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Vor einem Jahr kam Corona in die Schweiz – das ist seither alles passiert

Heute vor einem Jahr wurde zum ersten Mal eine Person in der Schweiz positiv auf das Coronavirus getestet. Seither folgten über 550'000 weitere positive Tests. Scroll dich durch die eindrücklichsten Momente im ersten Jahr mit Corona.



Nach einer ersten Welle im Frühling mit über 1000 Neuinfektionen pro Tag flachte das Virus im Sommer 2020 ab. Doch im Herbst kletterten die positiven Tests exponentiell in die Höhe.

Die folgende Grafik mit den Fall- und Todeszahlen wird dich am oberen Bildschirmrand durch diese Story begleiten und dir einen Überblick geben, in welcher Phase sich die Schweiz gerade befand.

Fallzahlen in der Schweiz

Februar 2020

25. Februar 2020: Der erste Corona-Fall in der Schweiz wird bekannt: Ein 70-jähriger Mann im Tessin wird positiv auf das Coronavirus getestet. Der Mann hielt sich 10 Tage zuvor in Mailand auf.

Das BAG schreibt am gleichen Tag in einer Mitteilung: «Das neue Coronavirus stellt zurzeit für die Bevölkerung der Schweiz ein moderates Risiko dar.» Mit weiteren Fällen wird gerechnet. «Die medizinischen Einrichtungen in der Schweiz sind aber darauf vorbereitet, Verdachtsfälle frühzeitig erkennen und abklären zu können sowie weitere erkrankte Personen zu versorgen.»

Die Gesundheitsminister Alain Berset (Schweiz) wird von Journalisten umringt, nach einem Treffen der Gesundheitsminister aus Italien, Frankreich, Deutschland, Oesterreich, Kroatien, Slowenien und der Schweiz, am Dienstag, 25. Februar 2020 im Gesundheitsministerium in Rom, Italien. Die Vertreter von sieben Nationen tauschten sich ueber die Ausbreitung des Coronavirus aus. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Noch am 25. Februar 2020 trifft Bundesrat Berset in Rom die Gesundheitsminister von Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich, Kroatien und Slowenien, um sich über die Ausbreitung des neuen Coronavirus auszutauschen. Bild: KEYSTONE

27. Februar: Start der Präventionskampagne des BAG gegen das Coronavirus: Hände waschen, in den Ellbogen oder ein Taschentuch husten und niesen und bei Husten und Fieber zu Hause bleiben.

«Das ganze Personal trug Schutzkleidung, was mich fühlen liess, als wäre ich in einen Zombie-Apokalypsen-Film geraten.»

Tagebuch des dritten Corona-Falls in Basel

28. Februar: Der Bundesrat verbietet bis zum 15. März alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen in der Schweiz.

März 2020

5. März: Erster Coronavirus-bedingter Todesfall in der Schweiz.

In Norditalien ist die Pandemie zu dieser Zeit ausser Kontrolle geraten:

«Nun, die Situation ist jetzt, gelinde gesagt, dramatisch. Mir fallen keine anderen Worte ein. Der Krieg ist buchstäblich explodiert, und die Kämpfe sind Tag und Nacht ununterbrochen.»

Dr. Daniele Macchini, Arzt in Bergamo

13. März: Bereits über 1000 bestätigte Coronavirus-Fälle. Der Bundesrat stellt der unter der Pandemie leidenden Wirtschaft vorerst 10 Milliarden Franken zur Verfügung.

Swiss Federal president Simonetta Sommaruga, second-right, briefs the media about the latest measures to fight the Covid-19 Coronavirus pandemic next to Swiss Federal councillor Karin Keller-Sutter, Swiss Federal councillor Viola Amherd, and Swiss Federal councillor Alain Berset, in Bern, Switzerland, Monday, March 16, 2020.(KEYSTONE/Anthony Anex)

Amherd, Keller-Sutter, Sommaruga und Berset verkünden am 16. März an der Pressekonferenz die ausserordentliche Lage für die Schweiz. Bild: KEYSTONE

16. März 2020: Der Bundesrat tritt vor die Medien und ein Land schaut gebannt auf die Bildschirme: An der legendären Pressekonferenz verkündet der Bundesrat den Notstand und schickt das Land in den Lockdown: Schulen, Restaurants, Detailhandel, Coiffeurläden und sämtliche Freizeitbetriebe werden geschlossen. Die grösste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg hat begonnen.

