmerrechte: Wurden dank der SVP in den letzten Jahrzehnten immer mehr abgebaut. Bildung. Da will man sparen, hält sowieso nichts davon, wenn sich die Unterprivilegierten bilden wollen. Technische Entwicklung. Mauer nutzt nicht einmal die Convid App. Thema Gesundheit kommt auch nichts.

    Wozu SVP wählen?
    • Freedoom Fighter 31.07.2020 15:44
      Highlight Highlight für LEute die sich um schweizer Werte und Tugenden, Sprachen, etc kümmern.
    • Freddy Blütteler 31.07.2020 16:11
      Highlight Highlight Sehr gut auf den Punkt gebracht...
    • Lioness 31.07.2020 16:34
      Highlight Highlight Punkto Gesundheit hat die SVP schon eine Meinung: Krankenkassenobligatorium abschaffen. Jeder soll für sich leber schauen. So a la USA würde ihnen gefallen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Guido Zeh 31.07.2020 14:09
    Highlight Highlight Ein(e) Tessiner-Rösti oder Rösti jenseits des Röstigrabens...Aber eigentlich auch ein Wolf im Schafspelz! Obwohl in Tessiner Heimen beruflich unterwegs, wo viele Grenzgängerinnen arbeiten, verstand er es, gegen die Frontalieri / Grenzgängerinnen zu polemisieren und so die Ständeratswahlen im Tessin zu gewinnen.
  • Lowend 31.07.2020 14:07
    Highlight Highlight Die NZZ stellt da eine interessante Frage zum Tessiner Salvini-Fan Ciesa: «Wird die SVP ... unter ihm «sozialer»?

    Ich hoffe nein, denn was dabei rauskommt, wenn sich nationalistische Bewegungen als soziale Parteien für Arbeiter ausgeben kennen wir aus der Geschichte. 🤔

    https://www.nzz.ch/schweiz/wird-die-svp-ihrem-neuen-praesidenten-einen-lohn-bezahlen-und-wird-sie-unter-ihm-sozialer-ld.1569123
  • goschi 31.07.2020 14:06
    Highlight Highlight immer wenn jemand meint "ich bin Eidgenosse, Schweizer könne ja jeder werden" denke ich... Du hast nicht verstanden, was die Schweiz ausmacht.

