Schweiz
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Schweizer Jugendliche trinken weniger als Deutsche – rauchen aber mehr Gras

Ein Sechstel aller 15-Jähriger in der Schweiz konsumieren regelmässig Suchtmittel. Im internationalen Vergleich befinden sie sich beim Rauchen und Alkoholkonsum im Mittelfeld. Beim Cannabiskonsum liegen sie vorne.



Psychoaktives THC aus Marihuana hilft Senioren gegen chronische Schmerzen. Zu kiffen brauchen sie aber nicht: Medikamente wie Dronabinol liefern denselben Effekt. (Symbolbild)

In der Schweiz kiffen Jugendliche öfters als in den Nachbarsländern. Bild: AP The Canadian Press

Alkohol ist das von Jugendlichen meist konsumierte Suchtmittel, wie Sucht Schweiz am Dienstag schreibt. Die von der Organisation durchgeführte internationale Schülerinnen- und Schülerstudie unter der Schirmherrschaft der Weltgesundheits­organisation (WHO) Europa zeigt, dass sich 13 Prozent der Jungen und 8 Prozent der Mädchen im Alter von 15 Jahren mindestens einmal im letzten Monat vor der Befragung richtig betrunken gefühlt haben. Während Frankreich ähnliche Werte aufweise wie die Schweiz, seien sie in Italien höher und in Österreich sowie Deutschland gar deutlich höher.

Auch was den Zigarettenkonsum angeht, befinde sich die Schweiz im Mittelfeld: 16 Prozent der Jungen und 14 Prozent der Mädchen gaben an, mindestens einmal im letzten Monat Zigaretten geraucht zu haben. Als «wenig erfreulich» bezeichnet Sucht Schweiz hingegen die Situation beim Konsum von Cannabis. Ähnlich wie Italien, Deutschland und Frankreich liegt die Schweiz weit vorne: 13 Prozent der Jungen und 8 Prozent der Mädchen haben laut der Studie mindestens einmal im letzten Monat gekifft.

Laut Sucht Schweiz hängt die Wahrscheinlichkeit, psychoaktive Substanzen zu konsumieren, mit dem sozialen Umfeld zusammen. Vor allem die Eltern würden eine wichtige Rolle spielen: Bei Jugendlichen, die sich wenig bis mittelmässig durch ihre Familie unterstützt fühlen, sei es wahrscheinlicher, dass sie mindestens einmal Zigaretten rauchen, Alkohol trinken oder Cannabis konsumieren. (sku/chmedia)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Lorenzo von Matterhorn 19.05.2020 20:39
    Highlight Highlight Warum vergleicht man den nicht auch den Cannabiskonsum von Jugendlichen in der Schweiz mit Holland? Das wäre doch sehr interessant. Aber da müsste man sich ja eingestehen dass unser BetmG keine wirkung hat, und nur ein Steuergeldvernichtungsgesetz ist.
  • Cocalero 19.05.2020 17:55
    Highlight Highlight Na logisch hanfkonsum. Was denn sonst??
    Alk tötet.
    Die welt würde anderst und besser dastehen mit legalisierung.

    FREE THC
    weltweit
  • d10 19.05.2020 15:27
    Highlight Highlight Die Legalisierung ist nur noch eine Frage der Zeit!
  • Silphium 19.05.2020 13:40
    Highlight Highlight Ja, schlimm sowas. Kennt man sich allerdings in der Geschichte der Drogen ein wenig aus, relativiert sich der Schrecken ziemlich schnell. Als Ex-Kifferin und mittlerweile zweifacher Elternteil, der seinen Kindern die Unterstützung zukommen lässt die man selbst nie hatte, mache ich mir nicht allzu viele Sorgen. Im Umfeld regen sich jedenfalls alle nur wegen uns gamenden Eltern auf, vorzugsweise bei einem (oder mehr) Cüpli in der nachbarschaftlichen Frauenrunde. Herrlich, diese Doppelmoral!
    • fidget 19.05.2020 15:42
      Highlight Highlight Das beschreibt das ganze Problem vortrefflich. Das eine ist gesellschaftlich akzeptiert (Cüpli bzw. Alkohol) und das andere nicht (gamen und kiffen). Viel mehr gibt es da nicht. Ich behaupte auch, dass Alkohl trinken ähnlich, wenn nicht schädlicher ist, als ab und zu zu kiffen.
    • fidget 20.05.2020 08:56
      Highlight Highlight @a-minoro: Ich sage genau das, dass sowohl Alkohol wie Cannabis gleich zu stellen sind. Es kommt sowieso aufs Mass an.
      Die gesellschaftliche Akzeptanz ist so zu verstehen, dass Alkohol in praktisch allen Bevölkerungsschichten und Altersstufen breit akzeptiert ist. Kiffen und Gamen hingegen hat vor allem bei älteren Semestern so gut wie keine Akzeptanz. Gaming ist mittlerweile sicher mehr in der Gesellschaft angekommen, wie dies noch vor 10 Jahren war.
  • njemand 19.05.2020 13:17
    Highlight Highlight Na wenn das mal nicht ein erfreulicher Trend ist!