«Jetzt muss ein Ruck durch das Land gehen.»

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga, Pressekonferenz vom 16. März 2020

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

17. März: Bis auf Lebensmittelgeschäfte, Apotheken und Drogerien werden alle Geschäfte geschlossen. Der Bund rät Laien davon ab, Gesichtsmasken zu tragen. Die grösste Armee-Mobilisierung seit dem Zweiten Weltkrieg wird angekündigt. Mehrere Kantone stellen Unterstützungsgesuche für einen Armeeeinsatz. Es kommt zu Hamsterkäufen.

«Schutzmasken sind, wenn sie in der allgemeinen Bevölkerung getragen werden, sehr wenig wirksam.»

Daniel Koch am 16. März

Empty pasta shelves are pictured in a supermarket during the Covid-19 Coronavirus pandemic in Crissier, Switzerland, Friday, March 13, 2020. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Nach der Lockdown-Verkündung werden die Regale in den Lebensmittelläden leergeräumt, WC-Papier wird zum gesuchten Objekt – aber nicht nur. Bild: KEYSTONE

«Dosen-Ravioli sind momentan wichtig, also machen wir mehr davon.»

Marco Oswald, Verantwortlicher für das Konserven-Sortiment bei der Migros

19. März: Der öffentliche Nahverkehr wird schrittweise ausgedünnt. Detailhändler beschränken die Anzahl Kunden in den Geschäften.

Tauben spazieren durch den menschenleeren Hauptbahnhof in Zuerich am Donnerstag, 19. Maerz 2020. Das Schweizer OeV-Angebot wird ab heute, im Zusammenhang mit dem Coronavirus, schrittweise reduziert.(KEYSTONE/Ennio Leanza)

Tauben spazieren am Donnerstag, 19. März durch den menschenleeren Zürcher Hauptbahnhof. Bild: KEYSTONE

20. März: Versammlungen von mehr als fünf Personen sind verboten. Der Bundesrat schnürt ein gut 40 Milliarden Franken schweres Hilfspaket für die an den Folgen der Pandemie leidende Wirtschaft. Desinfektionsmittel und Schutzmaterial sind Mangelware. Nicht notfallmässige Operationen in Spitälern werden verboten.

24./25. März: Die Einreisebeschränkungen werden auf alle Schengen-Staaten ausgedehnt.

April 2020

3. April: Der Bundesrat stockt die Wirtschaftshilfe für Unternehmen um weitere 20 Milliarden auf insgesamt 40 Milliarden Franken auf.

4. April: Fast jeder vierte Erwerbstätige in der Schweiz, d.h. 1,3 Millionen Menschen, befindet sich inzwischen in Kurzarbeit.

Die Gotthard Autobahn A2 in Richtung Sueden bei Wassen wird wegen der Corona-Pandemie nur sehr gering befahren, am Freitag, 10. April 2020. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Am Karfreitag, den 10. April, fahren nur vereinzelt Autos in Richtung Süden. Dort, wo sich sonst insbesondere an Ostern die Blechlawine kilometerweit staut. Bild: KEYSTONE

10. April: Der Oster-Reiseverkehr bricht komplett ein. Von Reisen in den Süden wird abgeraten, wer trotzdem fährt, wird von der Polizei nach den Gründen befragt.

«Es ist jetzt nicht die Zeit, die Region und das besondere Flair des Tessins zu geniessen.»

Stefan Blättler, Präsident der Konferenz der kantonalen Polizeidirektoren, rät von Reisen ins Tessin ab – die Tessiner Spitäler sind zu dieser Zeit am Anschlag.

