Schweiz
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Bundesrat ebnet Weg für Cannabis-Verschreibung



FILE - In this Aug. 15, 2019, file photo, marijuana grows at an indoor cannabis farm in Gardena, Calif. Laws legalizing recreational marijuana may lead to more traffic deaths, two new studies suggest, although questions remain about how they might influence driving habits. Previous research has had mixed results and the new studies, published Monday, June 22, 2020, in JAMA Internal Medicine, can

Bild: keystone

Ärzte sollen künftig Medizinalcannabis direkt verschreiben können. Der Bundesrat hat das Betäubungsmittelgesetz entsprechend angepasst. Die Änderung war in der Vernehmlassung auf breite Zustimmung gestossen.

Der Bundesrat verabschiedete am Mittwoch die Botschaft über die Änderung des Betäubungsmittelgesetzes (BetmG) zuhanden des Parlaments, wie er mitteilte. Diese Änderung sieht vor, dass sich Patientinnen und Patienten Behandlungen auf Cannabis-Basis direkt ärztlich verschreiben lassen können, ohne dass beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) eine Ausnahmebewilligung eingeholt werden muss. Die Verschreibungen werden jedoch überwacht. Nichts ändert sich hingegen bei Cannabis zu Genusszwecken, das verboten bleibt.

In der Vernehmlassung ist diese vom Bundesrat vorgeschlagene Änderung des Betäubungsmittelgesetzes auf breite Zustimmung gestossen. Cannabis ist in der Schweiz seit 1951 verboten. Bisher können Kranke nur mit einer Ausnahmebewilligung des BAG Cannabis zu Therapiezwecken nutzen.

Die Anzahl der Gesuche ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. 2018 stellte das BAG rund 3000 solcher Bewilligungen aus, beispielsweise für Krebskranke oder Patienten mit Multipler Sklerose. (aeg/sda)

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Chronologie der Schweizer Drogenpolitik

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    Alle Leser-Kommentare
  • elMauro. 24.06.2020 16:51
    Highlight Highlight Super dass es vorwärts geht mit der Legalisierung. Ich bin ein richtiger Fan vom CBD Öl :) Das hilft mir gut gegen Muskelkater und ich schlaf in weniger als 10 min ein :D

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  • THEOne 24.06.2020 16:09
    Highlight Highlight also kurz, alles beim alten nur dass du nicht mehr zum bag rennen musst.
    in sachen cannabishandhabung ist die schweiz bestenfalls erbärmlich.
  • Inflatio 24.06.2020 14:20
    Highlight Highlight Es ist unsäglich, wie lange unsere Bundesräte und das Parlament immer rummdiskutieren.

    Zum Schluss kommt dann ein halbpatziger Vorschlag raus und dann dauert es nochmals eine gefühlte Ewigkeit, bis es zur Volksabstimmung kommt resp. zur Umsetzung.

  • Antichrist 24.06.2020 13:56
    Highlight Highlight Einfach sämtliche Gesetze zu Alkohol auf Cannabis übertragen, dann sind alle glücklich.
    • Silent_Revolution 25.06.2020 03:26
      Highlight Highlight Dann noch ausweiten auf alle anderen Drogen. Das Konzept verhält sich überall gleich.
  • Flie 24.06.2020 13:28
    Highlight Highlight Leider die traurige Realität.
    Benutzer Bild
    • Silent_Revolution 25.06.2020 03:25
      Highlight Highlight Erinnert mich an meine Kindheit

      Man hat mich ab dem 9ten Lebensjahr, einfach nur weil ich etwas hibbelig war, auf Ritalin gesetzt und als ich dann mit 14, nach 5 Jahren auf Aufputschmitteln meine ersten Joints geraucht habe um etwas von diesem irrsinnigen Höllentrip runterzukommen, hiess es dann, ich hätte Drogenprobleme. Nicht wegen des zwei mal täglich eingenommenen Ritalins, wegen zwei-drei Joints die Woche.

      KJPD, Suchtberatung, Jugendanwaltschaft und die Spirale ging los. Diese Gesellschaft ist so krank, was die kleinen Kindern antun damit sie funktionieren ist abartig.
    • Flie 25.06.2020 11:27
      Highlight Highlight War bei mir genau gleich, mit 9 Ritalin bekommen, war für 6 Jahre der Horror. Ich erhielt immer und immer wieder höhere Dosen, da ich nur noch hyperaktiver wurde. Das wird von etlichen Ärzten und Psychiatern einfach so durchgewunken. Nur das Cannabis half mir schlussendlich meine Hyperaktivität zu besänftigen.
  • Gipfeligeist 24.06.2020 13:17
    Highlight Highlight Oder ganz einfach entkriminalisieren, in Verkaufsstellen an Volljährige (ab 21 Jahren) abgeben und dabei Steuergelder gewinnen. Bei betroffenen Patienten zahlt einfach die KK und wir haben ein Problem weniger auf der Welt