    Gerade die Schweiz gab nie wirklich etwas auf die Herkunft, wir sind eine Willensnation und das war die alte Eidgenossenschaft auch schon.
    Das sagt ja schon der Name, keine Nation qua Volk, eine Genossenschaft qua Eid, es ist egal wo du herkommst, wenn du dich den gemeinsamen Werten verpflichtest, DANN bist du Eidgenosse, egal wo du geboren bist und wer sich der Werte verweigert ist keiner, auch wenn er es vermeintlich an das Auto schreibt...
    • Lioness 31.07.2020 16:37
      Highlight Highlight Ihr Text spricht mir grade aus der Seele, für mich die passende 1. Augustrede.
    • Makatitom 31.07.2020 16:49
      Highlight Highlight "EidgenossInnen" sind ganz arme Menschen, denn das Einzige worauf sie anscheinend stolz sein können ist wohl der zufällige Ort ihrer Geburt
    • Denk Mal 31.07.2020 17:31
      Highlight Highlight Bigoscht ein excellentes Statement. Danke @goschi
  • Ihre Dudeigkeit 31.07.2020 14:05
    Highlight Highlight Weder Watson noch Ich sind pro SVP. Aber mit dieser Entscheidung hat die sünneli Partei richtig reagiert. Allenfalls schaffen sie mit einem halbwegs Herrlkberg hörigen gemässigten Präsidenten die Kehrtwende. Glarner und Co wären der Untergang gewesen.
    • Matti_St 31.07.2020 17:15
      Highlight Highlight Ich gehe davon aus, dass er sich von Herrliberg lenken lassen wird. Sonst hätten sie schon lange Heer offiziel aufgestellt und beworben.
  • Barracuda 31.07.2020 13:54
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel, danke!
    Der neue Parteipräsident wird genau nichts bewirken können. Im Gegensatz zu anderen Parteien ist man als SVP-Präsident nicht (Vor-)Denker und Leader. Da kannst du auch Zottel hinstellen, da man die Stimmen aus dem Hintergrund bei der SVP immer viel deutlicher wahrnimmt als die diktierte Meinung, die der Präsident (aka Pressesprecher) verkündet. Die SVP hatte nie ein Präsidenten-Problem, sondern ein Problem mit den Mächtigen im Hintergrund und der Alters- und Themenstruktur. Der Abwärtstrend wird so genau gleich weitergehen... Mir soll's recht sein.
  • Peter Panther 31.07.2020 13:48
    Highlight Highlight Alle 1. Aug.-Feiern mit Blicher-Reden sind abgesagt? Das trifft sich gut, nun kann er in Herrliberg zur Feier und der Jacqueline Badran lauschen.🤗😂🇨🇭
    • Fisherman 31.07.2020 16:32
      Highlight Highlight Badran hat wenigstens was zu sagen.
  • Brockoli 31.07.2020 13:45
    Highlight Highlight So lange es Blocher gibt wird sich die SVP nicht neu erfinden können. Es braucht einen Neuanfang, aber der wird erst gelingen wenn Blocher ihn nicht mehr verhindern kann. Die SVP hat das Potential ein wenig aus der Krawallecke zu entfliehen und Wähler näher an der (rechten) Mitte aufzusaugen - aber das geht nur mit einem Kurswechsel. Aber der alte Mann aus Herrliberg dreht am Rad. Immer noch.
  • paete 31.07.2020 13:34
    Highlight Highlight Der mit dem Migrationshintergrund ist gut... der Oberguru ist ja auch nicht aus dem Oberland. Also was soll das?
  • joevanbeeck 31.07.2020 13:29
    Highlight Highlight Es ist doch noch ganz praktisch Herr Blunschi wenn man auf der Reise in's linke Ferienhäuschen Ghetto in der Toskana noch schnell den Präsidenten seiner Lieblings Hass-Partei besuchen kann. Ich glaube aber das in Zukunft der/die zum grössten Teil parteilose Schweizer/in andere Probleme beschäftigen als wer Parteichef der immer noch grössten Schweizer Partei wird. Es hat halt nicht jede Partei zwei solcher Licht-gestalten wie die SP die neben der Politik so viel geleistet haben.
    • MaximaPoena 31.07.2020 16:17
      Highlight Highlight Einverstanden. Herr Blunschis Kommentar liest sich wie eine persönliche Abrechnung. Jedenfalls strotzt er von Prognosen. Die sind aber schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Chi vivrà, vedrà.
  • Dani S 31.07.2020 13:21
    Highlight Highlight Die SVP ist mit ihrem nach hinten gerichteten Scheuklappen- und Mauerbau-Programm für mich genauso unwählbar wie die SP mit ihren "dynamischen" Lärmern Wermuth und Funiciello.
  • Roger Riger 31.07.2020 13:16
    Highlight Highlight Wishful thinking of Watson!
    Auch als eigentlicher FDP-Wähler muss man anerkennen, dass die SVP die national stärkste Partei ist und auch bleiben wird! Es ist DER Fehler der Mitte-Links-Parteien, dass dem so ist.....
    • Juliet Bravo 31.07.2020 14:24
      Highlight Highlight Die SVP hat in den 1990er und 2000er Jahre insbesondere bei FDP und CVP in deren Stammlande Wählende gewonnen. Paradebeispiele sind Kt. Schwyz, Toggenburg/Kt. SG u.a.m.
      Als konservative Partei hat sie nicht Links sondern von Rechts in Richtung Mitte zugelegt. Links haben die Grünen auf Kosten der Sozialdemokratischen Partei gewonnen.
    • Walter Sahli 31.07.2020 14:41
      Highlight Highlight Mitte-Links fordert immer wieder die Stärkung der Bildung, aber Rechts hat halt die Mehrheit und sägt sicher nicht den Ast ab auf dem sie sitzt. Von dem her ist die SVP-Stärke nicht wirklich ein Fehler von Mitte-Links.
  • Alteresel 31.07.2020 13:16
    Highlight Highlight Sonnen gehen auf und unter. Das merkt jetzt halt auch die Sünnelipartei!
  • Capslock 31.07.2020 13:12
    Highlight Highlight "Eine Partei verliert den Anschluss" hat sie, die UDC, den Anschluss nicht schon längst verloren?
  • Ein Schelm 31.07.2020 13:02
    Highlight Highlight Von aussen Betrachtet kam mir immer folgendes in den Sinn.

    Vieleicht etwas weniger poltern und stattdessen mehr sinnvolle, zukunftsorientierte Politik betreiben.
    • Töfflifahrer 31.07.2020 13:56
      Highlight Highlight Was aber, wenn man nur poltern kann? 🤔
      Gut ist jetzt etwas gar bösartig, da ich auf lokaler Ebene durchaus SVP Leute erlebe, die pragmatische Realpolitik betreiben.
      Das hat jedoch mit der CH-SVP wohl nicht viel zu tun.
    • Helvetiavia Philipp 31.07.2020 15:08
      Highlight Highlight Aber wessen Lied soll die SVP singen? Das der neoliberalistischen Reichen wähler, die die Mittel besorgen und dessen Lied die SVP mit Martullo und Aeschi seit zehn Jahren singen, oder das der Wählerbasis, die seit Jahren nicht merkt, dass die SVP sich nur vordergründig um sie kümmert?
  • dechloisu 31.07.2020 13:01
    Highlight Highlight Das Problem, die ländlichen Bewohner welche zwar den Einfluss von Aussen nicht spüren, werden die SVP wählen bis der Sargdeckel aufgesetzt wird.