16. April: Der Bundesrat kündigt die schrittweise Aufhebung der Lockdown-Massnahmen in drei Etappen am 27. April, 11. Mai und 8. Juni an.

27. April 2020: Die ersten Lockerungen kommen. Coiffeurläden dürfen wieder öffnen, ebenso Baumärkte. Es bilden sich lange Warteschlangen.

Kunden warten bei der Wiedereroeffnung vor dem Eingang des Bau- und Gartencenters Bauhaus, aufgenommen am Montag, 27. April 2020 in Schlieren. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Als Ende April die ersten Läden wieder geöffnet werden, bilden sich lange Schlangen. Bild: KEYSTONE

«Man darf die Enkelkinder auch wieder einmal in die Arme nehmen.»

Daniel Koch, nachdem das Hüten der Grosskinder verboten wurde, am 27. April 2020

29. April: In der bisher grössten Rückholaktion in der Geschichte der Schweiz werden in 35 Flügen über 7000 Menschen in die Schweiz zurückgeholt. Der Flugverkehr brach im April am Flughafen Zürich um 99 Prozent ein.

A passenger is looking at the departures board at the Zurich Airport in Zuerich, Switzerland, Tuesday, March 10, 2020. The spreading of the Coronavirus has effects on the passenger volume at Switzerland's biggest airport. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Ein einzelner Passagier wartet auf dem Flughafen Zürich auf den Abflug. Bild: KEYSTONE

Mai 2020

4. bis 6. Mai: Die ausserordentliche Session des Bundesparlaments wird in die Messehallen der Bernexpo verlegt. Die eidgenössischen Räte geben grünes Licht für ein mittlerweile rund 57 Milliarden Franken schweres Corona-Kreditpaket.

11. Mai: Neben den obligatorischen Schulen dürfen auch Läden, Cafés, Restaurants, Fitnesscenter, Bibliotheken und Museen wieder öffnen, falls sie Schutzvorkehrungen getroffen haben. Der öffentliche Verkehr fährt wieder weitgehend nach Normalfahrplan.

16. Mai 2020: Weitere Lockerungen treten in Kraft und die Grenzen zu Deutschland werden für binationale Paare, Familienmitglieder und weitere Personen wieder geöffnet.

Ein Paar kuesst sich nach dem Abbau des doppelten Grenzzauns zwischen Kreuzlingen in der Schweiz und Konstanz in Deutschland, am Freitag, 15. Mai 2020, in Kreuzlingen. Der doppelte Zaun war errichtet worden, um die Abstaende wegen der Coronavirus-Pandemie zu gewaehrleisten. Er faellt mit den heutigen Lockerungen im Grenzverkehr. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Ein Paar küsst sich nach der Grenzöffnung zwischen Deutschland und der Schweiz. Bild: KEYSTONE

28. Mai 2020: Der Bund lanciert die SwissCovid-App, die vorerst von Testpersonen geprüft wird. Sie soll Kontakte informieren – anonym, freiwillig und gratis.

epa08443428 A man looking at a smartphone with the tracing app SwissCovid, using Decentralized Privacy-Preserving Proximity Tracing (DP-3T), during the state of emergency of the coronavirus disease (COVID-19) outbreak, at the campus of the Swiss Federal Institute of Technology, EPFL, in Lausanne, Switzerland, Monday, May 25, 2020. Secure contact tracing could be a powerful tool to fight the spread of COVID-19. A unique, decentralized system developed as part of an international consortium, including Swiss Federal Institute of Technology, EPFL Lausanne and ETH Zurich, will soon be launched with the support of the Swiss Federal Office of Public Health. DP-3T proposes a secure, decentralized, privacy-preserving proximity tracing system based on the Bluetooth Low Energy standard. Its goal is to simplify and accelerate the process of identifying people who have been in contact with someone infected with the SARS-CoV-2 virus.  EPA/LAURENT GILLIERON

Die SwissCovid-App hilft, Infektionsketten zu verfolgen. Bild: EPA

30. Mai: Kundgebungen mit bis zu 30 Personen sind wieder erlaubt.

Juni 2020

6. Juni: Kinos, Theater, Zoos, Skilifte, Campingplätze, Schwimmbäder und nachobligatorische Schulen können den Betrieb wieder aufnehmen. Die 30-Personen-Grenze für Veranstaltungen wird durch eine 300-Personen-Obergrenze ersetzt.

