Schweiz
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Armee will Know-How für neue Technologien in eigenen Reihen sichern

Die Schweizer Armee soll ihre Kompetenzen in neuen Technologien sichern. Dafür sollen verschiedene Massnahmen ergriffen werden.



Die Schweizer Armee soll mit einer Reihe von Massnahmen ihre Kompetenzen in neuen Technologien bewahren. Der Bundesrat hat am Freitag einen entsprechenden Bericht verabschiedet. Als Massnahmen nannte er etwa ein Cyber-Bataillon sowie längere Dienstzeiten für Fachleute.

Technologien seien wesentliche Treiber bei der Ausgestaltung moderner Armeen und unabdingbar für erfolgreich geführte Einsätze, hiess es in dem Bericht «Armee – Sicherstellung der Kompetenzen im Bereich der neuen Technologien». Militärische Systeme müssten aber auch für eine Milizarmee beherrschbar bleiben. Die Armee sei auf technisch-wissenschaftliche Kompetenzen angewiesen.

Ein Stuhl mit einem Blatt Papier worauf ist Cyber geschrieben ist fotografiert waehrend die Sicherheitsverbundsuebung SVU 2019, in einem Ad-hoc-Operationszentrum (Regie), am Mittwoch, 13. November 2019 in der Kaserne in Bern. Waehrend der SVU sollen Strukturen, Organisation und Ablaeufe bei einer laenger andauernden Terrordrohung ueberprueft werden. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Schweizer Armeeangehörige an einer Sicherheitsverbundsübung im 2019. Bild: KEYSTONE

Die Armee setzt dabei vor allem auf Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie auf Partnerschaften mit Hochschulen und der Industrie für Forschung und Entwicklung. Zudem will sie Fachleute künftig länger in den eigenen Reihen behalten.

Der Bund will dem Bericht zufolge beispielsweise auf Anfang 2022 ein Cyber-Bataillon und einen Cyber-Fachstab bilden. Damit soll sich der Bestand im Miliz-Bereich von gegenwärtig rund 200 auf 575 Angehörige der Armee erhöhen.

Neben der Erhöhung der Milizbestände sieht der Aktionsplan Cyber-Defence des Verteidigungsdepartements vor, die Personalbestände im Cyber-Bereich beim Berufspersonal in den kommenden Jahren um rund die Hälfte zu erhöhen.

Weiter setzt die Armee auf Beförderungen, mit denen sich die maximal zu leistende Anzahl der Diensttage der Fachleute verlängert. Mit einer geplanten Revision des Militärgesetzes strebt der Bundesrat für Durchdiener eine Verlängerung der maximalen Einsatzdauer von 280 auf 300 Ausbildungsdiensttage an.

Damit das Spezialwissen von Angehörigen der Armee länger genutzt werden kann, will der Bund auch die teilweise Anrechenbarkeit von Master- oder Doktorarbeiten prüfen. Dies wird bereits bei Ärzten, Zahnärzten und Apothekern umgesetzt, wie aus dem Bericht zum Postulat von Marcel Dobler (FDP/SG) von 2017 weiter hervorgeht. (cki/sda)

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