Schweiz
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Pflegepersonal richtet Mehrzweck-Intensivraeume der Onkologie-Abteilung fuer die Intensivstation der Moncucco-Klinik ein, um mehr COVID-19 Patienten behandeln zu koennen, am Freitag, 13. November 2020, in Lugano. (KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)

Ein Pfleger richtet eine Intensivstation in Lugano ein, um mehr Covid-19-Patienten behandeln zu können. Bild: keystone

«Intensivbetten in der Schweiz voll»: Eine Meldung geht um die Welt – so steht es wirklich

«In der Schweiz sind alle Intensivbetten voll». Diese Meldung sorgte gestern weltweit für Schlagzeilen. Was steckt dahinter?



Diese Meldung ging gestern um die Welt. «Switzerland's intensive care beds are full», titelte die renommierte New York Times. Und auch auf der «Spiegel»-Homepage war an prominenter Stelle zu lesen: «In der Schweiz sind alle Intensivbetten belegt».

Headlines

Bild: watson.ch

Grund für die weltweite Aufregung war die Medienmitteilung der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin SGI. Sie meldete am Dienstag, dass die «zertifizierten und anerkannten Intensivbetten» vollständig ausgelastet sind. Dass das Gesundheitssystem noch nicht grossflächig überlastet ist, sei vor allem dem Operationsstop von nichtdringenden Eingriffen zu verdanken. Um die Situation zusätzlich zu entschärfen, wurden auch einige Intensivstationen ausgebaut – allerdings noch nicht so viele wie in der ersten Welle im Frühling.

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Am Dienstag lagen gemäss icumonitoring.ch 543 Patienten mit Covid-19 auf Intensivstationen. Dazu kommen noch 359 Patienten, die aus einem anderen Grund auf intensivmedizinische Behandlung angewiesen sind. Damit wäre die Grenze der regulären Kapazitäten von 876 Intensivbetten tatsächlich überschritten.

Dank den Ausbaumassnahmen standen gestern jedoch noch 240 Betten – inklusive dem dafür benötigten Personal – zur Verfügung.

Auslastung Schweizer Intensivstationen

Engpässe gab es aber laut der SGI-Meldung auf regionaler Ebene. So mussten in den vergangenen Tagen mehrere kritisch kranke Patientinnen und Patienten aufgrund mangelnder Ressourcen in andere Kantone oder sogar Sprachregionen verlegt werden.

Durch all diese Massnahmen konnte eine gesamtschweizerische Überlastung bisher verhindert werden. Trotzdem zieht diese Meldung internationale Aufmerksamkeit auf sich. So berichteten nebst der New York Times auch die Washington Post darüber.

(lea)

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