15. Juni 2020: Alle Grenzen rund um die Schweiz werden geöffnet. Auch der in den Grenzregionen beliebte Einkaufstourismus ist wieder möglich.

Two border guards opens the barrier that closed access to customs, in Thonex near Geneva, Switzerland, on Sunday, June 14, 2020. Concrete blocks closed the road at the Swiss-French border during the state of emergency due to the coronavirus COVID-19. Switzerland will open its borders to the EU and EFTA countries and to the United Kingdom on Monday. June 15. Border controls within the Schengen area are abolished and shopping tourism is allowed again. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Zwei Grenzwächter öffnen den Grenzübergang zu Frankreich. Bild: keystone

Viel Aufmerksamkeit erregte auch der Schwedische Sonderweg. Der gerät zunehmend in die Kritik:

«Wenn wir die gleiche Krankheit nochmals vor uns hätten, würden wir mit dem heutigen Wissen wohl einen Mittelweg zwischen Schweden und dem Rest der Welt wählen.»

Schwedischer Epidemiologe Anders Tegnell zur Kritik am «Schwedischen Modell»

22. Juni: Der Bundesrat kündigt weitere Lockerungen an. Versammlungen von bis zu 1000 Personen sind unter Einhaltung von Schutzkonzepten erlaubt. Weitere Einschränkungen werden für Gaststätten und Diskotheken aufgehoben.

«Wir empfehlen eine Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr.»

Covid-19-Taskforce im Juni – der Bundesrat setzt die Maskenpflicht per 8. Juli 2020 um

People wearing face masks at the beach in Biarritz, southwestern France, Monday July 3, 2020, as several sites around France have started requiring masks outdoors in recent days. Starting Monday, 69 towns in the Mayenne region of western France imposed outdoor coronavirus mask rules, as did parts of the northern city of Lille and coastal city of Biarritz in French Basque country.(AP Photo/Bob Edme)

Während man in der Schweiz noch kaum Masken sieht, gehören diese in vielen anderen Ländern bereits fest zum Alltagsbild dazu – hier an einem Strand in Frankreich. Bild: keystone

Juli 2020

6. Juli 2020: Ab sofort gilt eine Maskentragepflicht im öffentlichen Verkehr. Für einige Länder gilt eine Quarantänepflicht nach der Rückreise – die Liste der betroffenen Länder wird ständig aktualisiert.

Bis zu 1000 Zuschauer duerfen im Stadion dabeisein, beim Super League Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Servette Genf vom Samstag, 27. Juni 2020 in Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Bis zu 1000 Zuschauer durften im Sommer in ein Stadion. Bild: keystone

«Wenn man sich überlegt, was in einem Club passiert, dann ist das so ziemlich das Gegenteil von allem, was man im Moment empfiehlt.»

Isabelle Eckerle, der Leiterin des Zentrums für Viruserkrankungen in Genf, übt Kritik am Entscheid, Clubs offen zu halten

«Fantasienamen wie ‹Donald Duck› haben das Contact-Tracing im Club Flamingo massiv erschwert»

Nachdem einem Superspreader-Fall in einem Zürcher Club weist das Contact Tracing Lücken auf

Menschen geniessen sonniges Wetter am Verzascafluss im Verzascatal, am Samstag, 25. Juli 2020, in Lavertezzo. (KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)

Ein fast normaler Sommer – Menschen geniessen das sonnige Wetter im Verzascatal. Bild: keystone

28./29. Juli: Die Neuansteckungen steigen innerhalb eines Tages markant an.

Die Hoffnungen liegen schon da vor allem bei einem wirksamen Impfstoff:

«Es wäre sehr viel Pech, sollten alle Impfstoffkandidaten scheitern.»