    Aber die meisten sind ja nicht mehr die Jüngsten
    • Roger Riger 31.07.2020 13:14
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • Barracuda 31.07.2020 14:03
      Highlight Highlight Du sprichst ein ganz grosses Problem an. Die SVP verliert alleine schon wegen der Altersstruktur ihrer Wähler massiv an Anteilen. Bei jeder Amtsperiode bzw. Wahl verliert die SVP 4 Jahrgänge an den Sensemann, ohne dass diese durch Junge ersetzt würden, die sich mit rückständigen Ansichten eines 80-jährigen Patriarchen identifizieren können. Wen wundert's?
    • dechloisu 31.07.2020 15:43
      Highlight Highlight ich empfinde dies wirklich nicht als Problem 😅

      Es soll mich keiner falsch verstehen, ich wünsche niemandem den Tod, aber die SVP dezimiert sich weil sie dem jungen"Volk" wenige gründe zur Wahl geben.
      und das unterstütze ich gerne
    Weitere Antworten anzeigen
  • pop_eye 31.07.2020 12:44
    Highlight Highlight Guter Bericht!

    Ich denke eines der grössten Lasten, ja nennen wir es beim Namen - "Problem" ist tatsächlich der Mann aus Herrliberg. Stellt diesen biederen, verknurrten, Patriarch in eine Ecke und die SVP kann endlich die Wunden lecken, das Ruder rumreissen und zu neuen, moderneren Ideologien finden.
    • MarGo 31.07.2020 13:27
      Highlight Highlight solange von dort das Geld her fliesst, wird das nicht passieren... denn für die SVP ist Geld um Längen wichtiger als bspw der Mensch.
      Und die Glaubwürdigkeit einer derart konservativen Partei wäre auf Messers Schneide, würde sie sich in Richtung moderne Weltanschauung orientieren.
    • Swen Goldpreis 31.07.2020 13:30
      Highlight Highlight Das grösste Problem der SVP ist doch, dass einige ihrer Vertreter richtige Charakterlumpe sind. Ganz besonders einer der beiden Kandidaten - ich kann nun nur leider nicht öffentlich sagen welcher, da er bekanntlich gerne Leute verklagt, die seine Politik kritisch kommentieren.
    • Hallo63 31.07.2020 13:39
      Highlight Highlight Und auch seine Lakayen wie der Präsi der Findungskommission Bader.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eidg. dipl. Tütenbauer 31.07.2020 12:44
    Highlight Highlight Blocher spielt halt so gerne Kasperlitheater am liebsten mit lebendigen Akteueren.
  • Jo Kaj 31.07.2020 12:37
    Highlight Highlight Den Anschluss haben die doch schon vor Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, verloren.
    • joevanbeeck 31.07.2020 13:35
      Highlight Highlight Deshalb sind sie ja auch die grösste Partei der Schweiz. Aber ich finde gut das Du deinen Lebensfrust versuchst mit Hilfe der SVP etwas zu lindern.
    • Barracuda 31.07.2020 14:13
      Highlight Highlight @joevanbeeck
      Gut wenn DU dir deinen Lebensfrust mit dieser unbedeutenden Tatsache zu lindern versuchst ;-) Nochmals: Ja, die SVP ist und bleibt wählerstärkste Partei. Wie ich gestern aber schon gesagt habe, ist sie praktisch handlungsunfähig, da sie keine Verbündete mehr hat und in den letzten Jahren sämtliche grossen Initiativen und Wähleranteile verloren hat. Wenn dich diese Tatsache zuversichtlich stimmt, dann ist ja alles gut :D
    • Jo Kaj 31.07.2020 14:16
      Highlight Highlight Es ist nicht gerade mein Lebensfrust den ich hier probiere zu lindern, das habe ich nicht nötig. Es stimmt mich aber schon immer wieder traurig, wenn ich sehe, dass diese Partei immer noch so viele aus der Wählerschaft begeistern kann. Meiner Meinung nach haben die alle den Anschluss verloren. Durch Angst und Schrecken isolieren sich eben die Leute.
  • Lowend 31.07.2020 12:35
    Highlight Highlight Blochers verbitterter Kampf gegen das Parlament, die Wirtschaftsverbände, die Regierung und die Massenmedien, oder eben seinem «Bürgerkrieg» gegen «eine Art marode Gesellschaft im Innern» erinnert immer mehr an Don Quijote, der gegen Windmühlen kämpft, die er in seinem Wahn als gefährliche Riesen sieht und die SVP verkam zu Sancho Panza, der auf seinem Esel brav dem Meister folgt, um Unheil von ihm abzuwenden und am Ende meist verprügelt wird.

