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10 Bilder, welche die Widersprüche in unserem Kampf gegen Corona auf den Punkt bringen

In St.Gallen verfolgten gestern 1000 Leute auf einer Tribüne ein Fussballspiel – ohne Abstand und ohne Maske. Gegen die Richtlinien verstiessen sie nicht, aber es zeigt die Widersprüchlichkeit, die eine Krise wie diese mit sich bringt.



In einer Krisensituation, wie die Corona-Pandemie eine ist, ist es klar, dass die Regierungen und Behörden immer wieder mit unvorhersehbaren Situationen konfrontiert sind. Es ist wie eine Fahrt auf Sicht im Nebel. Man tut, was man kann, um die schwierige Lage in den Griff zu bekommen. Dabei jede Eventualität zu antizipieren, ist schlichtweg unmöglich.

Darum finden wir uns in diesen Wochen und Monaten immer wieder in Umständen wieder, die komplett widersprüchlich zu sein erscheinen. Warum muss man in den öffentlichen Verkehrsmitteln eine Schutzmaske tragen, aber im Einkaufszentrum nicht? Warum dürfen sich die Menschen in den Clubs wieder nahe kommen, während die Bar- oder Restaurantbesucherinnen nach wie vor Abstand halten müssen?

Folgende Bilder zeigen, was laut Corona-Massnahmen derzeit erlaubt ist und was nicht – und stehen sinnbildlich dafür, wie schwierig es ist, in einer Krisenlage die richtigen Antworten zu finden:

Erlaubt: Public Viewing ohne Abstand

Bild

screenshot: twitter/@MaryTheOne

Fans des FC St.Gallen verfolgen den Fussballmatch gegen den FC Basel auf einem Bildschirm im Stadion Espenmoos. Veranstaltungen bis 1000 Personen dürfen unter Einhaltung der Covid-Bestimmungen stattfinden. Eine Maskenpflicht oder einen Mindestabstand gibt es gemäss Verordnung nicht.

Nicht erlaubt: Zuschauer im Stadion ohne Abstand

Zuschauer waehrend dem Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Basel, am Mittwoch, 22. Juli 2020, im Kybunpark in St. Gallen. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Bild: keystone

Zuschauer im Fussballstadion Kybunpark während des Spiels des FC St.Gallen gegen den FC Basel. In der Schweizer Super League sind Zuschauer bis zu 1000 Personen zwar wieder zugelassen. Sie müssen aber die Abstandsregelung einhalten.

Erlaubt: Einkaufen ohne Maske

Die Stimmung der Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz ist so schlecht wie seit Jahrzehnten nicht mehr. (Archivbild)

Bild: KEYSTONE

Zwar gilt beim Einkaufen eine Beschränkung der Kunden pro Quadratmeter Ladenfläche. Eine Maske muss dabei aber nicht getragen werden.

Nicht erlaubt: Tram fahren ohne Maske

Zwei junge Maenner mit Atemschutzmaske fahren im Tram in Zuerich, aufgenommen am Montag, 6. Juli 2020. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Bild: keystone

In den öffentlichen Verkehrsmitteln ist es umgekehrt. Eine Beschränkung der Personen in Bus, Tram, Zug und Co. gibt es zwar nicht. Dafür aber gilt eine Maskenpflicht.

Erlaubt: Clubben ohne Abstand und ohne Maske

Guests dance the night away at the St. Germain nightclub in Zurich, Switzerland, pictured on June 3, 2008. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Gaeste tanzen am 3. Juni 2008 im Nachtklub St. Germain in Zuerich, Schweiz. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Bild: KEYSTONE

Clubs sind wieder geöffnet. Bis zu 1000 Personen dürfen in abgetrennten Sektoren, die maximal für 300 Leute Platz bieten, feiern. Beim Eintreten müssen Partyleute ihre Kontaktdaten angeben. Die Abstandsregelung muss nicht eingehalten werden. Es gilt keine Maskenpflicht.

Nicht erlaubt: Restaurantbesuch ohne Abstand

Peter und Jennifer messen den Abstand zu den Tischen anlaesslich der Wiederoeroeffnung ihres Restaurants

Bild: KEYSTONE

Das Schutzkonzept für das Gastgewerbe sieht vor, dass die Gäste beim Restaurantbesuch einen Abstand von mindestens 1,5 Meter einhalten müssen.

Erlaubt: Openair-Kino ohne Abstand und ohne Maske

Besucher verfolgen den Eroeffnungsfilm

Bild: KEYSTONE

Diverse Openair Kinos finden während den Sommermonaten trotz Corona statt. Während das Schutzkonzept für reguläre Kinos eine Abstandsregelung vorsieht, müssen die Gäste diese im Openair Kino nicht einhalten. Auch eine Maske müssen die Besucherinnen im Openair Kino nicht tragen.

Nicht erlaubt: Coiffeurbesuch ohne Maske

Ein Coiffeur faerbt einer Kundin die Haare, am Montag, 27. April 2020, in einem Coiffeursalon in Lugano. Coiffeure duerfen ihre Geschaefte ab heute wieder oeffnen. (KEYSTONE/Ti-Press/Pablo Gianinazzi)

Bild: KEYSTONE/Ti-Press

Coiffeursalons gehörten zwar zu den ersten Lokalen, die nach dem Lockdown wieder öffnen durften. Doch von Beginn weg galt eine strenges Schutzkonzept. Die Kunden und der Coiffeur müssen stets eine Schutzmaske tragen. Im Lokal gilt eine Platzbeschränkung.

Erlaubt: Demonstrationen

People demonstrate against racism after the worldwide movement of the Black Lives Matter (BLM) protest against the recent death of George Floyd in Zurich, Switzerland, 13 June 2020. Floyd, a 46-year-old African-American man, died on 25 May after being detained by police officers in Minneapolis (Minnesota), USA. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Bild: keystone

An Demonstrationen gibt es keine Obergrenze für die Anzahl teilnehmender Personen, es gilt aber eine Maskentragepflicht. Am 13. Juni zogen alleine in Zürich tausende Menschen anlässlich der Black-Lives-Matter-Demos durch die Strassen.

Nicht erlaubt: Vollbesetzte Konzerte

epa08470180 A general view of the Orchestre de la Suisse Romande (OSR), a Swiss symphony orchestra, directed by Jonathan Nott, performing at the Victoria Hall at the Victoria Hall in Geneva, Switzerland, 06 June 2020, after more than two and a half months of lockdown measures because of the coronavirus pandemic.  EPA/SALVATORE DI NOLFI  ATTENTION: This Image is part of a PHOTO SET

Bild: keystone

Ein Konzerthaus darf nicht mehr als tausend Gäste einlassen. Der Veranstalter muss sicherstellen, dass die Zahl der maximal zu kontaktierenden Personen nicht grösser als 300 ist, etwa durch die Unterteilung in Sektoren.

Hier erklärt eine Virologin, wieso gewisse Risiken eingegangen werden können:

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