    Im Ernst - mir ist weitaus lieber meine (mehr oder weniger erwachsenen) Kinder konsumieren die Pflanze, die in unserem Garten wächst als dass sie sich in der Ausgangsmeile mit Vodka-Energy aus Petflaschen ins Delirium schiessen und ich sie im Notfall abholen muss.
  • Jekyll & Hyde 19.05.2020 13:12
    Highlight Highlight Da komlt mir ein alter Harald Schmidt-Gag in den Sinn:

    "Laut einer Befragen Rauchen 40% der Jugendlichen unter 14 Jahren........der Rest ist zu besoffen um die Zigarettenschachtel zu öffnen !"
  • 1of8mio 19.05.2020 13:05
    Highlight Highlight Moll, Läuft bei uns mit der Drogenpolitik... 100% Aufwand, 0% Ertrag...
  • Doppelhorn 19.05.2020 12:55
    Highlight Highlight Ich sehe das positiv: Cannabis wirkt offenbar präventiv gegen den Alkoholmissbrauch 🌿🤜🍺
  • Knety 19.05.2020 12:17
    Highlight Highlight Immerhin.
  • creator54 19.05.2020 12:13
    Highlight Highlight mir wäre es lieber einen sohn zuhaben der ab und zu einen joint raucht als einen der sich andauernd besäuft.
    • IchIstEinAnderer 19.05.2020 12:43
      Highlight Highlight Und wie schauts aus bei einem der andauernd joints raucht vs. einen der sich ab und zu betrinkt?

      Ernshaft in der Regel ist das Mass eh viel entscheidender als welche Droge.

      Ausserdem die meisten die kiffen, trinken auch alkohol.
    • Walser 19.05.2020 13:03
      Highlight Highlight 😂...und mir ist lieber ein Sohn der ab und zu ein Bier trinkt als einer der andauernd bekifft rumhängt.
    • 1of8mio 19.05.2020 13:09
      Highlight Highlight Absolut... die Folgen von zu viel Alkohol erlebte ich in meinem Leben in jedem einzelnen Fall als deutlich gravierender, aggressiver und gefährlicher, als die von "zu viel" Gras oder Hasch! Mir ist ein zufrieden grinsender Lethargiker in jedem Fall lieber als ein ausser Kontrolle geratener Besoffener.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bullygoal45 19.05.2020 12:11
    Highlight Highlight „13 Prozent der Jungen im Alter von 15 Jahren gabe an, mindestens einmal im letzten Monat vor der Befragung richtig betrunken gefühlt haben.“

    Ok.. da haben sich die Zeiten wohl geändert 🙄😝!
    Benutzer Bild
  • Kiro Striked 19.05.2020 12:01
    Highlight Highlight Alkohol:
    "Hesch mr dr uswis?"

    Weed:
    "Brudi, 12 Franke fürs Gramm, dis alter isch mir doch scheiss egal"

    Legalize it, dann kann man das "einfache" rankommen für Jugendliche wenigstens minimal unterbinden. Aber dem Dealer ist es doch wurscht, wem er das Zeugs andreht.

    Klar wirds das nacher auch noch geben, aber Dealer haben nur so leichtes Spiel mit den Leuten weil man das Zeug ja als erwachsener nicht Legal bekommt.
    • Silent_Revolution 19.05.2020 12:43
      Highlight Highlight Kiro Striked

      Dazu kommt die teilweise miserable Qualität die der Markt ohne Kontrolle bietet. Grower können literweise Dünger und Booster verwenden und niemand wird sie je belangen. Die Zustände sind dem BAG sowas von egal.

      Als ich damals noch "uselo" habe, war mir die Qualität immer sehr wichtig, die ich anderen angeboten habe. Hätten sie mich erwischt mit derselben Menge wie einen Dealer der sein Gras mit schädlichsten Substanzen streckt, wir hätten beide die gleiche Strafe erhalten. Gleiches bei allen anderen Substanzen.

      Kannst Bleikrümel ins Dope mischen, ist keine Körperverletzung.
    • Walser 19.05.2020 13:00
      Highlight Highlight @ Kiro
      Die USA machens gerade vor. Die Erwachsenen holens offiziell im Laden. Die Dealer haben jetzt die Kinder als Kundschaft. Momol. Sehr gut. Bitte nachmachen.
    • Rechthaberwoman 19.05.2020 13:04
      Highlight Highlight 12 Franken aufs Gramm? "Brudi'', wo kaufst du denn ein? Ist ja wucher🤣
    Weitere Antworten anzeigen
  • Team Insomnia 19.05.2020 11:58
    Highlight Highlight Die Dunkelziffer dürfte weit höher sein. Eine ganze Generation bekiffter Pfosten ist unterwegs. Ich dreh jetzt einen🤣.

Facebook sperrt Petition gegen Homo-Ehe – zum Ärger der EDU

Eine Petition, die sich gegen die «Ehe für alle» in der Schweiz ausspricht, wurde von Facebook gesperrt. Die Petition verstosse gegen die Gemeinschaftsstandards der Plattform, so die Begründung. Das stösst der EDU sauer auf.

Vergangenen Freitagabend sperrt Facebook einen Unterschriften-Aufruf der Schweizer Petition «Samenspende und Kinder-Adoption für Homosexuelle verhindern – Nein zur Homo-Pseudo-Ehe!». Der Grund: Der Beitrag habe gegen die Gemeinschaftsstandards zu Hassrede verstossen.

Das stösst einer Partei besonders schwer auf: Die EDU, bekannt für christliche und national-konservative Werte, sei zutiefst beunruhigt über diese «gesellschaftliche Entwicklung», schreibt die Partei in einer Mitteilung.

Parteipräsident …

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