Soumya Swaminathan, Chefwissenschaftlerin der WHO, ging im Juli 2020 davon aus, dass Mitte 2021 ein Impfstoff in grösserem Massstab zur Verfügung steht.

August 2020

6. August: Angehörige von Staaten ausserhalb des Schengenraums dürfen nicht in die Schweiz einreisen - mit Ausnahme von vorerst 20 Ländern. Damit bestehen Corona-bedingte Einreisesperren für 160 Länder.

«Noch sind die Zahlen nicht so hoch, dass wir uns in einer zweiten Welle befinden. Aber sie sind definitiv zu hoch.»

Daniel Koch in einem Interview

Demonstrierende versammeln sich auf dem Helvetiaplatz, anlaesslich der Covid19-Parade, einer Demonstration gegen die Coronamassnahmen, am Samstag. 29. August 2020, in Zuerich. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Demonstrierende wehren sich auf dem Helvetiaplatz in Zürich am 29. August gegen die Coronamassnahmen. Bild: keystone

September 2020

11. September: Wer aus einer Grenzregion eines Nachbarlandes einreist, muss nicht in eine zehntägige Quarantäne – auch dann nicht, wenn die Region hohe Fallzahlen aufweist.

«Wir wollen sichergehen, dass sich die Frage von weiteren Lockdowns nicht mehr stellt.»

Taskforce-Präsident Martin Ackermann am 20. September in einem Zeitungsinterview

Nationalraetinnen, links Barbara Gysi, SP-SG, haengen ihre Schutzmasken an den Plexiglas Scheiben auf, am ersten Tag der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 7. September 2020 im Nationalrat in Bern. Aufgrund der Krise um die Pandemie des Coronavirus, Covid-19 wurden die Pulte der Parlamentsmitglieder mit Plexiglas Scheiben eingerahmt. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Die Herbstsession findet statt, allerdings mit Plexiglasscheiben und Schutzmasken. Bild: keystone

Oktober 2020

1. Oktober: Grossanlässe mit über 1000 Personen sind wieder erlaubt. Es gelten jedoch strenge Auflagen.

7./8. Oktober: Die Ansteckungszahlen steigen schweizweit auf über 1000 pro Tag. Das Tessin reagiert mit Schliessungen von Clubs, Diskotheken und Tanzlokalen.

19. Oktober 2020: Menschenansammlungen im öffentlichen Raum werden verboten – in Innenräumen gilt schweizweit Maskenpflicht.

Eine Gruppe trainiert im Fitnessstudio Activ Fitness mit Maske am Mittwoch, 11. November 2020, in Zuerich-Oerlikon. Der Bundesrat hat am 28. Oktober 2020 nationale Corona-Massnahmen beschlossen, diese betreffen auch eine ausgeweitete Maskenpflicht. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Bild: keystone

23. Oktober: Zahlreiche Kantone fahren angesichts weiter steigender Fallzahlen die Freizeitaktivitäten und das Privatleben massiv herunter und dehnen die Maskenpflicht aus.

WIR STELLEN IHNEN HEUTE FOLGENDES BILDMATERIAL ZUM THEMA CORONA-QUARANTAENE ZUR VERFUEGUNG. WEITERE BILDER FINDEN SIE AUF visual.keystone-sda.ch --- Ein Tablett mit Abendessen vor der Zimmertuer einer Person in Isolation, fotografiert waehrend der Quarantaene einer Familie am 5. November 2020 in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Wer positiv auf das Coronavirus getestet wird, muss sich in Isolation begeben. Hier wurde einer Person ein Tablett mit Essen vor die Tür gestellt. Bild: keystone

28. Oktober: Einzelne Kantone rufen die Armee um Unterstützung an. Der Bundesrat beschliesst weitere Massnahmen, um einen zweiten Lockdown zu verhindern, unter anderem die Zulassung von Schnelltests, eine Maskenpflicht im Freien, das Verbot von privaten Treffen mit mehr als zehn Personen und die Schliessung von Discos.