    Im Grunde sehr tragisch.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 31.07.2020 14:20
      Highlight Highlight Blocher ist alt. Er hat Milliarden. Woher er die hat? Alles einwenig dubios, aber Diebstahl war es ganz bestimmt nicht. Eher sind das die Früchte seiner harten Arbeit. Es gibt Fotos, die ihn bei der Arbeit zeigen. Schweissgebadet, der Körper durch die Arbeit gestählt, so wie halt Arbeiter aussehen.

      Irgendwann entwickelte er eine Idee, die Schweiz (also er) sei in Gefahr und er müsste sich wehren, am besten politisch. Und so hat er 4 Jahre als Bundesrat gearbeitet. Es gibt Fotos, die ihn bei der Arbeit zeigen. Und jetzt ist er alt und hat sein Geld und die Schweiz (also er) wird vergehen.
    • Mikado87 31.07.2020 16:43
      Highlight Highlight super Kommentar!
      Deine Analogie mit Don Quijote trifft es gut.
    • Makatitom 31.07.2020 17:03
      Highlight Highlight Kleinanleger über den Tisch ziehen und dabei eine VR-Entschädigung von 1 Million pro Sitzung kassieren, egal ob diese 5 Minuten oder 2 Stunden dauern (Pharmavisionen), sich in Formen einnisten, die Filetstücke verkaufen (hochrentable Wasserwerke Lonza) und die Firmen dann beinahe (Lonza) oder ganz an die Wand (Alusuisse, Cellulose Attisholz) zu fahren und x-tausend AP zu vernichten, dem sage ich nicht "hart erarbeitet". Wie "legal" er zu seiner Ems gekommen ist wissen wir alle und die Gruppe Schweiz-Südafrika hat er sicher auch nicht gratis gegründet
  • N. Y. P. 31.07.2020 12:32
    Highlight Highlight Stop Stop Stop Stop Stop Stop

    Frage:

    Die SVP stellt eine Mann auf,
    der nicht perfekt des Deutschen bemächtigt ist ?

    Der also bestenfalls passabel Deutsch spricht ?

    So. Blöd. Kann. Man. Doch. Nicht. Sein.

    Aber mir soll es recht sein.

    #dertattergreisregiertnochimmer
    • maylander 31.07.2020 13:45
      Highlight Highlight Bei den möglichen Alternativen sind die mangelnden Deutschkenntnisse von Herrn Chiesa wirklich nur Peanuts.
      Das hat man inzwischen auch in der Redaktionsstube der Weltwoche gemerkt.
    • bbelser 31.07.2020 13:56
      Highlight Highlight Wenn man nicht so ganz riCHtig Düütsch spriCHt, drückt das Volchsnähe aus. Oder so...
      Der Übervater und seine dynastische Nachfolge beherrschen dieses anbiedernde Fake-Deutsch ja in Perfektion.
      Und anscheinend fühlen sich genügend Leute davon adäquat abgeholt.
    • Walter Sahli 31.07.2020 14:52
      Highlight Highlight Das ist nicht so schlimm. Blocher erwartet ja nicht, dass in Zukunft Chiesa die Kantonalsektionen nach verlorenen Wahlen zusammenstaucht. Schliesslich ist das SEINE Kernkompetenz.
  • schlorziflade 31.07.2020 12:19
    Highlight Highlight "Und heute? Hat man fast Mitleid mit der SVP." Ääähm, wart... nei.

Wo Verschwörungs-Theoretiker (fast) recht haben: 5 Thesen

Verschwörungstheorien mögen im Detail Quatsch sein, doch einige ihrer Grundmotive sollten wir ernst nehmen.

Verschwörungstheorien, also evidenzfreie und logisch nur leidlich schlüssige Hypothesen, dass ein Ereignis oder Zustand in Tat und Wahrheit durch eine geheime Verschwörung verursacht wurde, sind so alt wie die menschliche Zivilisation.

Heutzutage haben Verschwörungstheorien aber eine neue Qualität erlangt. Sie sind längst kein Randphänomen mehr, sondern mittlerweile im Kern unseres gesellschaftlichen Diskurses angekommen. Nicht zuletzt dank des Internets: Die modernen Möglichkeiten der …

Artikel lesen
Link zum Artikel