    Legalize it! ✌🏼🔥
  • blinddursland 24.06.2020 13:08
    Highlight Highlight <iframe width="560" height="315" src="
    Play Icon
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  • Altweibersommer 24.06.2020 12:50
    Highlight Highlight Das kommt 20 Jahre zu spät. Bitte einfach legalisieren, danke.
    • insert_brain_here 24.06.2020 12:59
      Highlight Highlight Die Schweiz wäre nicht die Schweiz wenn wir nicht zuerst alle anderen Ideen ausprobieren würden bevor wir Modelle übernehmen die in Ausland wunderbar funktionieren.
    • insert_brain_here 24.06.2020 14:41
      Highlight Highlight @swisswitchbitch: Das Methadon-Programm kam auch erst zustande, nachdem jahrelang mit der "Leidensdruck"-Theorie operiert wurde, bei der den Junkies ganz bewusst jegliche Unterstützung verweigert wurde im Glauben, wenn sie dann arbeits-, obdach-, mittellos und am verhungern sind würden sie schon aufhören sich das Gift zu spritzen. Erst als es offensichtlich wurde, dass die weiterhin jämmerlich krepieren und die offene Drogenszene langsam peinlich wurde kamen Ideen zum tragen, die sich anderswo schon längst bewährt haben.
    • Gar Ma Nar Nar 24.06.2020 14:46
      Highlight Highlight @swisswitch: Frage mich auch immer wieder, wieso die sonst so starke Bauernlobby hier nicht vorwärts macht. Die würden doch easy davon profitieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Flie 24.06.2020 12:37
    Highlight Highlight Warum ist die Schweiz so dumm und legalisiert nicht endlich Cannabis? Es kann ja nicht sein, dass im Jahr 2020, die Mehrheit unseres Volkes immernoch ungebildete Hinterwäldler sind, welche meinen Cannabis sei vom Teufel persönlich erschaffen worden, wie die USA dies propagierte. AHV wäre saniert und der Staat auch um einige Milliarden reicher. Dann nur noch die Grenzwerte beim Autofahren anpassen, damit ich am Abend eins kiffen kann und 12h später logischerweise auch wieder fahren darf.
  • DarkRessiveSystem 24.06.2020 12:36
    Highlight Highlight Dürfen also Leute beispielsweise mit ADHS oder schlafproblemen in Zukunft zum Arzt und sich Cannabis verschreiben lassen? ^^
  • Cirrum 24.06.2020 12:32
    Highlight Highlight Es gibt keinen einzigen Grund, Cannabis zu verbieten! Unser System macht somit einen grossen Teil der Bevölkerung zu "Kriminellen". Es ist zum Haare raufen, dass wir uns an solche sinnlosen Gesetzte halten müssen... Alkohol ja, Medikamente, die die Gesundheit zerstören auch ja, Cannabis nein.. es macht einfach keinen Sinn..
  • Silent_Revolution 24.06.2020 12:29
    Highlight Highlight Ich finde es stossend, den Bund als "wegebnend" zu bezeichnen.

    Das Parlament, respektive die Bundesversammlung ist der Ursprung der bis heute nicht logisch begründeten Cannabiskriminalisierung, die einem internationalen Übereinkommen entnommen wurden, um möglichen Sanktionen zu entgehen.

    "Bundesrat erschwert Kranken den Zugang zu Medizin nicht mehr ganz so stark" wäre passender.

    Dieses harmlose, natürliche Produkt sollte jeder ohne Rezept, Zeugnis oder Lizenz in seinem Garten anpflanzen, im Laden kaufen und konsumieren dürfen.
    Jedenfalls in jeder freien Gesellschaft.
  • D0MD0M 24.06.2020 12:08
    Highlight Highlight Freue mich für jede und jeden, die so erleichterten Zugang bekommen. Das im Jahr 2020 in der Schweiz immer noch Gesetze fern jeder Realität, Rationalität und halbwegs vernünftiger Wissenschaftlichkeit das Leben von Menschen erschweren und manchmal zerstören, ist hingegen gefährlich absurd, armselig, traurig und peinlich. Ein Rechtsstaat, der die Phantasien irgendwelcher Leute höher gewichtet als Fakten, ist keiner.

Facebook sperrt Petition gegen Homo-Ehe – zum Ärger der EDU

Eine Petition, die sich gegen die «Ehe für alle» in der Schweiz ausspricht, wurde von Facebook gesperrt. Die Petition verstosse gegen die Gemeinschaftsstandards der Plattform, so die Begründung. Das stösst der EDU sauer auf.

Vergangenen Freitagabend sperrt Facebook einen Unterschriften-Aufruf der Schweizer Petition «Samenspende und Kinder-Adoption für Homosexuelle verhindern – Nein zur Homo-Pseudo-Ehe!». Der Grund: Der Beitrag habe gegen die Gemeinschaftsstandards zu Hassrede verstossen.

Das stösst einer Partei besonders schwer auf: Die EDU, bekannt für christliche und national-konservative Werte, sei zutiefst beunruhigt über diese «gesellschaftliche Entwicklung», schreibt die Partei in einer Mitteilung.

Parteipräsident …

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