November 2020

2. November 2020: Hochschulen müssen auf Fernunterricht umstellen. Ausserdem gibt es neu zusätzlich zu den PCR-Tests auch Antigen-Schnelltests.

4./5./6. November: Die Zahl der Neuinfektionen steigt schweizweit auf über 10'000 pro Tag. Neuenburg, Waadt, Freiburg und Wallis schliessen Bars und Restaurants.

13. November: Die Heilmittelbehörde Swissmedic hat von Moderna ein drittes Zulassungsgesuch für einen Corona-Impfstoff erhalten. Mitte Oktober hatte Pfizer/Biontech ein Zulassungsgesuch für einen Impfstoff eingereicht und bereits Anfang Oktober Astrazeneca.

«Wir werden nicht jeden Betrieb retten können.»

Finanzminister Ueli Maurer am 18. November.

24. November: Die Zahl der Neuansteckungen halbiert sich innert zweier Wochen.

Skifahrer mit Schutzmaske steigen aus der Gondel auf dem Crap Sogn Gion aus, aufgenommen am Samstag, 26. November 2020, im Skigebiet Flims Laax Falera, in Falera. Die Buendner Skigebiete bleiben trotz Coronavirus geoeffnet, allerdings mit reduzierter Transportkapazitaet. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Skifahrer steigen in Laax am 26. November aus der Gondel. Bild: keystone

«Ich merke oft, dass ich meiner Arbeit kaum mehr gerecht werden kann. Zeit zum Durchatmen gibt es nicht.»

Intensivpflegefachfrau aus Bern im watson-Interview

Dezember 2020

1. Dezember: Der Bund definiert die Impfstrategie: Zuerst sollen Risikopatienten und -personen geimpft werden.

Ein Samichlaus und ein Schmutzli sitzen vor Kamera und Bildschirm und sprechen uebers Internet zu einer Familie, am Donnerstag, 3. Dezember 2020, in Zuerich. Wegen der Coronavirus-Pandemie koennen die traditionellen Samichlaus-Besuche dieses Jahr nicht wie gewohnt stattfinden. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Viele Feiertage fallen in diesem Jahr etwas anders aus – so auch der «Besuch» vom Samichlaus. Bild: keystone

7. Dezember: Janssen Schweiz reicht als viertes Unternehmen bei Swissmedic ein Zulassungsgesuch für einen Impfstoff ein. Janssen Schweiz gehört zum US-Gesundheitskonzern Johnson & Johnson.

9. Dezember: Die Vereinigte Bundesversammlung gedenkt in einer Schweigeminute der Covid-Toten in der Schweiz.

Activists lit almost 5000 candles to commemorate the people who died of Corona in Switzerland, this Sunday, December 6, 2020, on the Bundesplatz, front of the Federal Palace, in Bern, Switzerland. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Aktivisten zünden in Gedenken an die Covid-Toten fast 5000 Kerzen vor dem Bundeshaus an. Bild: keystone

«Vor einem Monat lebten auf meiner Demenzstation noch 16 Leute – dann kam Corona»

Pflegefachmann aus dem Kanton Zürich in «Was ich wirklich denke»

12. Dezember: Auf Anordnung des Bundesrates werden schweizweit Restaurants, Bars, Geschäfte, Märkte, Museen, Bibliotheken, Freizeit- und Sportzentren zwischen 19 Uhr und 6 Uhr morgens geschlossen.

19. Dezember: Swissmedic erteilt die Zulassung für den Pfizer/Biontech-Impfstoff. Es ist der erste in der Schweiz zugelassene Impfstoff gegen Coronaviren.

Die Paketbotin Leila Meyer fuellt am fruehen Morgen einen Lieferbus der Post mit Paketen, im Paketzentrum Haerkingen, am Mittwoch, 9. Dezember 2020, in Haerkingen. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Der geschlossene Detailhandel und die Vorweihnachtszeit stürzen die Post in eine Päckliflut. Bild: keystone

20. Dezember 2020: Wegen der in Grossbritannien erstmals aufgetauchten Virenmutation streicht die Swiss alle Flüge von und nach Grossbritannien.

