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In der Schweiz könnten bald auch 12- bis 15-Jährige eine Corona-Impfung erhalten. bild: shutterstock

Impfung für 12- bis 15-Jährige naht: Pfizer reicht Zulassungsgesuch bei Swissmedic ein

Für unter 16-Jährige ist eine Corona-Impfung in der Schweiz noch nicht zugelassen. Das dürfte sich bald ändern. Soeben reichte US-Pharmakonzern Pfizer die Impfzulassung für 12 bis 15-Jährige beim Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic ein.



Immer mehr Kantone schalten nun Termine für alle Impfwilligen ab 16 Jahren frei. Nach Bern folgte am Freitag auch der bevölkerungsreichste Kanton Zürich. Wer jünger als 16 ist, musste sich bislang gedulden.

Für die 12- bis 15-Jährigen naht jedoch der Impftermin: «Pfizer hat das Gesuch für die Indikationserweiterung heute bei Swissmedic eingereicht», bestätigt Lukas Jaggi, Mediensprecher des Schweizerischen Heilmittelinstituts auf Anfrage. Vom Impfstoffhersteller Moderna habe man bislang noch kein Gesuch erhalten.

Wie beim Zulassungsgesuchen für die über 16-Jährigen prüft Swissmedic das Gesuch im rollenden Verfahren. Pfizer kann laufend Daten einreichen, ohne auf die abschliessenden Ergebnisse der klinischen Studien warten zu müssen. Bis zur Zulassung durch Swissmedic dürfte es gemäss Jaggi folglich nicht mehr allzu lange dauern. «Wenn die Daten stimmen, können wir die Freigabe des Impfstoffs für 12- bis 15-Jährige schnell erteilen.»

Gemäss Pfizer versprechen die Daten Gutes. Gemäss den Ergebnissen der klinischen Studien sei das Corona-Vakzin bei den 12- bis 15-Jährigen zu 100 Prozent wirksam – bei so gut wie keinen Nebenwirkungen, schrieb der US-Pharmakonzern in einer Mitteilung.

Kanada ist Vorreiterin

Bereits geimpft werden 12- bis 15-Jährige in Kanada. Am 5. Mai gab das kanadische Gesundheitsministerium grünes Licht. In den USA soll die Zulassung unmittelbar bevorstehen.

Und auch bei unseren Nachbarn geht es voran. Wie WDR schreibt, rechnet der Deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn im Laufe der Sommerferien damit, dass sich 12- bis 15-Jährige impfen können. Die Firma Biontech habe die Zulassungsbeantragung bei der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) bereits beantragt.

Die Jüngsten müssen sich noch etwas gedulden

Die ganz Kleinen müssen sich noch etwas gedulden. Das Immunsystem von Säuglingen und Kindern reagiert anders auf eine Impfung als bei Älteren. Das bestätigt auch Jaggi von Swissmedic. «Die Anforderungen an die klinischen Studien sind grundsätzlich gleich wie bei Erwachsenen. Kleinkinder sind aber besonders verletzlich, deshalb müssen solche klinischen Studien besonders sorgfältig durchgeführt werden.»

Kommt hinzu, dass die klinischen Studien mit Kleinkindern erst gerade begonnen haben. Auf dem US-Register für klinische Studien rekrutiert Pfizer/Biontech seit dem 25. März Kinder und Jugendliche, die jünger als 12 sind, für klinische Studien. Mit ersten Ergebnissen rechnet man Anfang März 2022.

Auch Moderna ist mit einer klinischen Studie mit Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 18 im US-Register aufgeführt. Moderna will bis Ende Juni 2022 erste Auswertungen liefern.

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«Bleiben Sie zuhause!»: Corona in der Schweiz in Zitaten

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«Bleiben Sie zuhause!»: Corona in der Schweiz in Zitaten
quelle: keystone / peter klaunzer
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