DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bundesrat Ueli Maurer kommt an einer Medienkonferenz des Bundesrates am Mittwoch, 18. November 2020, vor dem Medienzentrum Bundeshaus in Bern. Auch in der zweiten Coronavirus-Welle kommt der Zivilschutz zum Einsatz. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung am Mittwoch beschlossen, den Kantonen zur Bewaetigung der Krise ein Kontingent von maximal 500'000 Diensttagen zur Verfuegung zu stellen.(KEYSTONE/Anthony Anex)

Bundesrat Ueli Maurer steht hinter der Strategie des Bundesrats für die zweite Corona-Welle. Bild: keystone

«Grosser Teil sind über 80-Jährige»: Ueli Maurer verteidigt Strategie in der zweiten Welle

Finanzminister Ueli Maurer steht hinter dem vergleichsweise liberalen Umgang der Schweiz mit dem Coronavirus. Man wisse nicht, ob man die vielen Toten durch ein früheres Eingreifen des Bundesrats hätte verhindern können.



(gb.) Die Schweiz weist aktuell im Vergleich mit anderen Ländern eine hohe Sterblichkeit an Covid19-Erkrankten auf. Laut Bundesrat Ueli Maurer ist nicht klar, ob ein früheres Eingreifen des Bundesrats am Anfang der zweiten Welle dies hätte verhindern können. «Das wissen wir nicht», sagte Maurer am Samstag in einem Interview mit Radio SRF. «Wir haben eine Güterabwägung zwischen Gesundheit, Wirtschaft und öffentlichem Leben gemacht.»

Kritik an dieser Strategie kam jüngst vermehrt von internationaler Seite. In einem Interview mit den CH-Media-Zeitungen sagte etwa der Sondergesandte für das Coronavirus der Weltgesundheitsorganisation, David Nabarro, die Situation in der Schweiz sei extrem ernst. Es überrasche ihn, dass die Fallzahlen in der Schweiz, die zu den höchsten in ganz Europa zählen, nicht als nationaler Notstand betrachtet würden.

Vorwürfe, die Schweiz habe die wirtschaftlichen Interessen zu stark gewichtet, weist Bundesrat Maurer zurück. «Für mich stimmt dieser Weg», so Maurer gegenüber Radio SRF. Dass in den letzten 14 Tagen rund 1000 Menschen am Coronavirus gestorben sind, relativiert Maurer. «Der ganz grosse Teil sind über 80-Jährige». Unter den Fünfzigjährigen seien, so glaube er, in letzter Zeit nur 31 gestorben.

«Das Geld wird reichen müssen»

Erst diese Woche hat der Bundesrat eine weitere Milliarde Franken für die Unterstützung der Wirtschaft versprochen. Das Geld soll sogenannten Härtefällen zu Gute kommen. Auf die Frage, ob dies ausreiche, sagte Maurer: «Es wird reichen müssen.» Nicht alle Unternehmen, die Probleme hätten, seien Härtefälle. Die Zahl von einer Milliarde sei nach Absprache mit den Kantonen zustande gekommen.

Wie rasch das Geld an betroffene Firmen fliessen wird, ist zurzeit unklar. Maurer dämpfte Erwartungen, dass dies schon ab Anfang Dezember der Fall sein wird. «Die, die vorgesorgt haben, können auch die nächsten Wochen noch überleben.» (aargauerzeitung.ch)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

China 1 Jahr nach Ausbruch des Coronavirus

1 / 19
China 1 Jahr nach Ausbruch des Coronavirus
quelle: keystone / ng han guan
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

«Ja, ich versteh's einfach nicht. Ihr stellt euch alle hier hin ohne Maske... ohne Abstand.»

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Das Nachwuchsproblem in der Hotellerie spitzt sich zu – auch wegen Corona

Bei der Hotellerie und Gastronomie hapert es mit dem Nachwuchs. Viele würden sich aus Unsicherheit wegen der aktuellen Lage gegen eine Grundausbildung entscheiden, heisst es aus der Branche. Doch einen Hoffnungsschimmer gibt es.

«Die Hotelzimmer sind dein Reich, das Hotel deine Bühne» mit diesen Worten preist der Unternehmensverband HotellerieSuisse die Grundausbildung zur Hotelfachfrau oder zum Hotel-Kommunikationsfachmann an.

Doch diese Worte scheinen bei den Jugendlichen immer weniger anzukommen. Die Branche kämpft mit Nachwuchsproblemen. «So etwas habe ich noch nie erlebt. Wir haben je nach Landesteile 20 bis 40 Prozent weniger abgeschlossene Lehrverträge als noch in vergangenen Jahren», sagt Urs Masshardt, …

Artikel lesen
Link zum Artikel