The desk of British Airway is closed after Switzerland cancelled all flights between Switzerland and Great Britain at the Geneva Airport, in Geneva, Switzerland, Monday, December 21, 2020. Switzerland announced travel restrictions for travellers coming from Great Britain or South Africa due to the spreading of a new Coronavirus mutation in these countries. Travellers coming from Great Britain or South Africa are forbidden to enter Switzerland from Monday, December 21, 2020. Travellers who arrived after Dec. 14 are send into quarantine for ten days. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Der Desk von British Airways bleibt geschlossen. Bild: keystone

«Es geht jetzt nicht um Weihnachten und Skifahren»

Bundesrat Alain Berset, Pressekonferenz vom 11. Dezember 2020

22. Dezember: Schweizer Skigebiete dürfen mit kantonaler Genehmigung öffnen. Die Nachbarländer, mit Ausnahme von Österreich, schliessen ihre Skigebiete. Sport-, Kultur- und Freizeitzentren und Zoos müssen schliessen.

«Wir können die Leute nicht die ganze Zeit einsperren. Sie müssen auch mal an die frische Luft. Skifahren und Langlaufen können in dieser Situation eine willkommene Abwechslung sein.»

Bundesrat Guy Parmelin im Dezember, Interview mit der «Sonntagszeitung»

23. Dezember: Impfstart in der Schweiz: Als erste Person wird eine 90-jährige Frau im Kanton Luzern geimpft. Auch in vier weiteren Kantonen erhalten Senioren die ersten Impfungen.

Seniorinnen und Senioren lassen sich bei einer Massenimpfkampagne fuer ueber 85-Jaehrige im Zivilschutzzentrum von Rivera gegen Covid-19 impfen, am Dienstag, 12. Januar 2020. (KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)

Bild: keystone

24. Dezember: Die neue Variante des Coronavirus aus Grossbritannien wird in der Schweiz in zwei Proben von Briten nachgewiesen, die in der Schweiz positiv getestet wurden. Die Rückführung britischer Touristen beginnt.

27./28. Dezember: In der Schweiz ist in zwei Proben die Coronavirus-Variante aus Südafrika gefunden worden. In Basel wird das erste Impfzentrum der Schweiz eröffnet.

30. Dezember: Covid-19 hat bisher in der Schweiz über 7000 Todesopfer gefordert.

Januar 2021

3. Januar: Bundespräsident Guy Parmelin gesteht Fehler im Umgang mit der Coronavirus-Krise ein. Zwischen Juli und September habe man die Lage unterschätzt.

6. Januar 2021: Obwohl die Fallzahlen nach den Festtagen nicht wie befürchtet angestiegen sind, verlängert der Bundesrat die Massnahmen – Grund ist der steigende Anteil der ansteckenderen Virenmutationen.

Walter Andreas Mueller, Schauspieler, wird gegen das Covid-19 Coronavirus geimpft, im Referenz-Impfzentrum EBPI am Hirschengraben in Zuerich vor, aufgenommen am Montag, 4. Januar 2021. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Am 4. Januar 2021 erfolgt der offizielle Impfstart. Viele Prominente lassen sich impfen – darunter Schauspieler Walter Andreas Müller. Bild: keystone

«Jetzt haben wir noch die Möglichkeit, die Ausbreitung des mutierten Virus zu verhindern.»

Bundespräsident Guy Parmelin am 13. Januar 2021

14. Januar: Laut einer BAG-Schätzung sind bisher rund 66'000 Menschen in der Schweiz gegen Covid-19 geimpft worden.

18. Januar 2021: Um die Pandemie weiter einzudämmen, wird eine Homeoffice-Pflicht eingeführt. Auch der Detailhandel muss schliessen.

Hinweisschild auf den Covid-Flaechentest, am Freitag, 29. Januar 2021, in Arosa. Die Schule bleibt nach einem Ausbruch des mutierten Coronavirus geschlossen. Heute und morgen finden freiwillige Flaechentests fuer die ganze Bevoelkerung statt. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

In Graubünden finden vermehrt Flächentests statt, um unentdeckte Infektionen aufzudecken. Bild: keystone

25. Januar: Fast tausend Ansteckungen mit mutierten Coronaviren sind in der Schweiz festgestellt worden. Erste Kantone mussten wegen verzögerter Lieferungen von Impfstoff ihre Impfpläne anpassen.

Des skieurs font la queue pour le teleski, en remontant sur la piste de ski afin de garder les distances, sur le domaine skiable des alpes vaudoises lors de la crise du Coronavirus (Covid-19) le samedi 16 janvier 2021 a La Lecherette pres du Col des Mosses. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Gleichzeitig lassen sich viele einen Tag auf den Skiern nicht nehmen. Bild: keystone

27. Januar: Der Bundesrat setzt neu auf Massentests und ermöglicht eine kürzere Quarantäne. Zudem beantragt er dem Parlament, die Wirtschaftshilfen für Härtefälle weiter auszubauen.

«Wir geben das Geld unserer Kinder aus. Da müssen wir schon vorsichtig sein.»

Finanzminister Ueli Maurer Ende Januar 2021

Februar 2021

1. Februar: Bei Verstössen gegen Corona-Massnahmen können Ordnungsbussen von zwischen 50 und 200 Franken fällig werden. 15 weitere Länder und Regionen stehen neu auf der Liste der Länder, bei deren Einreise eine Quarantänepflicht gilt.

2. Februar: Bern und Luzern treten einen Teil ihrer Impfdosen an Appenzell Ausserrhoden, Glarus, Nidwalden, Obwalden, Schaffhausen, Solothurn, Tessin und Zug ab. Damit soll Geimpften eine Zweitimpfung ermöglicht werden.

In Israel sieht man derweil erste Impferfolge:

«Wir sagen es noch vorsichtig, aber die Magie hat begonnen.»

Eran Segal, Wissenschaftler aus Israel, über die sinkenden Hospitalisierungen in seinem Land

Eine Schuelerin an der Mittelschule Tenero Contra wird auf Covid-19 getestet, am Montag 08. Februar 2021, in Tenero. (KEYSTONE/Ti-Press/Pablo Gianinazzi) Schuelerinnen und Schueler an der Schule in Tenero werden wegen der englischen Variante von Covid-19 die an der Schule aufgetaucht ist getestet. Bereits wurden Schulklassen an der Schule unter Quarantaene gestellt.

Nach Ausbrüchen an Volksschulen werden an vielen Orten im grossen Stil Schüler auf Covid-19 getestet, hier in Tenero. Bild: keystone

3. Februar: Der Bund schliesst mit drei Pharmafirmen weitere Verträge für die Lieferung von insgesamt 17 Millionen Impfdosen ab.

12. Februar: Die Nationale Ethikkommission ist gegen ein allgemeines Impfobligatorium. Ein solches würde «auf unverhältnismässige Weise in wesentliche Grundrechte» eingreifen.

15. Februar: In Einsiedeln SZ treffen sich trotz der Absage der Fasnacht und dem geltenden Veranstaltungsverbot über 1000 Personen zum traditionellen Sühudiumzug. Erst als die Polizei Bussen verteilte, löste sich die Versammlung der Fasnächtler auf.

Einsiedeln Fasnacht

Fasnacht in Einsiedeln trotz Veranstaltungsverbot. Bild: ch media

24. Februar 2021: Der Bundesrat erlaubt ab dem 1. März wieder erste Lockerungen, darunter die Öffnung des Detailhandels und der Freizeitbetriebe im Aussenbereich.

(Mitarbeit: meg / Mit Material der Nachrichtenagentur sda)

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Coronavirus: Was du wissen musst

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quelle: ap / zoltan balogh
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So hätte 2020 ohne Covid-19 ausgesehen

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